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Swiss Moto 2017

Zurück in die Zukunft

Bei einem  Rundgang durch die diesjährige Swiss Moto (noch bis morgen Abend, 19.2.) in Zürich-Oerlikon zeichnen sich für die neue Saison drei Trends ab: Schmucke Retro-Bikes, PS-starke Supersportler und preiswerte Einsteigervarianten.

Nach dem Rekordjahr 2015 mit einem Verkaufsplus von 17,1 Prozent folgte im vergangenen Jahr eine kleine Ernüchterung von minus 3,4 Prozent. Allerdings ist das bei 26‘391 verkauften Motorrädern immer noch Jammern auf hohem Niveau. Hemmend war sicher die Tatsache, dass im vergangenen Jahr der heisse Sommer erst Ende Juni auf einen sehr nassen Frühling folgte und die nun anfangs Jahr in Kraft gesetzten Euro-4 Abgasbestimmungen den Neuheiten-Motor zwischenzeitlich etwas ausbremsten. Doch nun gehen die Schweizer Motorrad-Importeure an der Swiss Moto bei frühlingshaften Temperaturen erneut mit viel Zuversicht und einer Fülle von Neuheiten in die Saison 2017.

Gerammelt voll ist der Stand bei BMW. Hier werden zwei der aktuelle Trends besonders schön zur Schau gestellt. Zum einen ist das ein ganzer Strauss von neuen Varianten der „R nineT“. Das 110 PS starke Retrobike gibts ganz im Stile der Ur-GS neu als „Urban G/S“, mit klassischer Halbschale und Einmann-Sattle als „Racer“ und natürlich auch als „Pure“ im schlichten Naked Bike Look. Auf der anderen Seite gibt es den BMW Besteller R 1200 GS neue auch als preiswertes Einsteigervariante G 310 GS mit 34 PS-Zweizylinder.

Rund 6000 Franken preiswerter als die grosse Hightech Schwester ist die neue Ducati Multistrada 950 (ab Fr. 14‘490). Wobei sie optisch wie technisch mit ihrem 113 PS starken, 937 ccm Testastretta Motor immer noch viel zu bieten hat. Auch die erfolgreiche Monster-Baureihe gibt es neu wieder mit einem preiswerten, luftgekühlten 797 ccm Einsteigermodell. Daneben trumpft Ducati ebenfalls mit einer Fülle von neuen Ablegern seiner Scrambler Retrobaureihe auf, wobei die neue Scrambler Desert Sled gekonnt den Mythos der Yamaha XT 500 aus den Siebzigerjahren aufleben lässt.

Seit Jahren überaus erfolgreich auf die Karte retro setzt der britische Hersteller Triumph. Dabei ist in diesem Jahr insbesondere die neue Bonneville Bobber mit 1200 ccm-Zweizylinder, Einzelsattel und viel Liebe zum Detail ein echter Hingucker.

Dem Trend von moderner Technik im schmucken Klassikkleid trägt auch Yamaha weiterhin vielfältig Rechnung. Sehr gelungen ist dabei die neue SCR 950 mit 52 PS starkem V2-Motor. Grosser Star auf dem Yamaha-Stand ist aber die neue YZF-R6. Anders als die meisten Konkurrenten bleibt die Nr. 1 der Japaner in der Schweiz mit dieser aufwändigen Neuauflage der 600er-Supersportklasse treu. So steht bei Honda die neue Fireblade SP, bei Suzuki die GSX-1000 und bei Kawasaki ZX 1000 RR, allesamt mit 1000er-Vierzylinder-Triebwerken, um die 200 PS Leistung am Hinterrad und viel Rennsport-Hightech.

Vergleichsweise eher brachial gemütlich muten da die neuen Modelle auf dem Stand von Harley Davidson an. Hier wird insbesondere der neue „Milwaukee-Eight“-Motor mit Vierventil-Technik und Ölkühlung als grosser Schritt in der der ehrwürdigen Geschichte der US-Marke gefeiert. Das neue Triebwerk kommt zuerst in den grossen Touring-Modellen zum Einsatz.

Wir bedanken uns herzlich bei Daniel Huber – mehr Motorrad gibt es in unserem Archiv.

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