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Nutzfahrzeuge?

Was Mann braucht

Selbstverständlich müsste man dieses Thema ganz anders angehen, bei den Lieferwagen geht es ja ganz einfach um: Geld. Kosten pro Kilometer und Kilogramm und Kubikmeter, Ladebreite und -höhe und -tiefe, Leasingraten und Rabattschlachten und Sonderaufbauten, Langzeitqualitäten und Kurzstreckenverbrauch und Restwerte. Das alles können und wollen wir bei «radical» nicht, wir betrachten diese Transporter unter einem ganz anderen Kriterium: Fahrspass. Freude am und beim Fahren – denn dies kann man durchaus auch haben mit so einem Ding.

Wir hatten drei solche Fahrzeuge kürzlich, nicht in einem ernsthaften Test, sondern ganz einfach deshalb, weil wir das mit ihnen machten, was sie am besten können: etwas transportieren. Zur Verfügung standen uns ein Opel Vivaro, ein Volkswagen Crafter und ein Hyundai H350. Der Vivaro war so ein Personen-Transporter als Lifestyle-Mobil mit der Bezeichnung «Life» und wilder Lackierung, sieben Plätze, doch wir bauten dann die hinterste Sitzreihe aus, damit mehr Platz für Gepäck war. Dafür gab es dann auch noch einen Anhänger dran. Angetrieben von einem 1,6-Liter-Diesel mit 145 PS, der doch mächtige 340 Nm maximales Drehmoment schon bei 1750/min erbringt, schafft der Opel ganz anständige Fahrleistungen, geht auf der deutschen Autobahn – mit reichlich Anlauf – 180 km/h. Und das ist dann ziemlich fröhlich, wenn man mit dem doch grossen Trumm von hinten angerauscht kommt, da erschrecken die Gegner dann schon.

Noch besser ist das im Crafter. Wir hatten da so einen Grossen, mit Hochdach und langem Radstand, ein mächtiges Gefährt. Angetrieben vom bekannten 2-Liter-Diesel, der 177 PS und 410 Nm maximales Drehmoment abdrückt – und auf der Autobahn gemäss Tacho knapp 200 geht. Das ist dann sehr lustig, man sieht die Piloten vorne förmlich erschrecken – und sofort die Gasse räumen. Auch auf der Landstrasse macht er das ganz gut, der Vorteil ist ja, dass man sehr gut spürt, wo die Grenzen sind. Wobei unser Allradler die Kraft halt schon auch gut umsetzen konnten. Weil unser Gerät auch noch manuell über sechs Gänge geschaltet wurde, hatten wir es selber in der Hand, noch etwas mehr Druck auszuüben – es ist eine heftige Drehmomentwand, die den Crafter nach vorne schieben kann, das macht schon Freud’. Auch wenn ihn wohl selten jemand dermassen treibt… Beim Versuch des Ausbremsens vor der Kurve sollte man aber vielleicht etwas zurückhaltend sein, da kommt dann reichlich Gewicht.

Doch abgesehen vom Spassfaktor beim Fahren (war schon mal jemand auf der Nordschleife mit so einem Ding?) – der Hyundai H350 zeigte uns dann noch einen Grund mehr auf, weshalb man eigentlich so einen Lieferwagen im Fuhrpark haben muss. Denn: man hat plötzlich ganz viele Freunde. Fast ein jeder hat noch etwas zu transportieren. Und falls einmal das eine oder auch andere Bierchen zuviel war und allenfalls auch noch Knoblauch im Spiel, dann eignen sich diese Transporter bestens auch als Notschlafstätten.

Mehr Hyundai, Opel und Volkswagen haben wir in unserem Archiv.

Ein Kommentar

  1. Hüendli Hüendli

    Sabine Schmitz hat bei Top Gear mal mit einem Transit einen der Moderatoren (in einem *zensiert*-Type Diesel) ziemlich alt aussehen lassen. Aber sie hat ja auch mehr als nur Heimvorteil in der Grünen Hölle…

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