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Amarok Africa Adventure

Elefantastisch

Und dann wird es plötzlich ganz still. Wenige Sekunden vorher war die Unterhaltung noch sehr lebhaft gewesen, es wurde gelacht und getrunken dort am grossen Lagerfeuer in Elephant Sands im Chobe Nationalpark in Botswana – doch dann kamen die Elefanten zum Trinken ans Wasserloch. Ein Teil einer Herde, mindestens ein Dutzend, nein, mehr dieser so grossartigen Tiere, ein gewaltiger Bulle, wohl über drei Tonnen schwer, einige Weibchen und ihre Kinder, darunter ein Baby, erst wenige Monate alt. Auch für den Laien ist schnell klar, dass es eine klare Ordnung gibt, die jungen Tiere zuerst, überwacht von ihren nervösen Müttern, der Bulle etwas abseits, hellwach, die riesigen Ohren weit abgespreizt. Das Schauspiel ist grossartig, ein Wunder, obwohl diese Tiere so gross und schwer sind, bleibt das lauteste Geräusch das Knacken des Holzes im Feuer – alle Zuschauer, also einige sonst so vorlaute Journalisten und etwa ein Dutzend weitere Touristen, sitzen einfach nur da und schauen zu. Fast meint man etwas Demut zu verspüren, eine feine Ehrfurcht vor der Natur, vor den Elefanten, die keine zehn Meter weit entfernt sind.

Und über allem ein Sternenhimmel, der nicht von dieser Welt ist.

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Es ist uns das Glück widerfahren, mit und in einem Volkswagen einen winzigen Teil von Afrika erkunden zu dürfen. Von den Victoria Falls in Simbabwe ging es nach Botswana, über den besagten Chobe Nationalpark, die Makgadikgadi Pans, Kubu Island und Ntwete Pan (die Mutter aller Salzpfannen) nach Gweta und schliesslich auch noch nach Maun. Viel zu kurz, nur drei Tage, es blieb mehr eine Ahnung als die wahre Erkenntnis – und doch: eine wunderbare, grossartige Erfahrung. Die Elefanten am Wasserloch, die eigenartigen Geräusche während der ganzen Nacht im Zelt im Camp von Elepant Sands, Zebras, Büffel, Paviane, Gazellen, Wildhunde – diese unglaublich schönen Landschaften. Wir verstehen jetzt (endlich), warum Afrika so viele Menschen fasziniert, warum Touristen Safaris buchen – und warum insbesondere Botswana als eines der schönsten Länder der Welt gilt.

Doch weil das hier «radical» ist und nicht die Tourismus-Seite, soll über einen anderen Aspekt dieser Reise berichtet werden. Es war in den letzten Jahrzehnten ja so, dass die Liste jener Fahrzeuge, die so ganz allgemein als tauglich für Afrika-Reisen betrachtet wurden, eher kurz war. Ganz oben, für alle mit einem grossen Portemonnaie, steht natürlich der Unimog, jenes unverwüstliche Nutzfahrzeug, dessen ausgezeichnete Offroad-Fähigkeiten absolut unbestritten sind. Andererseits: er ist halt nicht nur teuer, der Unimog, sondern auch riesig – und darf in manche Nationalparks in Afrika nur mit Ausnahmebewilligung. Oder sogar: gar nicht. Einfacher ist es da mit zwei weiteren Ur-Gesteinen der Automobilgeschichte, dem Land Rover Defender und dem Toyota Landcruiser, die deshalb auch zum Strassenbild von Botswana gehören wie Zebras und Affenbrotbäume. Die Einheimischen bevorzugen allerdings die leichteren Pick-up mit Allradantrieb, die fast alle aus Japan stammen.

Seit 2010 ist nun aber auch Volkswagen mit dem Amarok in diesem Segment unterwegs. Zwar werden diese Pick-up vor allem von Kommunen und Kleingewerblern gekauft, zumindest in Mitteleuropa, doch es fahren unterdessen auch einige Privatpersonen den VW, der mit Einzel- und Doppelkabine erhältlich ist. Ausserdem haben einige Kunden auch bemerkt, dass der Amarok über erstaunliche Offroad-Fähigkeiten verfügt.

Einverstanden, ab Werk ist auch so ein VW nicht dringend Afrika-tauglich, aber mit einigermassen vernünftigem Aufwand lässt sich aus dem Pick-up ein Fahrzeug machen, das sich vor der Konkurrenz namens Defender und Landcruiser nicht zu verstecken braucht (jetzt einmal abgesehen von den Platzverhältnissen…). Denn auch diese beiden Modelle brauchen ja auch einiges an Aufrüstung, sonst steht man an der ersten Sanddüne bereits ziemlich im Schilf. Die Amarok, mit denen wir in Afrika unterwegs waren, waren serienmässige Modelle mit Doppelkabine und dem 180-PS starken 2-Liter-Diesel, Automatikgetriebe sowie permanentem Allradantrieb, Basispreis 40’630 Franken. Die zusätzliche Ausrüstung, die hauptsächlich vom bekannten Spezialisten Seikel kam, belief sich noch einmal auf etwa 20’000 Franken; also ingesamt rund 60’000 Franken für das komplette Gerät. Doch damit hat man zu einem sehr fairen Preis ein wirklich Offroad-fähiges Fahrzeug, das zwar vielleicht nicht ganz alles kann, was ein Defender unter guten Umständen noch schafft – aber dafür schon deutlich günstiger ist. Was die Abenteuerlust ja nicht schmälert.

Selbstverständlich war dieser Trip in Afrika nicht das absolute Hardcore-Programm. Andererseits: die besten Offroad-Abenteurer sind jene, die gar nie an die Grenzen gehen müssen, denn zumeist geht ja sowieso dem Piloten Mut und Talent aus, bevor sein Fahrzeug die Räder strecken muss. Es geht mehr um Standfestigkeit und Ausdauer – und die haben unsere Amarok, die alle schon mehr als 60’000 Kilometer in Afrika hinter sich gebracht haben, auf dieser Reise problemfrei beweisen können.

Organisiert wurde unsere Reise vom hervorragenden Team von Experience Automotive Events – mehr Infos über diese auch menschlich ganz feinen Spezialisten gibt es: hier. Und alles rund um den Afrika-Trip im Speziellen und auch Allgemeinen findet: hier. Und mehr Volkswagen haben wir in unserem Archiv.

1 kommentar

  1. […] auch in schwierigerem Gelände, das haben wir ja sowohl schon erlebt wie auch beschrieben, siehe: hier. Als wir den erneuerten Pick-up mit seiner Top-Motorisierung – 3-Liter-Diesel, 224 PS, 550 Nm […]

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