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Eine Million Porsche 911

Numerus clausus

Natürlich waren wir zugegen, am 11.5.2017 gegen 10.30 Uhr, als Porsche seinen einmillionsten 911 vom Band laufen liess. Irgendwie gehört sich das so, der Neunelfer ist einer der legendärsten, feinsten Sportwagen überhaupt, er hat in Zeiten, in denen fast alle nur noch über E-Autos und autonomes Fahren schreiben und nachdenken wollen, eine ganz besondere Ehrerbietung verdient. Ja, versprochen, so lange es «radical» geben wird, werden wir den Porsche 911 in unserem Herzen haben – obwohl die Schriftzüge des Jubilars stillos vergoldet sind.

Irischgrün haben sie ihn lackiert. Dies deshalb, weil der erste Dienst-Elfer von Ferry Porsche, Chassisnummer 300003, ausgeliefert am 19. Oktober 1964, auch diese Farbe hatte. Naja, irgendeinen Grund muss man ja haben, und die Frage, weshalb der Millionste nicht die Farbe des Ersten hat, stellen wir uns nicht, genau wie jene nicht, was das Gold soll und warum das Lenkrad Mahagoni-Intarsien hat. Innen ist er Pepita, das ist fein, aber halt auch etwas gesucht. Dafür hat er als Carrera S 450 PS – man darf davon ausgehen, dass solches bald als WLS zu bestellen sein wird. Wie andere Eigenheiten des Millionsten auch. Der wird übrigens dem Museum übergeben. Man muss ihn sich jetzt hier genau anschauen, so bald wird er wohl nicht mehr zu sehen sein.

Aber eine Frage ist da doch noch ausfgetaucht im Zusammenhang mit dem Millionsten. Die unten zu sehende Liste wurde uns aus Anlass des Jubiläums mitgegeben:

Wie man sehen kann, haben wir die Zahlen zusammengezählt. Und kommen per Ende Modelljahr 2016 (das jeweils vor den grossen Werksferien endet) auf 952’533 Stücker. Vom Modelljahrgang 2017 sollen also bis zum 11.5.2017, ca. 10.30 Uhr, stolze 47’466 Stück gebaut worden sein, bevor der Millionste vom Band lief? Das wäre ein absolut grandioser Rekord, rund 25 Prozent mehr als im Rekordjahr 2007, gut 50 Prozent mehr als in den beiden vergangenen, nicht ganz so schlechten Jahren. Ach ja, wir wissen: kleinlich. Aber es interessiert irgendwie schon, was denn der Hintergrund sein könnte. Denn man weiss ja unterdessen, was «spezielle» Neunelfer kosten können. Kann uns da jemand weiterhelfen?

Mehr Porsche, viel mehr Porsche haben wir in unserem Archiv. Dort gibt es, unter anderem, auch die Vorgeschichte des 911er (mit ebenfalls ein paar Fragezeichen) sowie einen Fahrbericht eines ganz frühen Exemplars (mit Ausrufezeichen).

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