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AC 289 Sports MkIII

Die Cobra, die keine Cobra war

Es ist doch immer wieder schön, wenn man etwas dazu lernen kann. Auf den ersten Blick sieht diese «Cobra» aus wie eine Cobra. Ok, hinten ist sie etwas speziell, keine 427, aber irgendwie auch nicht 289. Eine der viele Um- oder Nachbauten? Nein, absolut original, aber doch keine Cobra, sondern ganz einfach ein AC.

Das kam so: Als Carroll Shelby 1965 beschloss, sich auf die 427er Cobra zu konzentrieren, da war man bei AC in Thames Ditton nicht wirklich glücklich über diese Entscheidung. Klar, sie verdienten sehr gutes Geld mit der Cobra, sie machten ja auch die ganze Arbeit für Shelby, doch sie hatten auch das Gefühl, dass der 7-Liter für Europa einfach zu grob war. Ausserdem waren in England damals die Benzinpreise gerade im Steigflug, die Regierung hatte zudem die Steuern auf Fahrzeuge mit viel Hubraum erhöht. Ein AC mit dem kleineren 289er-Ford-Motor, so war man überzeugt, liesse sich auf dem alten Kontinent besser verkaufen.

Gedacht, getan. Man nahm das überarbeitete Chassis des 427er (mit den Schraubenfedern), machte den Aufbau an den Hüften etwas schmaler, baute den 4,7-Liter-V8 ein. Die rechtsgelenkten Fahrzeuge erhielten das Präfix «COB», die linksgelenkten «COX». Ein wilder Erfolg wurde es nicht: Nur gerade 27 (oder vielleicht auch nur 24) der AC 289 Sports MkIII konnten verkauft werden, bis 1967 die Produktion der «Cobra» auslief.

Bei diesem Exemplar hier handelt es sich um #COX6122, der dann erst 1968 an einen Richard W. Kloos ausgeliefert wurde; Mister Kloos war erstaunlicherweise in Blue Island, Illinois, also in den USA beheimatet. 1990 kam das Fahrzeug wieder nach Europa zurück, kürzlich wurde es von Girardo & Co. an einen neuen Besitzer verkauft.

Wir werden uns in Zukunft vertieft mit den Fahrzeugen von AC Cars beschäftigen. Denn da ist ja noch viel mehr Grossartiges als nur die «Cobra». Mehr interessante Fahrzeuge finden sich zudem in unserem Archiv.

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