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Lexus LC500

Alles nur Tarnung?

Wir haben es gestern ja schon gefragt, weil es nicht ganz verstanden haben. Also: den Lexus LC500.

Warum bringt Lexus so etwas, haben sie doch jüngst erst den RC F gebracht, also ein mehr oder weniger kompaktes Sportcoupé mit Automatikgetriebe, obskurem Kühlergrill, LED-Girlanden und dem feinen, wenn auch im Konkurrenzumfeld ein wenig schwachbrüstigen 5.0 Liter V8.

Nun also der LC500. Ein mehr oder weniger kompaktes Sportcoupé mit Automatikgetriebe, noch obskurerem Kühlergrill, mehr LED-Girlanden und dem feinen, wenn auch im Konkurrenzumfeld ein wenig schwachbrüstigen 5.0 Liter V8. Gut, das Auto ist schön deutlich feiner als der RC F. Schön ausgestellte Radhäuser, feiner Höhenstand in Kombination mit dem adaptiven Fahrwerk und den riesigen Felgen – stance sagt man heute wohl dazu. Auch innen, alles weit besser als das flimsige Mäusekino im Bruder. Es gibt Screens, die weit mehr 2014 als die 2004er des RC F sind. Gestensteuerung gibt es zwar nicht, aber darum soll es nicht gehen hier.

Denn: wir haben herausgefunden, was das soll. Zumindest glauben wir das. Oder: hoffen?

Der LC500 basiert auf der Studie LF-LC, die wiederum eigentlich nur ein Fingerzeig sein sollte, dann aber war Akio Toyoda so von der Publikumsresonanz überrascht, dass er seinen Design- und Entwicklungschefs Sato Koji und Tadao Mori umgehend starten ließ – so zumindest die Enstehungslegende, wie man sie fleißig am Lexus-Stand in Detroit erzählt.

In Wahrheit scheint alles ein klein wenig anders zu sein. Das technische Rückgrat des LC500 ist eine neue Heckantrieb-Premium-Plattform. So etwas schießt man nicht eben aus der Hüfte, schon gar nicht lässt man das Publikum auf Basis einer (!) Studie über Wohl oder Wehe einer ganzen Plattform entscheiden. Weiter: warum sollte Lexus alleine so etwas entwickeln?

Und so ist es wohl so – hier beginnt unsere Spekulation, die man zwar hinter vorgehaltener Hand abnickt, aber nicht zitiert werden mag -, dass es weniger eine Lexus-Entwicklung ist, sondern eine von BMW. Ja, richtig gelesen, BMW! Wer sich erinnert, den müsste es dünken, dass die Münchner seit Jahren mit Toyota in einem Bett liegen, auf dass doch endlich ein neuer Sportwagen aus der Ehe hervorginge.

Eine neue Supra und ein Z4/5/6/7, vielleicht sogar ein hybridisiertes i dank der geballten Kompetenz der Japaner. In München hält man sich erstaunlich bedeckt, nichts wird über das Projekt preisgegeben, während Toyota mit dem FT1 in verschiedensten Varianten schon länger über die Messen tourt.

Nun eben auch in Form des Lexus LC500.

Die Resonanz ist gut, vor allem auch die Freude darüber, dass sie es vielleicht wirklich mit einem freisaugenden V8 versuchen werden. Es wäre eine wohltuende Ablenkung neben den ganzen Biturbo-, Hybrid-Triebsträngen, die in einer BMW-Toyota-Lexus-Allianz auf jeden Fall kommen werden.

fm/Bilder: Werk

1 kommentar

  1. […] zusammenhängt, dass es halt auch noch einen recht öden RC200t gibt – und Lexus mit dem LC500 (bald) noch ein Modell im Angebot hat, das dem RC F sehr ähnlich ist. Und doch ganz anders. Auf […]

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