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Alfa Romeo 6C 2500 in Gstaad

Qual der Wahl

Im vergangenen Jahr veranstaltete die Oldtimergalerie erstmals eine grosse Versteigerung in Gstaad in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Es ist klar, dass im Nobel-Skiort eine andere Klientel angesprochen werden kann als bei den Heimspielen in Toffen. Auch heuer werden Reinhold Schmidlin und Beat Leu wieder in Gstaad an den Start gehen, dies am 29. Dezember. Und unter den Fahrzeugen, die unter den Hammer kommen, stechen drei Alfa Romeo 6C 2500 hervor. Es ist dies ein 6C 2500 Turismo 5 posti von 1940 (Schätzpreis 185’000 bis 225’000 Franken:

Und ein 6C 2500 Super Sport Cabriolet mit Pininfarina-Karosserie aus dem Jahr 1948 (Schätzpreis 495’000 bis 595’000 Franken):

Und schliesslich eine 6C 2500 Sport Berlina von 1953 (250’000 bis 275’000 Franken):

Die ausführliche Geschichte zu frühen Sechszylindern von Alfa Romeo gibt es: hier. Dessen höchste Ausbaustufe kam 1938 auf den Markt, eben, der 6C 2500, 2443 Kubik, mindestens 90 PS, Alu-Zylinderkopf und zwei obenliegenden Nockenwellen. Diese Maschine wurde unverändert bis 1953 gebaut, wie viele Exemplare es gab, das ist nicht ganz klar – die Wirren des Krieges haben da viele Spuren verwischt, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Sicher ist, dass es den 2500er in drei Versionen gab: als Turismo mit 3,25 Meter Radstand, als Sport mit 3 Metern Radstand, und als Supersport mit 2,75 Metern Radstand. Der Motor selbst kam mit einem, zwei oder drei Vergasern, mit einer Leistung von 90 bis 145 PS. Allein schon der Klang des Reihen-Sechsers ist das Geld für die oben gezeigten Fahrzeuge wert, unerreicht – er ist die Stradivari unter den Automobilen.

Mehr Infos zur Versteigerung in Gstaad gibt es hier.

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One Comment

  1. Hüendli Hüendli

    Ja, der 6C 2500… mein Onkel hatte einen Villa d’Este in den 60ern, musste sich aber stets Sprüche anhören, der sei ja ständig nur kaputt, und warum er dann noch für Ersatzteile durch halb Europa fahre. Leider, leider gab er ihn dann weg. Als vor dreieinhalb Jahren einer am Patenort feilgeboten wurde, ging ich ihn natürlich “besuchen”.
    Und solch ein Cabriolet war ein paar Jahre “Banknachbar” meines (weit profaneren) Jungblechs in der Einstellhalle. Nun warte ich eigentlich darauf, dass er auf einer solchen Auktion auftaucht. Der hier war’s aber nicht, er war weiss und hatte Chromapplikationen anstelle der Standlichter. Dass auch diese (nicht nur die VdE) mittlerweile auf eine halbe Kiste geschätzt werden, hätte ich nicht gedacht.

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