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Swiss Moto 2018

Trend zu Retro und Mittelklasse

Bei einem Rundgang auf der diesjährigen Swiss Moto in Zürich-Oerlikon wird deutlich: Voll im Trend liegen weiterhin die schmucken Retro-Bikes. Daneben gibt es aber auch interessanten Zuwachs in der immer beliebteren Mittelklasse.
Die Motorrad-Branche brummt: Auf das Rekordjahr 2015 mit einem Verkaufsplus von 17,1 Prozent folgte 2016 ein kleiner Dämpfer von minus 3,4 Prozent. Dieser wurde 2017 mit einem Plus von 2,1 Prozent bei 26’942 verkauften Motorrädern schon fast wieder wettgemacht. Der positive Trend soll sich auch im laufenden Jahr fortsetzen, so die einhellige Meinung bei den Ausstellern an der Swiss Moto, die dabei zuversichtlich auf die glänzend in Szene gesetzten Neuheiten verweisen.
Bei einem Rundgang am Vorabend der Eröffnung wird schnell deutlich: Weiterhin voll im Trend liegen die schmucken Retro-Bikes, die sich designmässig an grosse Ahnen der jeweiligen Markengeschichte anlehnen, aber  mit zeitgemässer, moderner Antriebstechnik ausgestattet sind. Jüngster Zugang in dieser Sparte ist die Z 900 RS von Kawasaki, deren Design sich optisch der legendären Z1 Super4 aus dem Jahre 1972 bedient.  Daneben macht Ducati auf seinem Stand gekonnt vor, dass sich dieses Retro-Erfolgskonzept praktisch beliebig ausbauen lässt. So gibt es zusätzlich zu einer Fülle von bereits lancierten Modellvariationen der Scrambler 800 neu auch eine zweite Baureihe mit grösserem 1100er-V2-Motor mit 86 PS, die es bereits zum Start in drei Ausprägungen gibt.
Sehr im Trend liegen zurzeit auch die Modelle der Mittelkasse mit 500- bis 900-Kubik-Motoren. So hat Yamaha in der Verkaufsrangliste 2017 mit der MT-07, MT-09 und MT-09 Tracer gleich drei dieser Modelle in der Top-Ten, wobei die MT-07 mit 1176 Verkäufen das mit Abstand meistverkaufte Motorrad der Schweiz war. Diese Modelle bieten denn auch bezüglich Leistung und modernster Elektronik so viel Motorrad wie noch nie zu einem Preis von weniger als 10 000 Franken. Grössere Stücke von diesem wachsenden Mittelklasse-Kuchen wollen sich KTM mit der neuen 790 Duke sowie BMW mit der F 750 GS und F 850 GS abschneiden, die als preiswertere Alternativen zur den grossen 1200er Erfolgsmodellen auf den Markt kommen.
Schöne Zugänge gibt es im Übrigen in der Luxus-Klasse der grossen Tourer zu bestaunen. So zeigt Honda (leider kein Foto) eine technisch und optisch überarbeitete Neuauflage der legendären Gold Wing mit  mächtigem 1800-ccm-Sechszylinder-Motor. In die gleiche Kerbe der Luxusliner schlägt BMW mit der neuen K 1600 Grand America. Neben diesen beiden Kolossen versteht sich die neckisch mit zwei Koffern bestückte Kawasaki HP SX SE mit ihrem 200 PS starken Kompressor Motor als sportliche Überfliegerin in der Touringklasse.
Am Vorabend der Swiss Moto kam es zudem zu einer kleinen Weltpremiere vor versammelter Schweizer Motorrad-Presse. So wurde auf dem Stand der amerikanischen Kultmarke Harley-Davidson feierlich die beiden Sportster-Modelle Iron 1200 und Fourty-Eight Special enthüllt.
Wir bedanken uns bei Daniel Huber.

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