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Toyota Prius Plug-in Hybrid

Gutmenschen

Gut, man kann sich da schon Gedanken darüber machen, wie das so ist mit dem realen, realistischen Verbrauch von Plus-In-Hybriden. Aber Norm ist nun halt einmal Norm, und nach ebendiesen Normen sollen es beim neuen Prius Plug-in-Hybrid nur gerade 1,4 Literchen auf 100 Kilometern sein. Das ist eine feine Sache, eigentlich, das ist Fortschritt, das ist gut für die Umwelt und auch noch das Klima, auch wenn es nur auf dem Papier stattfindet. Bisher waren es – auf dem Papier – 2,6 Liter, jetzt gehört der Toyota mit seinen 32 Gramm CO2/km zu den umweltfreundlichsten Fahrzeugen überhaupt.

toyota prius plug-in - 2

Aber man darf Toyota schon auch attestieren, dass die neue Version des Plug-in-Hybriden technisch grundlegend verbessert wurde. Die Lithium-Ionen-Batterie ist grösser, 8,8 kWh jetzt, das ermöglicht den reinen Strombetrieb auf über 50 Kilometern (bisher: 25 km); die E-Höchstgeschwindigkeit liegt jetzt bei 135 km/h (bisher: 100 km/h). Ansonsten ist das Spiel aus dem Prius bekannt, der 1,8-Liter-Vierzylinder soll dank Atkinson-Zyklus und besserer Abgasrückführung einen Wirkungsgrad von 40 Prozent aufweisen, was für einen Benziner ein fast schon wundersamer neuer Rekord wäre (kommt halt auch darauf an, wann, wo und wie gemessen wird). Optisch und innen ist alles gleich wie beim Prius, der nicht an der Steckdose aufgeladen werden, also, eben. Übrigens: 2,3 Stunden braucht es für die volle Ladung.

2017 soll der Plug-in-Prius nach Europa kommen. Es ist zu hoffen, dass es nicht wieder wie beim auslaufenden Modell nur eine Kleinstserie für Gutmenschen sein wird. Und dass der Preis ein wenig kundenfreundlicher, realistischer gestaltet sein wird als beim bisherigen Fahrzeug, das über 50’000 Franken teuer war. Mehr Toyota haben wir in unserem Archiv.

2s Kommentare

  1. Georg Gratzer Georg Gratzer

    Freunde,
    ein Auto, um von Frankfurt nach Oberursel zu kommen (oder von Los Angeles nach Santa Monica): hat die Welt den Prius gebraucht? Apropos brauchen: der meines Bruders braucht knapp acht Liter und fährt sich wie ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Doch muss ich zugeben, dass mir die elektronischen Gimmicks wirklich gut gefallen haben. Wie gesagt, ein Auto für den Stau. Never verirr dich auf eine italienische Landstrasse oder gar auf einen moderaten Pass, ganz zu schweigen von einer deutschen Autobahn. Möglicher Weise ist die Zeit der Autos zum Fahren ja eh vorbei.

    • Peter Ruch Peter Ruch

      wahrscheinlich – in bezug auf den letzten satz. leider.

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