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Icona Vulcano

Nun denn: Titan!

Die Liste der erfolglosen Super/Hypercars wird lang werden. Und es wird schwierig sein, sich wirklich durch Einmaligkeit auszuzeichnen, also etwas vorzuweisen, was sonst niemand hat. Der Icona Vulcano schafft das. Nein, der Motor ist es nicht, der stammt aus einer früheren Corvette ZR1, ein 6,2-Liter-V8 mit Kompressor, der bei Icona auf 680 PS gebracht wurde; auf Wunsch hätten auch 1000 PS möglich sein sollen, doch der 2016 zum letzten Mal der Öffentlichkeit gezeigte Vulcano blieb ja ein Einzelstück (vorher gab es auch schon mal einen V12 mit zwei Motoren). In 2,8 Sekunden auf 100 sollte er es damit schaffen, gegen oben sollte erst bei über 350 km/h Schluss sein. Was ihn aber wirklich einzigartig macht: Die Karosserie besteht hauptsächlich aus Titan. Die Spezialisten von Cecomp, die auch schon am Lancia Delta S4 und am Alfa Romeo 155 für die DTM gearbeitet hatten brauchten rund 10’000 Stunden Handarbeit, bis das gute Stück so aussah, wie sich das Mario Cavagnero (einst Rennleiter bei den Rallye-Teams von Lancia und Peugeot) und Claudio Lombardi (einst Rennleiter bei der Scuderia Ferrari) vorstellten. Und das war dann auch gleich das Problem des 2010 gegründeten Unternehmens Icona: Unter 2,5 Millionen Euro ging gar nichts.Die Italiener sind aber immer noch im Geschäft, versuchen sich jetzt autonom fahrenden E-Autos.

Der Icona Vulcano gehört unbedingt auch in unsere neue Reihe «erfolglose Hyper/Super-Cars» – und zu «Die Aussergewöhnlichen». Noch mehr interessante Fahrzeuge gibt es selbstverständlich in unserem Archiv.

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