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Ferrari 250 GT Coupé

Erfolgsmodell

Die Frage, ob nun Coupé oder Cabriolet begehrenswerter ist, lässt sich kaum endgültig beantworten: wer lieber ein bisschen cruist, wird immer die offene Version bevorzugen. Doch wer gern ein bisschen flotter unterwegs ist, nicht nur von der Eisdiele zum nächsten Kaffeehaus rollt, der tendiert eher zur geschlossenen Variante. Wenn es dann auch noch so ist, dass das Coupé deutlich günstiger ist, dann stellt sich für den Liebhaber und Kenner die Frage eigentlich nicht mehr.

Das Ferrari 250 GT Coupé gehört zu den am meisten unterschätzten Sportwagen aus Maranello. Auch die Preise sind eigentlich – sieht man von einem gewissen Ferrari-Zuschlag ab, den es einfach immer zu entrichten gibt – noch ziemlich vernünftig. Für etwa eine halbe Million Euro ist man dabei – das ist erstaunlich wenig Geld für eines der wichtigsten Modelle der Ferrari-Geschichte, erschaffen von einem grossartigen Designer, angetrieben von einem wunderbaren Motor. Man muss diese «Zurückhaltung» nicht verstehen, sondern, bei entsprechendem Spaziergeld, dringend ausnützen: es kann nicht mehr lange dauern, bis auch die 250 GT Coupé durch die Decke gehen werden.

Also: es lief gut bei Ferrari Mitte der 50er Jahre. Mit den Boano/Ellena-Modellen hatte Maranello anständige kommerzielle Erfolge erreichen können, das 250 GT Cabriolet der ersten Serie brachte ebenfalls Geld in die Kasse. Doch der «Commendatore» hatte Blut geleckt, er wusste mit Pininfarina – wo endlich auch die entsprechenden Produktionskapazitäten zur Verfügung standen – auch den richtigen Partner an Bord, und gemeinsam sprach man länglich über ein Fahrzeug, das für Ferrari (und Pininfarina) quasi den Einstieg in die Grossserien-Produktion darstellen sollte. Gleich ein paar Hundert Exemplare sollten innert weniger Jahre entstehen – das bedeutete für beide Unternehmen eine Vervielfachung der bisherigen Kapazitäten.

Die Basis war längst geschaffen: Da war die bekannte Plattform mit dem 2,6 Metern Radstand, die sich sowohl auf der Strasse wie auch auf der Rennstrecke (trotz Strarrachse) schon bestens bewährt hatte. Und dann war da noch der 3-Liter-V12, der berühmte Colombo-Motor, eine der besten Maschinen überhaupt, 240 PS, sehr zuverlässig (zumindest für die damalige Zeit). Nun lag es noch an Pininfarina, das passende Kleid zu schaffen für ein Fahrzeug, das eine potente Kundschaft begeistern konnte, die keinen Rennwagen wollte, sondern einen wahren Gran Turismo. Heute mag die Form des 250 GT Coupé nicht mehr besonders aufregend erscheinen, etwa im Vergleich zu einem California Spider. Doch 1958, als Ferrari das Coupé erstmals auf dem Pariser Auto-Salon zeigte (war es der Prototyp, #0797GT?), waren die Reaktion sowohl von Presse wie auch Publikum ekstatisch.

Ja, das war der wahre Traum eines Automobil – schön, schnell, südhaft teuer. Auch die Optik wurde damals als herausragend, grossartig angesehen – und ja, das Coupé ist in seiner Schlichtheit eines der Meisterwerke von Pininfarina. Das Problem (aus heutiger Sicht) ist: die Italiener befanden sich damals auf einem Höhenflug, sie kopierten sich fleissig selber – und verkauften ihre Entwürfe an alle, die bezahlen wollten. Es war halt auch kein klassisches Coupé, das Pininfarina da entworfen hatte, sondern eine – zumindest für italienische Sportwagen – neue Form, ein 2+2-Sitzer mit Kofferraum. Die Dachlinie fiel nicht schön langsam nach hinten ab, wie man es sich bislang gewohnt war, sondern riss ab – die Engländer bezeichnen diese Form als «notch back». Die hinteren Sitze waren denn auch nicht tauglich für den Personentransport, dafür wurden sie gern schön mit Leder ausgekleidet, damit die edlen Gepäckstücke der Besitzer und ihrer Beifahrerinnen keinen Schaden nahmen. Den eigentlich recht geräumigen Kofferraum nutzte man nur selten, dort lag das Ersatzrad und das Werkzeug, und überhaupt, die Hände machte man sich ja ungern schmutzig.

350 oder 351 oder 352 oder vielleicht sogar 353 Exemplare wurden zwischen 1958 und 1960 gebaut, inklusive einiger erstaunlich weniger «Speciale» (der berühmteste wahrscheinlich: #0853GT für Prinz Bertil von Schweden). Die frühen Fahrzeuge hatten den Motor mit der Bezeichnung 128C, doch es kam schon bald 128D, der zwei Zündverteiler aufwies (der Zwölffach-Verteiler war manchmal von seiner Aufgabe etwas überlastet). Ab 1960 wurde dann 128F angeboten, mit aussenliegenden Zündkerzen, und ausserdem in Verbindung mit dem Laycock-de-Normanville-4-Gang-Getriebe mit zuschaltbarem Overdrive, der das Drehzahlniveau im vierten Gang entscheidend senkte und viel dazu beitrug, dass der 250 GT zum komfortablen Reisewagen taugte (einmal abgesehen davon, dass der V12 halt kein besonders ruhiger Zeitgenosse war). Und endlich erhielt der 250 GT auch hydraulische Teleskopdämpfer – und Scheibenbremsen! Das letzte gebaute Coupé war #2081GT, das im September 1960 ausgeliefert wurde.

Oh, ja – er lässt sich, so ausgestattet, bestens fahren. Selbstverständlich sind es weniger Pferdestärken und Durchzugskraft des Colombo-Motors, die uns heute begeistern können – aber das Klangbild ist Musik, eine Oper, ein Wunderwerk aus Mechanik und Luft und Röhren und Kreischen, das uns auch heute noch die Gänsehaut über die Ohrmuscheln zieht. Konkurrenz hatte der Ferrari damals eigentlich keine, die Gegner schafften es knapp, sechs Zylinder miteinander in Einklang zu bringen. Eine Corvette schaffte zwar ähnliche Fahrleistungen, aber war halt – eine Corvette. Dass Ferrari das Coupé als Gegner zum E-Type von Jaguar sah, ist blödes Geschwätz: der Jag kam erst auf den Markt, als es das klassische 250er-Coupé schon gar nicht mehr zu kaufen gab.

Selbstverständlich braucht es auch hier eine Sammlung, oder?

Chassisnummer: 0953GT

Motorenummer: 0953GT

Produktionsdatum: Juni 1958

Original-Farbe: Nero

Interieur: Rosso

Auktionen: RM Sotheby’s, Paris 2015, verkauft für 580’000 Euro.

Besonderes: die Bilder im Text oben stammen von diesem Fahrzeug. Das über eine Motorhaube aus Fiberglas verfügt.

Chassisnummer: 1007GT

Motorenummer: 1007GT

Produktionsdatum: Oktober 1958

Original-Farbe: Grigio Conchiglia (MM 16249)

Interieur: Pelle Blu

Auktionen: RM Sotheby’s, Driving into Summer 2020, Schätzpreis 575’000 bis 675’000 Dollar*.

Besonderes:

Chassisnummer: 1201GT

Motorenummer: 1201GT

Produktionsdatum: 1958

Original-Farbe: Rosso Bordeaux

Interieur: –

ausgeliefert: Chinetti

erster Besitzer: M. Weinmann, New York

weitere Besitzer: Magdalena T. Toleston (USA); Aldo Macioce (1987, Boston); Giuseppe Prevosti (1990, Varese)

Auktionen: RM Sotheby’s, London 2007, verkauft für 154’000 Pfund; Artcurial, Monte Carlo 2020, Schätzpreis 450’000 bis 550’000 Euro.

Chassis-Nummer: 1239 GT

2023 angeboten auf Collecting Cars, nicht verkauft.

Chassisnummer: 1245GT

Motorenummer: 1245GT

Karosserie-Nummer: 22117

Produktionsdatum: Anfang 1959

Original-Farbe: Blu Genziana (MM16229)

Interieur: Nero (8500)

Auktionen: RM Sotheby’s, Monterey 2018, Schätzpreis 575’000 bis 700’000 Dollar.

Besonderes: In Blu Genziana wurde nur gerade drei Exemplare lackiert. Die aktuell grüne Lackierung ist also nicht original.

Chassisnummer: 1247GT

Motorenummer: 1247GT

Chassisnummer: 1383GT

Motorenummer: 1383GT

Produktionsdatum: Juli 1959

Original-Farbe: Grigio Argento, Dach Grigio Fumo

Interieur: rotes Leder, rote Teppiche

Auktionen: RM Sotheby’s, München 2022, verkauft für 421’250 Euro.

Besonderes: Erster Besitzer dieses Fahrzeug war der Schweizer Rennfahrer Willy Daetwyler, immerhin erster Berg-Europameister nach dem 2. Weltkrieg. Er soll den Ferrari direkt im Werk abgeholt haben – und später mitgenommen haben nach Kalifornien, wo er zwischenzeitlich wohnte. Daetwyler war ein buchstäblich grosser Fahrer – 1,92 Meter lang. Das verhinderte wohl auch eine grössere Karriere, denn talentiert war er auf jeden Fall.

Chassis-Nummer: 1391GT
Motoren-Nummer: 1391 GT (selbstverständlich)

Auktion: RM Sotheby’s, Monterey 2023, Schätzpreis 575’000 bis 650’000 Dollar, angeboten mit folgendem Text: «Chassis number 1391 GT, the 168th example constructed, was completed in the summer of 1959. Destined for the United States, it originally wore a Bianco finish over Blu similpelle (leatherette) and Connolly leather upholstery. After arriving in America, 1391 was sold to its first owner, legendary racing driver and Ferrari dealer, John von Neumann of Los Angeles. Well-known for his extensive stable, von Neumann would own the car for mere months before selling to an unknown buyer that same year. For the next two decades, 1391 GT passed through a series of owners before being acquired by Chicago-area resident Charles Klingler in 1975. Klingler periodically used it as a daily driver before taking the car apart with the intention of conducting a full restoration. Unfortunately, the restoration never came to fruition, and 1391 GT was acquired in a disassembled state by the consignor in 2012.
The consignor then commissioned Skip McCabe of McCabe Automotive Restoration in Mundelein, Illinois to perform a full, concours-level restoration. Well-known in automotive circles for their work tending to the most hallowed Ferraris, including Ingrid Bergman’s one-off 375 MM coupe, McCabe and his team began by spending nearly 500 hours stripping the body to bare metal and completing various metallurgical repairs to ensure an absolutely straight product before beginning the painting and reassembly process. John Hajduk of Motor Kraft in Noblesville, Indiana fully disassembled and rebuilt the engine using parts purchased directly from marque experts GTO Engineering of Berkshire, United Kingdom. The lauded period Ferrari color of Blu Genziana (MM 16229) was chosen to accentuate both Pinin Farina’s design and McCabe’s craftsmanship, while correct tan leather hides were sourced from HVL Class Leather in the Netherlands. After the restoration’s completion in 2019, the master mechanics at Continental Auto Sports of Hinsdale, Illinois used Ferrari Cavallino judging sheets to make minor adjustments and bring the car in line with Ferrari Club of America platinum-level standards. Scores of accompanying invoices detail thousands of hours in labor and over $330,000 spent bringing 1391 GT to the exquisite condition it is presented in today. It is important to note that this car is equipped with a Lucas ignition system, rather than the typical Magneti Marelli unit; it is believed only a handful of 250 GT Coupes were equipped with this system, which has been known for its superior functionality on Columbo engines.»

Chassisnummer: 1427GT

Motorenummer: 1427GT

Produktionsdatum: August 1958

Original-Farbe: Grigio Scuro (MM13420)

Interieur: Naturale

Auktionen: RM Sotheby’s, Monterey 2013, verkauft für 390’500 Dollar*.

Besonderes: Ein Fahrzeug, das einmal einem Schweden gehörte (wer hätte das gedacht…), der damit gerne auf gefrorenen Seen herumräuberte. Wir können uns vorstellen, dass der Mann richtig viel Spass hatte dabei – und genau darum geht es doch ein einem solchen Fahrzeug. Juli 2020: das Fahrzeug wurde komplett restauriert, kommt bei «Open Roads, The European Summer Auction» (online only, 14. bis 21. Juli) unter den Hammer bei RM Sotheby’s:

Chassisnummer: 1433GT

Motorenummer: 1433GT

Getriebenummer: 219 DR

Differential-Nummer: 455 D

Karosserie-Nummer: 182

Produktionsdatum: 24.7.1959

Original-Farbe: Grigio Azzurro (MM13471)

Interieur: Rosso (VM3171)

erster Besitzer: Agostino Mereghetti (Mailand)

Auktionen: RM Sotheby’s, Monterey 2017, verkauft für 610’000 Dollar.

Besonderes: Lufteinlass vom 410 Superamerica.Gehörte auch einmal Christian Geistdörfer, dem legendären Beifahrer von Walter Röhrl, der damit ganz schön flott unterwegs gewesen sein soll.

Chassisnummer: 1463GT

Motorenummer: 1463GT

Produktionsdatum: Mai 1959

Original-Farbe: Grigio Argento (MM16003)

Interieur: Blu (3087)

Auktionen: RM Sotheby’s, Amelia Island 2010, verkauft für 165’000 Dollar; RM Sotheby’s, Monterey 2011, verkauft für 203’500 Dollar; Bonham’s, Paris 2012, Schätzpreis 225’000 bis 280’000 Euro, nicht verkauft.

Chassis-Nummer: 1491GT

Motoren-Nummer: 1491GT

ausgeliefert: Chinetti, 11/1959

Original-Farbe: Nocciola (MM 16259)

Original-Interieur: Naturale (VM 3218)

Auktion: RM Sotheby’s, Gene Ponder Collection 2022, Schätzpreis 475’000 bis 550’000 Dollar

Chassisnummer: 1533GT

Motorenummer: 1533GT

Karosserie-Nummer: ?

Produktionsdatum: ?

Original-Farbe: ?

Interieur: ?

Auktionen: RM Sotheby’s, Villa Erba 2019, Schätzpreis 420’000 bis 540’000 Euro*.

Besonderes: Erster Besitzer war Giacomo Cuoghi aus Modena, der 1533 GT im Jahr 1967 an Andreoli Vittoria verkaufte. Der Wagen gelangte in den Besitz von Tom Meade, der anscheinend einen neuen Motor einbaute, bevor er das Coupé an den Amerikaner Rip Martin weiterverkaufte. Seit etwa 2006 ist der Wagen in englischem Besitz und wurde auch komplett restauriert.

Chassis-Nummer: 1617GT

Motoren-Nummer: 1617GT

Getriebe-Nummer: –

Karosserie-Nummer: –

Produktionsdatum: –

Original-Farbe: Grigio Argento (16003)

Interieur: Pelle Rossa (3171)

Erster Besitzer: –

Weitere Besitzer: Mr. Benson; Jerry Wenger, Owatonna.

Auktionen: RM Sotheby’s, Villa Erba 2017, verkauft für 604’800 Euro.

Chassis-Nummer: 1717 GT

Auktion: Bonhams, Monaco 2024, Schätzpreis 2’500’000 bis 3’000’000 Euro. Die Geschichte gibt es unten in den Kommentaren.

Chassisnummer: 1743GT

Motorenummer: 1743GT

Produktionsdatum: 04.03.1960

Original-Farbe: Grigio Argento

Interieur: rosso

ausgeliefert: Eleanor von Neumann (Los Angeles)

erster Besitzer: Willy Daetwyler

weitere Besitzer: Terrence Kincella (1971, USA); Gordon Frank Hall (1972, USA); Paul Forbes (1988, USA); Mark Baaba (1994, USA, bezahlte 65’000 Dollar); Paul Vasquez (1995, USA); Cici Muldoon (siehe Story in classicdriver.com)

Auktionen: Gooding & Co., Pebble Beach 2016, verkauft für 924’000 Dollar

Chassis-Nummer: 1745GT

Motoren-Nummer: 1745GT

Getriebe-Nummer: –

Karosserie-Nummer: –

Produktionsdatum: März 1960

Original-Farbe: Blu Lancia (12069)

Interieur: –

Erster Besitzer: ausgeliefert an S.Q.V.I.B, Mailand; Franco Palma, Rom.

Weitere Besitzer: Steve Wooley; Laird Jackson, Philadelphia (1969).

Auktionen: RM Sotheby’s, Amelia Island 2018, verkauft für 720’000 Dollar (nach einer Restauration, die 958’000 Dollar gekostet hatte)*.

Chassis-Nummer: 1749GT

Motoren-Nummer: (-)

Getriebe-Nummer: –

Karosserie-Nummer: –

Produktionsdatum: 04.03.1960

Original-Farbe: Nero Tropicale IVI

Interieur: Beige

Erster Besitzer: ausgeliefert an M. Gastone Crepaldi, Mailand; Italo Bottazzi.

Weitere Besitzer: Glenn Zacharias, USA; Cazzola, Paris; Provenzi.

Auktionen: RM Sotheby’s, Paris 2016, verkauft für 459’200 Euro. Es handelt sich hierbei um das oben im Artikel abgebildete Fahrzeug.

Chassis-Nummer: 1772 GT
Motoren-Nummer: 1772 GT (selbstverständlich)

Auktion: RM Sotheby’s, Monterey 2023, Schätzpreis 200’000 bis 300’000 Dollar, angeboten mit folgendem Text: «This car, chassis number 1775 GT, is the 299th of 353 such examples built. According to the report on file from Ferrari historian Marcel Massini, its chassis and running gear was completed and sent to Pinin Farina’s Torino facility on 30 January 1960. The carrozzeria completed its work on 22 March 1960; it was originally finished in the attractive combination of Grigio Conchiglia (shell gray) over an interior of Rosso Connolly leather. Sold new to a Mrs. Maria Clara Locuoco of Trieste, Italy in May 1960, this car was exported to the Netherlands in 1964. It would remain in that country until 1980; during this period, its exterior was repainted in its present red, though it apparently retained its Rosso interior. In 1980 it was sold to a new owner in Toronto, Canada, who would eventually list it for sale in 1986. In June 1987, the 250 GT Coupe joined the stable of Walter Medlin, where it has remained—closely held and largely out of public view—ever since. One notable and unplanned appearance occurred in 2004, when Hurricane Charley destroyed the Kissimmee, Florida barn used to store part of Medlin’s collection. This 250 GT Coupe was prominently featured in an infamous photo of the event, which was widely circulated by both enthusiast media and the general press. While it will require a complete cosmetic and mechanical restoration, 1775 GT retains many important original features, including a full suite of Veglia gauges with metric speedometer/odometer fronted by a wood-rimmed steering wheel and, crucially, its numbers-matching “outside-plug” V-12 topped by triple Weber carburetors.»

Chassis-Nummer: 1823GT

Motoren-Nummer: ?

Getriebe-Nummer: ?

Karosserie-Nummer: ?

Produktionsdatum: 22.04.1960

Original-Farbe: Marrone Testa di Moro

Interieur: Naturale

Erster Besitzer: ausgeliefert an Garage Francorchamps (Jacques Swaters); als erster Besitzer war Carlo Scaglietti eingetragen, doch der Wagen war bestellt worden von Prinz Charles von Belgien.

Weitere Besitzer: Peter Aston (1981); Françoise Courtois (2000)

Auktionen: Bonhams, The Zoute Sale, Oktober 2019, Schätzpreis 550’000 bis 750’000 Euro, nicht verkauft.

Chassisnummer: 1831GT

Motorenummer: 1831GT

Produktionsdatum: Februar 1960

Original-Farbe: Blu Sera

Interieur: Pelle Naturale

Auktionen: RM Sotheby’s, Paris 2019, verkauft für 635’000 Euro.

Besonderes: Erster Besitzer war Filippo Palma. Der Wagen kam 1971 in die USA, gehörte auch einmal einem Zahnarzt, wurde rot lackiert und mit einem schwarzen Interieur versehen, um dann 2013 in England restauriert zu werden. Der Zylinderkopf ist im Laufe seiner Karriere ersetzt worden. Für einmal gibt es auch zeitgenössische Bilder:

Chassisnummer: 1851GT

Motorenummer: 1851GT

Produktionsdatum: Mai 1960

erster Besitzer: Gabriella Chiora (Turin)

Original-Farbe: Grigio Milano (heute: Argento Nürburgring (101 C/36520))

Interieur: blue/beige (heute: Rosso Connolly)

Auktionen: RM Sotheby’s, Monterey 2022, noch kein Schätzpreis.

Chassis-Nummer: 1909GT

Motoren-Nummer: ? (heute: 2741 aus einem 250 GTE)

Getriebe-Nummer: ?

Karosserie-Nummer: ?

Produktionsdatum: ?

Original-Farbe: Grigio Conchiglia (MM 16249)

Interieur: Nero (VM 8500)

Erster Besitzer: William Fisk Harrah (Reno, 23.08.1960)

Weitere Besitzer: Hober; William F. Cladwell; Peter Forbes (1996); Bob Mosier (1998)

Auktionen: Bring-a-Trailer (Januar 2021)

Chassis-Nummer: 1935GT

Motoren-Nummer: 1935GT (zwischenzeitlich: 1805GT)

Getriebe-Nummer: 134 F

Karosserie-Nummer: –

Produktionsdatum: Juni 1960

Original-Farbe: –

Interieur: –

Erster Besitzer: Julio Battista Falla, Puerto Rico

Weitere Besitzer: Barry Wood, Glasgow.

Auktionen: RM Sotheby’s, Maranello 2017, verkauft für 575’000 Euro*.

Chassis-Nummer: 1957 GT

Motorennummer: 1957 GT (selbstverständlich)

Auktion: RM Sotheby’s. London 2023, Schätzpreis 375’000 bis 425’000 Pfund.

Chassis-Nummer: 2003GT
Motoren-Nummer: 2003GT (klar)

Auktion: RM Sotheby’s, Private Sales (August 2023), Preis auf Anfrage, angeboten mit folgendem Text: «Chassis number 2003 GT is among the final 250 GT Coupés produced, completed in September of 1960. Finished in Grigio Conchiglia (MM 16249) over a vinyl and leather interior in Nero (VM 8500), it was built for the Italian market and delivered new to Nicolo Denora of ATS Automobili in Milan and registered MI 506597. Incredibly, the car was pictured alongside Enzo Ferrari at Monza in 1961. Il Commendatore is seen leaning on the driver’s side of chassis 2003 GT, which is clearly identifiable by its registration number.» 2023 dann über Collecting Cars für 330’00 Euro verkauft (Bilder unten).

* bedeutet: wir haben mehr Bilder. Und dann ist da noch unser Archiv, wo es andere schöne Ferrari und überhaupt feine Wagen zu bewundern gibt: hier.

1 kommentar

  1. Ferrari 250 GT ‚1717‘ entered Pinin Farina’s Turin factory on 22nd December 1959 and was completed with coupé coachwork on 22nd February 1960. The original colour scheme was Grigio Scuro (Dark Grey) with blue Connolly leather/vinyl interior. In April 1960 the car was delivered to the official Ferrari dealer Garage de Montchoisy in Geneva, Switzerland. Later that same year the Ferrari was sold to its first owner, a resident of Lausanne, Switzerland, and registered as ‚VD 40283‘. In November 1964, ‚1717‘ was serviced at the Ferrari factory’s Assistenza Clienti facility in Modena, the odometer reading being 54,489 kilometres.
    In 1965, the Ferrari was crashed in Switzerland and sent back to Modena, Italy where the chassis was repaired and shortened by William Vaccari. The rebuilt car was then completely re-bodied by Drogo’s Carrozzeria Sports Cars with particularly elegant and aerodynamic coupé coachwork, and was finished in October 1966. The Ferrari was next owned by Gerard Delgado, a Frenchman living in Barcelona and Mallorca, Spain, and was crashed in France at some time during the 1970s. Having been partially restored, ‚1717 GT‘ was despatched in the 1980s to Franco Sbarro’s garage in Yverdon, Switzerland where additional repairs were carried out and the car painted red. Additional vents aft of the front wheelarches were added, and the front grille modified. Later in the 1980s the Ferrari was sold back to Switzerland, in Lausanne, passing into the custodianship of Pierre De Siebenthal, where it was registered as ‚VD 16543‘. In 1988 Pierre de Siebenthal sold ‚1717‘ to José Segimon of Madrid, Spain. ‚1717‘ next changed hands in July 2000 when it was sold at a UK auction to David Morrison; the Ferrari was registered on UK plates as ‚FAS 881‘. Later that year the car was repainted in silver-grey metallic with a contrasting blue longitudinal stripe. In 2003, the Ferrari was sold to Rudolfo Junco de la Vega of Monterrey, Nuevo Leon, Mexico, for whom it was stored by Steven Tillack at his premises in Redondo Beach, California. Subsequently the Ferrari was sold to the current owner in Belgium.
    The engine was overhauled by Corrado Patella, while rebuilding the rest of the mechanicals was entrusted to renowned Ferrari specialist Piet Roelofs in Holland. The car was painted in silver-grey metallic with blue accents; importantly, the front grille was returned to the original Drogo specifications. The layout of the dashboard instruments, however, had been changed since Drogo’s time, as had the interior upholstery. The car was recently resprayed in the original Ferrari silver colour (ref. 101) and no longer has the non-original vents by the rear wheelarches. The engine currently fitted has been prepared by Piet Roelofs and has six carburettors, dry-sump lubrication, and a five-speed gearbox, so is to approximately 250 GTO specification. The bodywork now is as original, as is the interior, which features black leather seats with dark grey velour centres, original instruments, and a wood-rim steering wheel».

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