Zum Inhalt springen

Subaru Outback

Diggin‘ in the Dirt

Als fünfte Generation bezeichnet Subaru die neue Baureihe des Outback. Und es ist tatsächlich mehr als nur ein Facelift, dass der Japaner erhalten hat. Nicht nur die Veränderungen an der Karosserie sind massiv, ganz besonders im Innenraum und bei den Assistenzsystemen hat sich richtig viel getan. Grund genug, den neuen Subaru ausgiebig zu bewegen, und die Gegend um Ljublijana hat uns zudem mit dem richtigen Subaru-Wetter beschenkt. Gut 20 cm Neuschnee in nur gut 90 Minuten, da kann der Allradler zeigen, was in ihm steckt.

Wir fuhren den 2,5-Liter grossen Vierzylinder-Boxer mit satten 175 PS und einem maximalen Drehmoment von 235 Nm. Wie die Werte erahnen lassen, handelt es sich beim Benziner um einen Saugmotor, eine Turbovariante ist derzeit nicht vorgesehen. Wer einen Turbo haben möchte, kann zum Zweiliter-Diesel greifen, der 150 PS abdrückt und ein Drehmomentmaximum von 350 Nm bereits ab 1600 Umdrehungen bietet. Doch, zurück zum Benziner, der an eine so genannte Lineartronic gekoppelt ist. Hinter dem Kunstwort versteckt sich nichts anderes als ein stufenloses Automatikgetriebe (CVT). Allerdings müssen wir gestehen, dass die neuste Lineartronic-Version in Kombination mit dem 2,5-Liter-Motor seine Sache hervorragend macht. Es fühlt sich beinahe so an wie eine konventionelle Wandlerautomatik. Kein unnötiges Aufheulen des Triebwerks beim Beschleunigen, dass vorhandene Drehmoment lässt sich prima nutzen. So gefallen selbst uns CVT-Getriebe. Natürlich kan man auch manuell die «virtuellen» Gänge anwählen. Aber ehrlich, das ist völlig unnötig, einzige wenn steil bergab geht mag das Eingreifen von Hand Sinn machen. Und wenns richtig ins Grobe geht, steht ja noch die Bergabfahrhilfe zur Verfügung, die den Wagen auf dem vorgegebenen Tempo hält, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Das System, welches auch ein spezielles Offroadprogramm enthält (X-Mode), ist für den Handschalter (mit sechs Gängen) allerdings nicht verfügbar.

Wie erwähnt hat sich im Innenraum viel getan. Vor allem die Mittelkonsole mit dem mächtigen Touch-Bildschirm ist richtig fein gemacht. Kein wilder Materialmix, ziemlich hochwertige Anmutung und ein sehr logisches Bedienkonzept – das gefällt. Nicht ganz so überzeugt waren wir vom ziemlich überladenen Multifunktionslenkrad. Die zahlreichen, kleinen Tasten finden wir etwas zu viel des Guten. Aber, der zukünftige Outback-Besitzer wird sich auch daran gewöhnen. Ohne Mühe gewöhnt man sich an das grosszügige Raumangebot und den variablen Innenraum. Auch da hat Subaru einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Zwar bezeichnet Subaru den Outback als Crossover, dennoch ist er unseres Erachtens einfach ein Kombi mit viel Bodenfreiheit. Und einem entsprechenden Ladevolumen. Maximal passen in den Kofferraum des neuen Outback 1848 Liter, ein hervorragender Wert. Sind alle Sitzplätze belegt, sind es immerhin noch 559 Liter. Natürlich lassen sich die Rücksitzlehnen einzeln abklappen und die Lehnenneigung lässt sich zudem über einen weiten Bereich verstellen.

Hinzu kommt eine maximale Anhängelast von zwei Tonnen – an Nutzwert mangelt es dem Subaru also nicht. Und mit einer Bodenfreiheit von 20 cm sowie für diese Fahrzeugklasse üppigen Böschungswinkeln (v. 19,°, h 22,9°) ist der Japaner natürlich auch abseits befestigter Wege gut unterwegs. Und, das Ganze mit gutem Komfort. Dank der langen Federwege schluckt das Fahrwerk auch grobe Schläge, nur die kleinen Unebenheiten werden nicht so elegant gefiltert. Aber, auch dank der sehr bequemen Sitze ist das alles kein Problem. Zumal es im Innenraum richtig ruhig ist. Der grosser Boxermotor unter der Haube ist mit seinen Lebensäusserungen sehr zurückhaltend, der eher harte, metallische Motorklang der den Subaru-Boxern zu eigen ist, ist beim 2,5-Liter-Outback kaum zu hören. Kein Geheimnis ist, dass die Motoren von Subaru nicht zu den absoluten Spar-Triebwerken gehören. Die Japaner versprechen für den mit Fahrer 1650 Kilogramm schweren Fünfsitzer einen Verbrauch von 7,0 L/100 km. Im Alltagsbetrieb dürfte es rund ein Liter mehr sein. Das können andere Hersteller besser, aber der Outback hat trotzdem seinen Reiz. Zum Beispiel auch, weil die neue Lenkung nun deutlich mehr Feedback liefert, was auch bei Fahrten abseits des Asphaltbandes durchaus ein Vorteil ist.

Noch ein Wort zum in Europa neu eigeführten Eyesight-Assistenzsystem. Das Assistenzsystem wird von Subaru bereits seit 2008 in anderen Märkten angeboten. In Europa kommt es mit dem Outback erstmals zu den Händlern. Die Stereokameras, die bei Eyesight zur Erfassung von Umgebungsdaten dienen, wurden überarbeitet und verfügen in der neuesten Variante über einen um bis zu 40 Prozent breiteren Betrachtungswinkel und eine um die gleiche Rate verbesserte Reichweite.

Mehr Subaru gibt es in unserem Archiv.

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.