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Ford Mondeo Vignale

Ein Hauch von Noblesse

Zwar hatte der Ford Mondeo ein wenig Anlaufschwierigkeiten in Europa, es dauerte etwas gar lange, bis die jüngste Generation endlich auch hierzulande zu kaufen war. Doch das Warten hatte sich gelohnt, zu einem sehr vernünftigen Preis ist der grosse Ford ein feiner Wagen mit einem ausgezeichneten Fahrwerk und modernen Antrieben. In den vergangenen Monaten kamen immer mehr Versionen dazu, etwa ein Hybrid, vor allem aber der für die Schweiz so wichtige Allradantrieb ist unterdessen auch erhältlich.

Doch jetzt geht Ford noch einen Schritt weiter – und belebt die Bezeichnung «Vignale» neu. Darunter ist aber nicht bloss ein Ausstattungspaket zu verstehen: Vignale ist ein ganz neues Erlebnis für die Kunden. So gibt es, im Preis inbegriffen, den «Vignale OneCall», eine Kundenbetreung rund um die Uhr, das neue Fahrzeug wird nach Hause geliefert und für den Service sowohl abgeholt wie auch zurückgebracht (inklusive Ersatzwagen) – und ausserdem jederzeit frisch gewaschen. Also: die Vignale-Kundin oder der Vignale-Besitzer fährt zum Einkaufen oder zur Arbeit, stellt den Mondeo beim entsprechenden Händler ab – und nach der Rückkehr ist der Wagen wieder sauber. Ob das jetzt wirklich ein verkaufswirksames Alleinstellungsmerkmal ist, muss sich noch weisen, aber, immerhin: Ford, die tun wirklich was.

Unser Testwagen war ausgerüstet mit dem 180 PS starken 2-LIter-Diesel, dies in Verbindung mit Allradantrieb und dem 6-Gang-Powershift-Getriebe. Es ist dies ein sehr souveräner Antrieb, angenehm leise, sehr durchzugsstark – und erfreulich sparsam für ein Fahrzeug dieser Grösse. Knapp über 6,5 Liter verlangte der Mondeo an der Tankstelle im Schnitt, das ist ein doch guter Wert für einen geräumigen Wagen mit Allradantrieb. Die Vorzüge von ebendiesen blieben uns leider infolge der derzeit irgendwie spürbaren Klimaerwärmung verborgen, doch auch beim «Vignale» ist das Fahrwerk zu loben, eine wirklich feine Mischung zwischen Komfort und Sportlichkeit.

Besonders gut zu gefallen vermochte aber das edle Innenleben der Vignale-Variante. Es ist weit mehr als nur ein Hauch von Noblesse im Interieur, die Sitze mit feinstem Leder bespannt, handvernäht – und auch für das Auge eine Freude. Auch sonst werden nur hochwertige Materialien verwendet, Klavierlack etwa. Andererseits: es bleiben halt beim Mondeo etwas gar viele Knöpfchen und Schalter, bei anderen Herstellern ist die Bedienung besser vereinfacht worden. Auch der Touchscreen dürfte durchaus etwas grösser sein. Es gibt aber, wie man weiss, eine grosse Anzahl von Kunden, denen gefällt diese eher konservative Gestaltung der Bedienungselemente, denn nicht alle wollen Autos, die mehr Tablet oder Smartphone sind denn Transportmittel. Zu loben ist allerdings die Sprachsteuerung, die bei Ford weit besser funktioniert als bei den meisten anderen Herstellern.

Mit einem Basispreis ab 46’800 Franken so ein Vignale-Mondeo kein Schnäppchen mehr. Doch für einen immer noch sehr vernünftigen Preis erhält man bei dieser Linie ein nicht nur komplett, sondern wirklich edel ausgestattetes Fahrzeug, das aussen und innen weit mehr ist als es nur scheint. Und in der heutigen Zeit, in der der Verkehr ja sehr oft aus Staus besteht, hat man ja auch genügend Zeit, die Noblesse eines Vignale umso mehr zu geniessen. Auch weil es eine hervorragende HiFi-Anlage gibt. Und weil der Vignale, bei Bedarf, immer sauber gewaschen zur Verfügung steht.

Mehr Ford gibt es in unserem Archiv. Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang aber auch auf unsere Vignale-Story, also: damals, einst, als Vignale mehr war als eine Ausstattungslinie – dort gibt es auch schon ein paar schöne Arbeiten von früher.

2s Kommentare

  1. […] Aber da hatten die Engländer wohl noch ein wenig Angst, dass sich Lincoln wirklich ins oberste Luxussegment vorwagen könnte. Dem ist nun aber nicht so: Zwar verweist Lincoln beim neuen Continental auf die glorreiche Geschichte von «beauty and luxury», doch man will sich beim neuen Modell mehr auf den Menschen konzentrieren, dem Käufer massgeschneiderte Lösungen bieten, ein Fahrzeug offerieren, das den neuen Begriff «quiet luxury» verkörpert. Man könnte es vielleicht auch Understatement nennen – ein feiner Zug in dieser Auto-Welt, in der die meisten Premium-Modelle in erster Linie protzen wollen. Interessant ist dabei aber sicher auch, dass Ford mit der Vignale-Linie in diesem «personal luxury»-Bereich ja unterdessen ein wenig Erfahrung gesammelt hat (siehe Test Ford Mondeo Vignale). […]

  2. […] anständig ausgestattet. In der derzeit noch heftigsten Ausstattung (es folgt dann Ende Jahr noch: Vignale) und mit dem stärkeren – besseren – Antrieb kommt er auf weniger als 60’000 […]

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