Zurück zum Content

pure, der Newsletter 13/2026

Ein Überblick

Auf zwei Beinen steht es sich einfach besser. Und deshalb gibt es neben radical nun auch noch pure, das Magazin für zeitgemässe Esskultur. Sowohl online wie auch als Print, eben, die zwei Beine. Die erste Ausgabe erschien zusammen mit radical#6, das will ich auch zukünftig so halten (das Abo gilt für beide Zeitungen, es gibt also einen deutlichen Mehrwert). Ja, ich sehe ganz dunkle Wolken auf die Auto-Industrie zukommen – und weil radical da ganz am Ende der Nahrungskette steht, sich teilweise über Kooperationen mit Herstellern/Importeuren/Händlern finanziert, ist pure nun ein logischer Schritt. Erstens, weil ich eh seit 40 Jahren über Essen und Trinken schreibe, mir das viel Freud’ macht (sicher mehr als jede Zeile zu einem Toyota RAV4), und zweitens: Gefressen und gesoffen wird immer, auch in schlechten Zeiten. Und vielleicht passt ja das Konzept von pure, zeitgemässe Esskultur, die Besinnung auf die einfachen Genüsse, Brot, Salami, Käse, ein anständiger Schnaps, eine progressive Stimme für die «cocina povera», für viel mehr Nachhaltigkeit, ganz gut in diese schwierigen Zeiten.

Es läuft so: pure steht oben in der Menuliste von radical. Auf der Hauptseite erscheint das Thema nur alle zwei Wochen, in Form eines Newsletters, in dem alle Stories gesammelt und angeteasert werden. Vielleicht gibt es irgendwann eine eigene Seite, am Auftritt für Facebook und Instagram arbeiten wir noch. Doch es gibt jetzt schon reichlich gute Geschichten, schöne Lesestücke – und auch wenn ich das Tempo beim Essen und Trinken sicher nicht so hoch halten kann wie auf radical, so wird das auf jeden Fall gute Unterhaltung.

Und hier kommt dann halt die Bitte: Leiten Sie doch diesen Newsletter weiter an jene Ihrer Bekannten, die sich für Essen und Trinken interessieren. Ja, ich verspreche, ich halte die beiden Bereiche schön getrennt, nur wer sich für den pure-Newsletter anmeldet, erhält ihn auch. Kurze Notiz an office@pruductions.ch reicht.

Nun also kommen wir auch noch zum Inhalt. Was alles in der ersten Ausgabe von pure war, das sehen Sie schön zusammengefasst hier, da können Sie sich auch ein Bild machen. Die Übergrösse ist gleich wie bei radical, das Layout ganz bewusst etwas ruhiger, die Tonalität: wie gewohnt.

Etwas detaillierter nun: Es ist mir eine ganz grosse Ehre, dass mit Jürgen Dollase der wohl wichtigste, sicher wortgewaltigste, spannendste Food-Philosoph deutscher Sprache bei pure mit von der Partie ist. Dollase denkt so herrlich ums Eck, er hat so viel Kenntnis, er ist witzig und (manchmal) ausgesprochen charmant. Erwarten Sie keine leichte Kost, ganz im Gegenteil.

Den Teller lesen, oder: über kulinarische Legasthenie, sozusagen…

Es ist mir ausserdem eine ganz grosse Ehre, dass mit Claudio Del Principe auch der wohl bekannteste Schweizer Food-Journalist und -Buchautor seinen Teil zu pure beitragen wird. Ich kenne Claudio seit ewig, er kocht wie ein junger Gott, schreibt genau so, seine Bücher sind alle grossartig – und er hat wie Jürgen Dollase bei pure «carte blanche». Und Del Principe kommt wie immer auf den Punkt:

Radikale Reduktion

Die Titelgeschichte der ersten Ausgabe entstand in enger Zusammenarbeit mit Pascal Schmutz. Ich habe keine Ahnung, wie Schmutz das alles unter einen Hut bringt, er ist Koch, Unternehmer, Berater, Tausendsassa – und in erster Linie ein ganz wunderbarer Mensch, eine ganz grossartige Inspiration. In der Geschichte geht es um ganz viel Nachhaltigkeit – und darüber, dass wir unbedingt darüber nachdenken sollten, was und wie wir essen.

Das Grüne vom Lauch

Damit das klar ist: pure predigt nicht den Verzicht, wir sind hier nicht vegan oder sonstige Körnchen-Picker. Zusammen mit Pascal Schmutz besuchte ich Seeland Wagyu, grossartiges Fleisch – und wir haben dann auch direkt vor Ort noch ein schönes Stück gegrillt. Aber: Es ist halt ganz entscheidend, wie die Tiere gehalten und aufgezogen werden, wie sie leben dürfen. Und was dann mit ihrem Fleisch, also dem ganzen Tier, passiert. Gegen massvollen Fleisch-Genuss (bei ganz viel Respekt vor dem Tier) ist nichts einzuwenden.

Wagyu (mit ein paar dringend notwendigen Erklärungen)

pure entsteht (wie radical) im hintersten Jura. Bei mir im Dörfchen gibt es nicht viel, aber immerhin eine wunderbare Fromagerie (Käserei). Die soll auch ein wunderbares Fondue machen, doch da kann ich nicht mitreden, ich mag kein Fondue. Was ich aber mag, sehr sogar, das sind die kleinen Käslein, Tomme, die diese Fromagerie mir fast täglich verkauft. Manchmal liegt das Gute so nahe.

So ein Käse – Tomme aus Bourrignon

Wenn ich aus dem Tessin in den Norden zurückfahre, dann ist ein Halt in Piotta, bei der Macelleria Salumeria Piccoli, immer Pflicht. Seit Jahrzehnten werden hier grossartige Salami und andere Wurstwaren produziert. Jetzt durfte ich erstmals mit Fausto Piccoli, dem König der Könige der Würste, in seinen Keller.

Der König der Könige der Würste

Auch Vittorio Capovilla kenne ich seit Ewigkeiten. Er ist sicher einer der besten Brenner der Welt, es heisst, er habe die absolute Nase. Aber auch hier wieder: Capovilla ist ein ganz feiner Mensch. 85 ist er unterdessen, beste Unterhaltung, ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler – und er brennt für seine Materie wie eh und je.

Der Anteil der Engel

Und dann ist da noch das Plädoyer für italienische Autobahn-Räststätten:

Noch ein Caffè!

Aber damit nicht genug, pure wird selbstverständlich auch online schön gepflegt werden, «Die hohe Kunst der japanischen Küche» – bisher 22 Teile, more to come, eine Auflistung hier – ist hierher umgezogen. Und vielleicht finden Sie ja Sachen wie das unten auch lustig:

Skurrile Pilz-Bezeichnungen

Und ja, pure kocht selbstverständlich auch:

Das X-Stunden-Ragu

Und wie bei den Automobilen bin ich auch beim Essen und Trinken ein «Besserwisser».

Wissenwertes: Kokosnuss

Ja, bitte empfehlen pure weiter. Danke.

Gib als erster einen Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert