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AC Cobra Mk II – CSX2496

Alle Farben

Viele der AC Cobra haben eine schöne Geschichte. Doch dieses Fahrzeug, CSX2496, also spät in der zweiten Serie, hatte dazu auch noch: alle Farben. Die Cobra wurde am 3. Juli 1964 bei AC Cars fertiggestellt, ging eine Woche später an Bord der SS Loch Avon, kam am 7. August im Hafen von Los Angeles an, zu Shelby American gebracht, dort dann noch mit dem 289er-Ford-Motor versehen. Und einigen Extras, Seiten-Rückspiegel, Radio, verchromter Gepäckbrücke versehen, dann Norwood Auto Sales in Norwood, Ohio, für 5195 Dollar in Rechnung gestellt. Erstaunlicherweise wurden keine Überführungsgebühren in Rechnung gestellt – und das hatte einen guten Grund. Denn der erste Besitzer, James A. Fraser, holte das Auto persönlich bei Shelby in LA ab – und fuhr die Cobra nach Philadelphia, wo er damals im ersten Jahr an der Universität studierte. Probleme hatte er auf dieser Fahrt keine, abgesehen von der Hupe, die sich einmal mitten in der Nacht selbständig machte und alle weckte, die im gleichen Hotel wie Fraser übernachteten.

Bis 1968 fuhr Fraser die Cobra jeden Tag, bei jedem Wetter. 1966 liess er sie Silber lackieren, 1970 dann in Rot mit schwarzer Nase, 1972 schliesslich in patriotischem Rot, Weiss und Blau, ein paar Airbrush-Sterne auf der Haube mussten auch noch sein. 1973 kaufte Fraser in Florida einen Porsche 911 S Targa, gab die Cobra dafür in Zahlung. Bei diesem Porsche-Händler fand Dr. Robert Slayden das Fahrzeug im Hinterhof stehend, kaufte es, liess es restaurieren, ganz im Rot lackieren. Er hatte CSX2496 bis 2010 in seinem Besitz, dann kam die Cobra zu Canepa, wo sie wieder schwarz angemalt und 2011 an den aktuellen Besitzer verkauft wurde. Der in den vergangenen 14 Jahren aber nur gerade 192 Meilen damit fuhr.

CSX2496 mag eine sehr farbige Geschichte haben, doch ist abgesehen von den Lackierungen noch sehr original, verfügt also noch über den originalen Motor. RM Sotheby’s wird diese Cobra in Monterey 2025 versteigern, erwartet werden 1 bis 1,3 Millionen Dollar. Mehr von diesen Mk-II haben wir: hier, ausserdem ist da ja immer noch das Archiv.

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