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(Intermeccanica) Murena 429 GT

Schnell – und schnell vorbei

Intermeccanica ist auf «radical» schon zwei Mal aufgetaucht, einmal beim Apollo 3500 GT und dann auch noch beim Italia. Das 1959 vom gebürtigen Ungaren Frank Reisner und seiner tschechischen Frau Paula in Turin gegründete Unternehmen, das zuerst North-East Engineering Company hiess und dann in Costruzione Automobili Intermeccanica umgetauft wurde, hatte schon eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich, als sich in den späteren 60er Jahre die beiden Amerikaner Joseph Vos und Charles Schwendler meldeten. Den beiden Herren schwebte ein Kombi vor, elegant und doch sportlich, angetrieben von einer grossen Maschine, innen wunderbar edel. Reisner und sein Team konnten liefern, sie entwarfen einen klassischen Shooting Brake, montierten einen 360 PS starken 7-Liter-Ford-V8 in den Bug – und protzten innen mit allem, was damals «state of the art» war. Das 5,21 Meter lange  und nur gerade 1,27 Meter hohe Gefährt, das nur gerade 1700 Kilo wog, wurde dann von der eigens gegründeten Murena Motors 1969 auf der New York Motor Show vorgestellt. Doch obwohl «Road & Track» 1970 ausgezeichnete Fahrleistungen messen konnte, 7,5 Sekunden für den Sprint auf 60 Meilen, 15,5 Sekunden für die Viertelmeile, hob der Murena nicht ab. Das dürfte auch am exorbitanten Preis von 14’500 Dollar gelegen haben – mehr als doppelt so viel wie ein Ford Thunderbird, aus dem der Motor und auch die 3-Gang-Automatik stammten. 35 Bestellungen sollen eingegangen sein, wohl nur 10 Stück wurden bis 1970 produziert.

Und eines davon wird am 21. März von RM Sotheby’s in Palm Beach – without reserve – versteigert; es soll sich um das erste gebaute Exemplar handeln. Mehr schräge Fahrzeuge gibt es immer auch unter: Die Aussergewöhnlichen.

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