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Aston Martin V8 Vantage

«bolted», «molded», «X-Pack»…

Es sind diese Spezialitäten, die die Geschichte von Aston Martin immer bestimmt haben – und die wohl auch der Grund waren, weshalb es mit dem Geldverdienen nicht so gut klappte. Einverstanden, der V8 wurde eine kleine Ewigkeit gebaut, man unterscheidet fünf Serien zwischen 1969 und 1989, der DBS V8 (erste Serie,  ab 1969, wahrscheinlich 402 Exemplare) und die Serie 2 (1972/73, 288 Stück) waren sich noch sehr ähnlich, aber ab der Serie 3 wurde es dann etwas gröber, auch mit den Verkaufszahlen (967 Stück). 1977 kam dann auch eine leistungsverbesserte Version auf den Markt, der Vantage. Mit vier fetteren Weber-Vergasern (48 IDF2/100), schärferen Nockenwellen und erhöhter Verdichtung stieg die Leistung des 5,3-Liter-V8 zuerst auf 380, kurz darauf auch noch auf 390 PS. So motorisiert (und (abgesehen von einer Ausnahme) nur mit manueller Schaltung erhältlich, weil das (vom Werk nicht angegebene) Drehmoment die sonst übliche Chrysler-Automatik überfordert hätte), schaffte der Aston den Sprint von 0 auf 60 Meilen in 5,2 Sekunden und war über 270 km/h schnell – «britain’s first supercar». Leicht zu erkennen war der Vantage am voll verkleideten Kühlergrill mit den eingelassenen Zusatzscheinwerfern, einem doch mächtigen Frontspoiler, verbreiterten Radkästen – und einem Heckspoilerchen.

Genau hier, am Heckspoiler, gibt es nun eine Unterscheidung. Die ersten 16 Vantage mit Modelljahrgang 1977 hatten dies Ding noch «bolted», also angenietet (siehe Bilder oben). Die zweite Serie, ab 1978 und wahrscheinlich in 23 Exemplaren gebaut, erhielt diese Lippe dann «molded», also integriert (siehe Bilder unten). Ob es nun 38 oder 39 Exemplare dieser ersten, zwischen Februar 1977 und September 1978 produzierten Serie des V8 Vantage gab, darüber wird heftig diskutiert. Und wie genau die 13 «Vantage» für Amerika, bei denen Vantage draufstand, aber nicht Vantage drin war, gezählt werden, das ist auch nicht ganz klar.

Im Oktober 1978 wurde dann die vierte Serie der V8 eingeführt, «october indroduction» oder halt eben: der berühmte Oscar India (von dem es 352 Exemplare gab). Davon gab es auch einen Vantage (Bilder unten), wieder nach dem gleichen Muster, voll verkleideter Frontgrill – und mehr Power, je nach Quelle waren es 390 oder dann auch 425 PS (wobei das halt auch immer schwierig ist, PS, BHP…). Die Verkaufszahlen wurden besser, zwischen Oktober 1978 und September 1986 wurden doch immerhin 181 Exemplare verkauft, also mehr als die Hälfte aller Serie IV. Dies sicher auch deshalb, weil die Vantage nun auch in den Vereinigten Staaten angeboten werden konnten. Und innen deutlich aufgebessert wurden, schönes Holz (gegen Aufpreis: Walnuss), schönes Leder, all das, was man von einem Aston Martin erwarten konnte.

Wie konnte es anders sein: Auch von der fünften Serie, eingeführt im Oktober 1986 , wurde eine Vantage-Variante angeboten. Es waren sogar zwei, eine relativ brave mit 410 PS, eine bösere mit 432 PS, die mit «X-Pack» bezeichnet wurde (Bilder unten). Diese Maschine, zuvor im Zagato-V8 verwendet und intern als 580X bezeichnet, verfügte über Cosworth-Kolben, nochmals geschärfte Nockenwellen, grössere Ein- und Auslass-Ventile und 4×2-Weber-IDF-Vergaser – und war der letzte Vergaser-Motor, den Aston Martin verbaute. Von dieser dritten Vantage-Serie wurden zwischen Oktober 1986 und Dezember 1989 noch 137 Stück verkauft (von insgesamt 405 Exemplaren).

Eine Übersicht über unsere Aston-Martin-Stories gibt es: hier. Andere spannende Fahrzeuge finden sich immer in unserem Archiv.

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