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Newsletter 09-2016

Werte Leserin, lieber Leser,

auch diese Woche wollen wir unseren Newsletter nicht einfach auf das Auflisten unserer Stories beschränken, sondern einen Mehrwert bieten. Und Ihnen einen lieben Kollegen vorstellen, Claudio Del Principe, den unserer Meinung nach besten Food-Blogger im deutschsprachigen Raum.

Aber bevor wir dazu kommen, möchten wir Ihr Augenmerk gerne auf eine wirklich aussergewöhnliche Story richten. «radical» durfte eine Nacht im Conservatoire von Citroën verbringen. Die Geschichte dazu haben wir noch nicht geschrieben, aber wir haben mal angefangen mit den Bilder – und empfinden das als unbedingt sehenswert…

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Conservatoire Citroën – chez André

Es kommt da übrigens täglich etwas dazu.

Gut, jetzt also Claudio Del Principe: die Vorstellung übernimmt er ganz professionell gleich selber.

Claudio Del Principe: Claudio Del Principe (*1967) lebt und arbeitet als freier Autor, Food Writer und Werbetexter in der Schweiz. Zu seinen Auftraggebern gehören Verlage, Food-Magazine, Erzeuger und Händler. Sein Blog «Anonyme Köche» gilt seit dem Start 2007 als Perle unter den deutschsprachigen Foodblogs. 2009 ist das Buch zum Blog erschienen (Verlag Gräfe und Unzer). Del Principe serviert ehrliche Rezepte und authentische Geschichten über kulinarische Besessenheit. Er liebt die Reduktion aufs Wesentliche und entfacht damit eine heftige Leidenschaft fürs Kochen und Geniessen, die in so vielen von uns schlummert. Im Herbst 2014 erschien sein zweites Kochbuch «Italien vegetarisch» mit dem Besten, was die italienische Küche an vegetarischen Schätzen zu bieten hat (Brandstätter Verlag). Sein neues Kochbuch «Ein Sommer wie damals» mit unvergessliche Rezepten, Musik und Amore erscheint diesen Frühling (Brandstätter Verlag).

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radical: Was hast Du gestern gekocht?



Claudio Del Principe: Wieder mal Türkisch: Güvec.



radical: Der Italiener kocht – türkisch? Wie kommt das?

Claudio Del Principe: Ich mag seit Jahren das anatolische Restaurant «Pinar» in Basel. Ist uns sowas wie eine zweite Familie geworden. Und ich gehe gerne zu türkischen Gemüsehändlern einkaufen.



radical: Kann man das Rezept dann auch auf «Anonyme Köche» nachlesen?

Claudio Del Principe: Ich glaube, Güvec (wobei im Pinar nennen sie es Gövec) habe ich tatsächlich mal verbloggt. Dürfte ein paar Jahre her sein. Mag ich aber immer noch sehr.

radical: Wo schreibst Du denn unterdessen überall? Falstaff hab ich gesehen – und sonst?

Claudio Del Principe: Eine Zeil lang für local.ch auf Local Flavours. Dann ab und zu für das Weltwoche Magazin oder für Firmenblogs.

radical: Aber «Anonyme Köche» ist schon noch das wichtigste Werk?

Claudio Del Principe: Sagen wir: Das Persönlichste. Leider kam der Blog in letzter Zeit viel zu kurz. Soll sich demnächst ändern. Ich gelobe Besserung!

radical: Ich bitte darum! Weitere Bücher?

Claudio Del Principe: Ja! Am 14. März erscheint „Ein Sommer wie damals“. Wieder im Brandstätter Verlag, Wien. Ein sehr persönliches „Best of Italian Summer“ Buch. Mit vielen Rezepten, aber auch mit Reportagen, stimmigen Fotos und Texten.

radical: Wunderbar. Da freu ich mich jetzt schon drauf. Ich möchte Dir aber unbedingt «La Bottega» empfehlen in Genf, geh das mal besuchen, das wird Dich erfreuen, denk ich.

Claudio Del Principe: Kenn ich nicht. Danke für den Tipp!

radical: Wir haben ja auf «radical» – sorry für die Überleitung – eine grosse Story gemacht über das Essen in Genf, hast Du das gesehen?

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Essen in Genf – der Bauch der Schweiz

Claudio Del Principe: Die ist dir super gelungen! Man merkt, dass da zu lange was unter den Fingernägeln gebrannt hat. Hat mich auch sehr wieder daran erinnert, dass das eine Stärke von Blogs ist, die man bewusst nutzen sollte: Lange Texte.

radical: Und viele Fotos… – waren wohl etwas zu viele, aber ich konnte mich irgendwie nicht entscheiden.

Claudio Del Principe: Nein, nicht zu viele. Auch das ist ja eben der Vorteil eines Blogs. Kein Chef vom Dienst der sagt, wir haben im Fall nur Platz für 2 Fotos …



radical: Der Chef vom Blog-Dienst bin ja ich, das ist gut so. Aber erzähl einmal, wie ist denn Dein Verhältnis zum Automobil? Ich weiss, dass Du gern Panamera fährst…

Claudio Del Principe: True: Ist mir immer noch in guter Erinnerung. Ansonsten fahr ich meinen Mercedes E270 zu Tode. Kratze an der 300’000-Kilometer-Grenze. Mein grandioser türkischer Garagist verzweifelt beinahe. Er will, dass ich ums Verrecken ein neues Auto kaufe. Ist ihm ein richtiger Dorn im Auge. Und immer, wenn ich ihm erkläre, dass mich das Auto ja fast nix koste ausser ein paar neue Räder und ein Lämpli ab und zu, sagt er: Schon gut. Ist ein Super-Schlitten. Fahr ihn zu Tode. Falls du das schaffst.

radical: Die richtige Einstellung, find ich. Aber wenn Du müsstest, was würde Dich denn reizen? Irgendetwas gesehen von den Neuheiten, die in Genf stehen, was Dich begeistern könnte?

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Salon Genf – die Neuheiten

Claudio Del Principe: Der Maserati SUV.

radical: Nicht wahr?

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Maserati Levante – Cayennejukeghibli

Claudio Del Principe: Guter Witz, gell?



radical: Das muss Dir als Italiener und Mann mit Stil doch weh tun, wenn Du so ein Gerät siehst, oder? Maserati, Diesel…

Claudio Del Principe: Oh, Mann. Das ist nicht zum Aushalten. Warum? Warum tun die sowas? Das fragt man ja auch bei Spitzenköchen, die für, sagen wir, Industrie-Bouillonwürfel Werbung machen. Haben die das echt nötig?



radical: Money versaut uns doch alle. Oder so. Aber, nein, ich verstehe es auch nicht.

Claudio Del Principe: Und kommt nicht Alfa auch noch mit so einem drolligen Turnschuh auf Rädern?



radical: Der steht noch nicht in Genf, der kommt später. Aber verursacht auch jetzt schon Bauchweh.



Claudio Del Principe: Ich muss sagen, deshalb lese ich je länger je mehr vom alten Blech bei radical-mag.com. Das ist für mich reine Magie!

radical: Oh, danke, erzähl, was gefällt Dir denn? Ferrari, nehm ich an.

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Ferrari 166MM – aus einem Auto-Leben

Claudio Del Principe: In diesem Bereich habt ihr, nicht Konkurrenz, aber Bereicherung erhalten von Petrolicious. Wenn die Bewegtbilder losknattern (ja, vor allem von den Alfas, Ferraris und Astons), dann bekomme ich feuchte Hände, Augen – und wenn ich eine Frau wäre … Ich mag einfach alles an eurer neuen Seite!

radical: Ui, danke für den Vergleich mit Petrolicious, aber die rühren da mit einer ganz anderen Kelle an. Würden wir auch gern. Aber komm, wir brauchen auch Kritik. Ich bin ja bei Dir immer noch ein strikter Gegner davon, dass man Zwiebeln und Knoblauch nicht im gleichen Rezept verwenden soll…

Claudio Del Principe: Ich war diesen Sommer etwa achtmal in Italien auf Recherche für das Buch. Ich bin da (zum Glück) wahrlich nicht der Einzige, der das sagt… Aber nochmal zu radical-mag. Ich finde, die Seite ist erwachsen geworden, ohne sich selber untreu zu werden. Grosszügiges, ruhiges Layout mit viel Weissraum. Dann die Werbebanner: Hammer!



radical: Tja, die Werbung – man muss ja auch von etwas leben. Klickst Du das auch brav mal an?

Wir unterbrechen in diesem Zusammenhang kurz für Werbung. «radical» wird unterstützt von folgenden Partnern:

Claudio Del Principe: Ungelogen, die passen so gut. Und die sind so gut positioniert da oben. Es ist für den Leser irgendwie sonnenklar. Anklicken? Noch nie. Sollte ich?

radical: Gern, bitte. Es freut mich, dass es gefällt. Und ja, wir sind auch ein bisschen stolz. Und der Weissraum, ja, der muss einfach sein. Als Chef von Dienst kann ich das ja zum Glück bestimmen… Noch was anderes: Wir wollen mehr Food machen auf «radical». Und da hab ich natürlich auch an Dich gedacht. Ich find halt, das passt bestens zusammen – in die besten Restaurants kommt man ja fast nur mit dem Auto…

Claudio Del Principe: Ja. Wobei das mit der Trinkfreude dann ein wenig getrübt wird, wenn man alleine hingeht. Deshalb nutze ich tatsächlich immer öfter den ÖV, wenn ich essen gehe.

radical: Da hast Du recht. Aber wenn Du Restaurant-Tips hast, die auch ein bisschen abgelegen sind (zum Beispiel: in Italien…), da wäre ich sehr interessiert. Du weisst, bei «radical» darfst Du auch schreiben, was Du magst, die haben einen grosszügigen Chef vom Dienst…

Claudio Del Principe: Okay. Und ja, Italien – gute Restaurants – und ÖV. Das gibt selten einen «perfect match». Da ist man auf die Macchina angwiesen.

radical: Wir reden da noch darüber. Jetzt bedanke ich mal für das Gespräch.

Claudio Del Principe: Danke dir! Und freue mich auf bald und weiterhin so schöne Stories wie «the most ugly cars»!!!

Gut, wir haben da ein paar Stories nicht angesprochen, die wir aber doch gerne noch auflisten möchten:

Und nächste Woche ist ja dann Salon in Genf – stay tuned…

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Erreichbar bleibt «radical» unter: office@pruductions.ch (dort können Sie auch diesen Newsletter abbestellen…).

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