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Ferrari 512 BBi

Mehr oder weniger

Wir hatten ihn schon, den Ferrari 365GT4 BB. Und auch seinen direkten Nachfolger, den 512 BB. Aber selbstverständlich geht es noch weiter, denn nach dem 512 BB kam ab 1981 der Ferrari 512 BBi. Das zusätzliche «i», das dürfte klar sein, steht für «iniezione», also: Einspritzung. Die musste nun sein, denn die USA waren einfach zu verlockend – und dort galten halt strenge Abgasvorschriften.

Das führte zu so etwas wie einer Kastration. Zwar war der von 1981 bis 1984 gebaute 512 BBi offiziell gleich stark wie der BB, doch es dürften in Tat und Wahrheit schon etwa 20 PS weniger gewesen sein. Und auch weniger Drehmoment. Der etwas geringere Verbrauch konnte das irgendwie nicht aufwiegen. Im Test von «auto, motor und sport» war der BBi denn auch im Sprint von 0 auf 100 km/h etwas gemächlicher unterwegs als der BB, 5,9 anstatt 5,7 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit kam der BBi dafür auf 288 anstatt 283 km/h. Anscheinend waren für ausgesuchte Kunden schärfere Nockenwellen und spezielle Kolben zu haben, die für den 512 BB Le Mans entwickelt worden waren. Auch ein Getriebe mit einem längeren ersten und zweiten Gang gab es auf Kundenwunsch.

Optisch waren die Verbesserungen ebenfalls gering. Die Luftauslassgitter auf der Fronthaube waren in Wagenfarbe lackiert, es gab neue Nebelleuchten – und breitere Reifen. Einer besonderen Erwähnung wert erschien Ferrari die bessere Belüftung der Rückenlehnen der Sitze, zumindest wurde das im Verkaufsprospekt besonders herausgestrichen.

Wie schon beim 512 BB gilt auch für den 512 BBi – sie sind verhältnismässig günstig (obwohl die Preise in den vergangenen 24 Monaten massiv angezogen haben). Der BBi wird sogar noch etwas tiefer bewertet als der BB. Es wurden 1007 Stück gebaut.

Mehr Ferrari haben wir in unserem Archiv.

1 kommentar

  1. […] sondern um den Testarossa (in einem Wort), der ab 1984 als Nachfolger des Ferrari 512 BB (und BBi) in Produktion ging. Und eigentlich war ausser dem Namen auch gar nicht so viel neu. Am Motor wurde […]

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