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Puritalia Berlinetta

Obendrüber

Eine der spannendsten Überraschungen von Genf war sicher die Puritalia Berlinetta. Nun, noch so ein Träumer mit sanft grössenwahnsinnigen Ansprüchen, könnte man denken, wieder einmal so ein Projekt, das niemals abheben kann. Aber Puritalia hatte schon einmal zugeschlagen, vor sieben Jahren stand ein Modell mit der Bezeichnung 427 in Genf – und das wurde dann auch tatsächlich gebaut. Der Gründer und Chef von Puritalia heisst Paolo Parente – und er zeigte sich auf der #gims2019 sehr zuversichtlich, dass auch sein jüngstes Werk auf gutem Weg ist. Nicht bloss, dass er 150 Stück loswerden will – jedes einzelne soll ein Unikat werden, konfiguriert ganz nach den Wünschen des Kunden.

Und es ist grob, was Puritalia da plant. Als Antrieb dient ein Plug-in-Hybrid, der Strom wird in einer 5,2-kWh-Lithium-Ionen-Batterie gespeichert und für 20 Kilometer rein elektrisches Fahren möglich machen. Ein nur gerade 25 Kilogramm schwerer Elektro-Motor an der Hinterachse soll zusätzliche 215 PS und 370 Nm liefern und dem 5-Liter-V8 mit zwei obenliegenden Nockenwellen, variabler Ventilsteuerung und Kompressor noch etwas zusätzliche Kraft einhauchen. Wobei dieser mit seinen 750 PS und 848 Nm maximalem Drehmoment eh schon nicht wirklich schwächlich ist. Als Systemleistung werden dann 965 PS und 1248 Nm angegeben, die die nur 1410 Kilo schwere, 4,5 Meter lange, 2,15 Meter breite (mit Aussenspiegeln) und 1,28 Meter hohe Berlinetta in 2,7 Sekunden auf 100 km/h werfen und maximal 335 km/h schnell machen. Geschaltet wird über ein automatisiertes 7-Gang-Getriebe. Witzig: Auspuffendrohre finden sich nicht nur hinten, sondern auch in den Seitenschwellern.

Auch innen ist der Puritalia ganz nett – die Bedienung erfolgt hauptsächlich über einen gewaltigen Touchscreen. Als Basispreis werden 465’000 Euro angegeben, das ist nun gar nicht so wild für solch ein Gerät; gegen oben bleibt da bei der Individualisierung aber noch reichlich Raum. Und irgendwie finden wir den gar nicht so übel, weder optisch noch technisch.

Mehr zum Genfer Automobil-Salon 2019 gibt es: hier.

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