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Citroën Visa 1000 Pistes

Kleines Monster

Er hatte es ja ein bisschen schwer, der Citroën Visa. Anfang der 70er Jahre war klar, dass die Zeit des 2CV irgendwann endgültig abgelaufen sein würde (es dauerte dann aber noch ein bisschen, wie man in unserer Story nachlesen kann). Zusammen mit Fiat, wo man dringend einen Nachfolger des 127 brauchte, bastelte man fleissig an einem neuen Modell, doch dann hatte Citroën wieder einmal eine Krise, Peugeot übernahm, das Projekt und die Kooperation mit Fiat wurden beerdigt. Es kam aber doch ein neues Modell, das auf dem Peugeot 104 basierte und von 1978 bis 1988 gebaut wurde, eben: der Visa. Dazu werden wir dann auch noch ein paar Geschichten zu erzählen wissen, von Umwegen und Fehlplanungen, doch hier geht es vorerst um einen ganz besonderen Visa, den 1000 Pistes, der so etwas wie ein Gruppe-B-Monster für Anfänger war.

Ja, der kleine Citroën fuhr tatsächlich in der Gruppe B – weil Citroën jenen Kunden, die nicht das Geld für ein scharfes Mittelmotor-Gerät wie den Lancia 037 oder den Ford RS200 hatten, ein Fahrzeug anbieten wollte, das für kleines Geld doch auch Spass machte. Der brav vorne eingebaute Vierzylinder schöpfte aus seinen 1360 cm3 Hubraum ganz beachtliche 122 PS (als «Evo» dann sogar 145 PS) – und durfte seine Kraft auf alle vier Räder übertragen. Das klappte so gut, dass der «1000 Pistes», der nur gerade 850 Kilo wog, zwischen 1984 und 1988 diverse Klassensiege bei Rallye-Weltmeisterschaftsläufen schaffte. Es entstanden 200 Exemplare und später noch einmal 20 «Evo», viele davon existieren nicht mehr.

Mehr Citroën, viel mehr Citroën haben wir in unserem Archiv. Und selbstverständlich feiern wir den 100. Geburtstag der Marke mit reichlich Geschichten, eine Übersicht dazu gibt es hier.

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