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Citroën C60

Zwischenhalt

Manchmal, ach was, des Öfteren wäre man als Interessierter damals gerne dabei gewesen. Hätte so als Mäuschen gerne zugehört, zum Beispiel damals, Mitte der 50er Jahre, als die Citroën-Chefetage darüber diskutierte, wie es denn nun weitergehen solle. Zwar hatten die Franzosen mit dem 2CV und der DS zwei Modelle im Angebot, die sich bestens verkauften, doch dazwischen fehlte ein Modell. Und das brauchte es dringend, denn mit dem 2CV, für die es zeitweise zwei Jahren Lieferfrist gab, verdiente man zu wenig Geld – und die DS war damals Oberklasse. Ausserdem hatte Citroën 1955 Panhard zuerst zu 25 Prozent übernommen, den Anteil kontinuierlich ausgebaut – und keine Ahnung, was man mit dem ehemaligen Konkurrenten anfangen sollte. (Ach, welch wunderbare Geschichte, Panhard – und dann Panhard und Citroën, aber das schaffen wir vielleicht ein ander Mal.)

Conservatoire C60 - 2

Es herrschte in erster Linie: das Chaos. Die Übersicht über den chronologischen Ablauf zu behalten, erscheint auch deshalb schwierig, weil da wohl verschiedene Projekte gleichzeitig liefen, sich beeinflussten – oder auch gar nicht. Wenn man sich so ein bisschen in die einschlägige Literatur vertieft (auch jene zu Panhard), dann wussten wohl beide Hände nicht, was sie tun und lassen sollten. Es kam dann, 1961, die Ami 6, dieses wunderbare Meisterwerk von Bertoni; Vorgänger war das Projekt M. Es gab aber schon, oder je nach Sichtweise: noch 1960 auch den C60.

Conservatoire C60 - 7

Basis: die DS. Massiv abgespeckt, die hydropneumatische Federung sollte es dann nur bei den teureren Versionen geben, ansonsten blieb man, auch beim Prototypen, klassisch. Innen: auch DS, aber einfacher. Die Motoren: Vierzylinder-Boxer mit 1100 und 1400 cm3 Hubraum, einmal als verdoppelter 2CV-Motor, einmal eventuell mit einer Turbine auf zwei Zylindern (keine Ahnung, wie das hätte funktionieren sollen – wer da etwas weiss, bitte, bitte, danke); die kleinere Maschine hatte 55,5 PS bei 5500/min, die grössere deren 80 oder 90.

Und schliesslich das Design: erstaunlich. Ein Entwurf von Bertoni, das Heck samt C-Säule ist klar als die spätere Ami 6 erkennbar, vorne ist es eine DS mit grossen Panhard-Einflüssen, siehe: Lampen. Es entstand wohl nur dieses eine Exemplar, das im Conservatoire von Citroën steht. Mehr, viel mehr aus dem Conservatoire gibt es: hier. Und noch mehr Citroën haben wir im Archiv.

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