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Lamborghini Miura P400S – 3586

Si non e vero…

Es ist sicher eine der berühmtesten Auto-Film-Szenen überhaupt, jenes dreiminütige Intro von «The Italian Job»:

Und es bricht uns heute noch das Herz, wenn wir den Lamborghini Miura auf den Bulldozer auftreffen hören. Wenn wir zusehen müssen, wie er dann in die Schlucht entsorgt wird. Wie man heute aber weiss: Aus dem Weg geräumt wurde die Karosse eines schon vorher zerstörten Miura (von dem man leider die Chassis-Nummer nicht kennt). Die Bergfahrt gefilmt wurde mit einem anderen Miura – der 46 Jahre nach seinem Auftritt in «The Italian Jobs» ganz plötzlich wieder auftauchte, Chassis-Nummer 3586. Bei einem englischen Händler.

In der berühmten Pusich-Liste steht zu lesen zu #3586:

214) Chassis-Nummer: 3586.
Motoren-Nummer: 2073
Auslieferungsdatum: 02.07.1968 (Zani Marini)
Farbe: Arancio Miura
Interieur: Skay Nero

Im Film ist das Interieur ganz klar nicht Nero, aber man weiss (Weiss?) ja nie. Aber jetzt: die Szene am Grossen St. Bernhard wurde, und das ist verbürgt, in der letzten Juni-Woche 1968 gefilmt – der Wagen ausgeliefert aber halt erst, äh, ja, später. Und nein, Lamborghini hatte damals keine Abteilung, die sich um solche Film-Auftritte kümmerte, alles organisierte, vielleicht sogar ein neues Innenleben.

Warum wir jetzt wieder so kleinlich sind? Der Lamborghini Miura P400S mit der Chassis-Nummer 3586 steht als einer der ganz grossen Stars auf der #grandbasel. Wir sind ja nun nicht die ersten, die sich ein paar Gedanken machen über Auslieferungsdatum, Farbe des Innenlebens und 46 Jahre ohne Lebenszeichen. Ja, es gibt wunderschöne Zufälle, und auch: si non e vero e ben trovato. Doch gerade solch grosse Messen sollten sich schon ganz genau überlegen, welche Fahrzeuge sie ausstellen. Und welche Geschichten sie dazu erzählen. Wir hätten da noch so einen Kandidaten, den Porsche 911 Carrera RS 2.7, der auf dem Stand von Kienle steht, von dem man uns aber die Chassis-Nummer nicht verraten wollte. Was doch unbedingt auch ein gutes Zeichen ist, oder?

Ach ja, dann wäre da auch noch der Monteverdi Hai

Alle unsere bislang gesammelten Miura gibt es – hier. Und die Geschichte des faszinierenden Fahrzeugs: hier.

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