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Fiat Dino Berlinetta Speciale

Doppeltes Lottchen

Man schrieb das Jahr 1967, Ferrari hatte einen neuen 2-Liter-V6 konstruiert, der in der Formel 2 eingesetzt werden sollte, doch dafür brauchte es 500 Exemplare für die Homologation (und natürlich die entsprechenden Automobile). So kam dieser Motor zu Fiat – und man weiss, was dort geschah, Fiat Dino Spider und Coupé, 1968 erhielt dann auch der fantastische Dino 206 GT diese Maschine. Doch man hatte auch noch andere Pläne, bei Pininfarina zeichnete Paolo Martin einen wunderbaren Shooting Break, bekannt geworden als Dino Parigi, weil er im Herbst 1967 auf dem Salon von Paris ausgestellt wurde. Offiziell war das eine Aerodynamik-Studie, man erkennt das klassische Kamm-Heck (siehe auch Alfa Romeo TZ), eine Serien-Produktion war nicht geplant – was schade ist, der Pariser Dino ist grossartig.

Man hat es ja auch nicht einfach als Prototyp. Denn für den Genfer Salon im Frühling 1968 wurde der Pariser Entwurf massiv umgebaut, das Heck mehr zum Coupé umgestaltet – das war zwar deutlich näher an einer möglichen Serien-Produktion und im feinen Rosso Dino gehalten, doch auch viel langweiliger. Dann sperrte Pininfarina den Wagen für die nächsten 23 Jahre mal weg, verkaufte ihn erst 1991 an einen Sammler. 2022 kam diese Fiat Dino Berlinetta Speciale dann in die USA, wurde wieder fahrbar gemacht, vom Besitzer mit Stolz fleissig ausgestellt. Jetzt will er den «Ginevra» wieder loswerden, Gooding Christie’s versteigert den Dino auf Amelia Island 2026, erwartet werden 575’000 bis 775’000 Dollar.

Mehr spannende Fahrzeuge haben wir im Archiv.

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