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Nash Rambler Station Wagon

Liebe auf den ersten Blick

Wir beschäftigen uns ja den ganzen Tag mit Automobilen bei «radical». Und häufig auch noch die Nächte durch. Wir sehen viel, wir kennen auch so dies und jenes, been there, done that. Es braucht so einiges, bis sich eine Augenbraue leicht hebt – es passiert öfter, dass die Mundwinkel nach unten zeigen (siehe als aktuelles Beispiel: Porsche Cayenne Coupé). Wir hatten da aber mal eine Reihe mit dem Titel «Aussergewöhnliches», da gab es so schräges Zeugs, das uns ein Lächeln ins Gesicht zauberte – und diese Reihe wollen, müssen wir jetzt neu beleben, den wir haben zum ersten Mal einen Nash Rambler Station Wagon gesehen. Und uns auf den ersten Blick verliebt.

Die Nash Rambler waren damals, Anfang der 50er Jahre, so etwas wie der erste Versuch (ja, es gab andere, Crosley zum Beispiel, aber die waren dann eher so: absurd), den amerikanischen Kunden auch kleiner Fahrzeuge schmackhaft zu machen. Der 1950 eingeführte Wagen war mit seinem Radstand von nur gerade 2,54 Metern wohl das erste US-Kompakt-Fahrzeug, hatte auch nur einen für amerikanische Verhältnisse winzigen Motor (2,8 Liter Hubraum, sechs Zylinder in Reihe, 82 PS…) – und war schon in seiner Basisversion mit den halbverkleideten Vorderrädern sehr, sehr aussergewöhnlich. Zuerst gab es ihn nur als Cabriolet mit guter Ausstattung, 1951 kam eine zweitürige Hardtop-Version dazu – und der Kombi. Und in einen solchen haben wir uns verliebt.

Grossartig, Entschuldigung, einfach nur: grossartig. So wunderbar schräg, dass man ihn einfach lieben muss, diesen Station Wagon (wir haben da ja noch ein paar andere aussergewöhnliche Teile, hier). Man muss sich die Bilder genau anschauen, wie liebevoll das alles gemacht ist. Und fünf Passagiere hatten locker Platz, es brauchte keinen Cadillac. Von 0 auf 60 Meilen brauchte er mindestens 21 Sekunden, mehr als 130 km/h liegen nicht drin, aber da sind so viele schöne Details, aussen wie innen, dass das alles gar nicht zählt. Und sie verkauften sich gar nicht schlecht, diese Rambler, 1952 konnten stolze 53’000 Exemplare abgesetzt werden – danach wurde der Rambler von Pininfarina überarbeitet, aber irgendwie: nicht besser. 1955 war dann: fertig.

Wir haben viele spannende Klassiker in unserem Archiv. Aber die Reihe «Aussergewöhnliches» lohnt sicher auch einen Blick

Molzon Concept Corsa GT38

Intermecchanica Italia

Hudson Italia Coupé

Fiat-Stanguellini 1200

Sunbeam Harrington Tiger

Kurtis Aguila

Ruxton Model C

H.R.G. Airline Coupé

Bocar XP-5

2 Kommentare

  1. Was für eine wunderschöne Drei-Farben-Lackierung. Zusammen mit den roten Steelies und Chrom Hubcaps einfach eine Augenweide.

    Hab mich auch sofort verliebt wie in den Volvo Duett.

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