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Die digitale Sackgasse

Das End’ der Fahrfreud’

Es ist gerade das Volkswagen T-Roc Cabriolet verstorben. Das ist per se eine sehr gute Nachricht, war dies doch – zusammen mit dem offenen Evoque – in etwa so ziemlich das grauenvollste Automobil, das je gebaut wurde. Dass so eine furchtbare Kröte überhaupt je auf die Strasse kommen durfte, ist unbegreiflich – dass sie dann auch noch ein paar wenige Menschen gekauft haben, ist (mir) absolut unverständlich. Mit dem Tod des T-Roc Cabriolet hat sich Volkswagen auch gleich noch aus dem Segment der offenen Fahrzeuge verabschiedet, was an sich auch keine Tragödie ist, mit Ausnahme vielleicht des Karmann Ghia waren die Wolfsburger Cabriolets nie das, was die ganz grossen Emotionen weckte. Und doch ist der VW-Abschied von den offenen Fahrzeugen irgendwie ein passendes Symbol dafür, was uns in Zukunft blüht: (noch) weniger Fahrspass, (viel) mehr virtual reality.

«radical» war auch dieses Jahr nicht auf der CES, der Consumer Electronics Show in Las Vegas, wir waren noch nie da, weil wir nie verstanden hatten, was die Auto-Industrie dort suchte (oder zu finden glaubte). Nein, wir gehören definitiv nicht zu den altbackenen Technologie-Verweigerern, im Gegenteil, wir lieben unser Smartphone seit dem allerersten iPhone, wüssten gar nicht mehr, wie wir arbeiten wollten ohne Internet (da kann man ja auch Bücher bestellen), kriegen über den Nachwuchs mit, wie grossartig die digitale Spielwelt ist. Andererseits haben wir noch nie verstanden, weshalb auch das Automobil zum Computer auf Rädern werden sollte. Klar, Sicherheit ist ein sehr wichtiges Thema, da können Daten und Rechner und Sensoren entscheidend mithelfen, doch alles andere – warum denn, bitt’schön?

Wir haben es schon dutzendfach geschrieben, die Menschheit braucht all diese «Komfort»-Funktionen nicht, Regen-Sensor, Licht-Sensor, Spurhalte-Assi, etc, sie alle führen in erster Linie zur vollkommenen Verblödung und vor allem zu immer weniger Aufmerksamkeit für das Geschehen auf der Strasse. All das und männiglich mehr soll die Pilotin gefälligst selber im Griff haben können, sonst gehört sie nicht auf die Strasse. Doch die Entwicklung geht in eine ganz andere Richtung, es wird noch viel mehr solch Zeux geben, Aufmerksamkeit, Alohol, Geschwindigkeitsüberschreitung, alles Dinge, die man von einem normalen Fahrer erwarten muss, sie werden in Zukunft nicht bloss gemessen (gefilmt!), es werden die entsprechenden Warnungen sogar Pflicht. Damit kann man ja nun noch leben, auch wenn das Gepiepse furchtbar nervt – doch all jene, die sich besoffen ans Steuer setzen wollen, die werden sich sowieso nicht davon aufhalten lassen. Ganz im Gegenteil vielleicht sind sie dann sogar alerter, weil ihnen ja vorgepiepst wird, was sie falsch machen.

Doch was heuer auf der CES vorgestellt wurde, geht noch etwa sieben Schritte weiter. Nicht ein besonders effizientes Strom-Auto wurde präsentiert, sondern eines, das mit dem Kühlschrank daheim kommunizieren kann. Wenn da die Milch nicht auf dem Milch-Sensor steht, dann zeigt das Auto auf den Micro-LED-3D-Screen, in welchem tollen Einkaufszentrum in welch schöner Umgebung man noch überteuerten Kuh-Saft kaufen kann, inklusive Bewertung anderer Idiotinnen, sorry, Influencern, die auch nicht fähig sind, selber eine Nespresso-Kapsel in ihre Designer-Kaffee-Maschine zu stecken. Mercedes will zukünftig die Mimik lesen – und dann gleich das der jeweiligen Stimmung entsprechende Rezept für den lactosefreien Zuchtlachsshake auf das Head-up-Display projizieren. Sorry, falsch, auf den Hyperscreen, der sich bald schon um das ganz Auto zieht, damit auch die Umwelt mitkriegt, welche Shibari-Knoten man(n) im Fern-Studium gerade lernt, um die russische Dritt-Frau an den Designer-Tisch fesseln zu können. Es werden jetzt schon virtuelle Welten entworfen, damit wir uns dann in 25 Jahren einen Platz im hypercoolen Mega-Wasch-Multiverse-Salon sichern können, um unsere dann vielleicht dreckige Unterwäsche reinigen lassen zu können. Bremsspur bleibt übrigens Bremsspur, auch in 25 Jahren ja noch.

Und dann die zwei grossen Schlagworte: Künstliche Intelligenz. Das muss man jetzt anscheinend im Auto haben, Volkswagen nach eigener Aussage zuerst (auch wenn ChatGPT schon seit vergangenem Oktober bei den Produkten von DS Automobiles mittut), Mercedes hechelt gleich hinterher. Nun wäre es aber vielleicht sinnvoll, sich zuerst einmal ein paar Gedanken über diese KI zu machen, wie die rechtliche Situation aussieht, wie man sie in den Griff bekommt und vor allem: für was man die künstliche Intelligenz tatsächlich verwenden will. Das Verfassen von Geburtstagsgrüssen an die Schwiegermutter oder das Vorlesen von Tripadvisor-Bewertung für Kebab-Bude ums Eck gehören ganz sicher nicht dazu. Bei gewissen Herstellern wäre es zudem angebracht, zuerst einmal echte Intelligenz anzuwenden für die Lösung ihrer Software-Probleme.

Entschuldigung, dass wir hier jetzt ganz deutlich werden, aber das ist alles: Scheisse. Es wird unfassbar viel Talent und Intelligenz und Geld verschwendet für, nochmals, Scheisse, die niemand braucht ausser ein paar blondierte Zwergen-Nerds, die nie an die frische Luft kommen, keine Kaffee-Maschine bedienen können – und ganz, ganz sicher nie Auto fahren werden. Wir brauchen jetzt keine idiotischen Konzepte, die von irgendwelchen komplett lebensfremden Influencern gefeiert werden, was wiederum noch lebensfremdere (aber immerhin milliardenschwere) Shareholder gütig stimmt, die wiederum Kohle locker machen für bahnbrechende Entwicklungen, um Werbung für im Labor hergestellte Fleischersatzprodukte hochauflösend in der Frontscheibe abbilden zu können. Hey, das Leben ist anderswo. Aber sowas von.

Wir brauchen effizientere, in der Produktion umweltfreundlichere Stromer. Sie können furchtbar unsexy sein, aber gefälligst günstig, weniger als 30k kosten, denn mehr will (und kann!) der deutsche Durchschnittsbürger nicht ausgeben für seinen fahrbaren Untersatz. Wir brauchen für Millionen, nein, Milliarden von Menschen neue Verkehrskonzepte, zum Beispiel eine Deutsche Bahn, die nicht erst 2070 ihre Verspätungen aufgeholt haben will. Wir brauchen auch keinen Nachfolger für das VW T-Roc Cabriolet, aber bitte, bitte Automobile, die nicht allein aus Screens und Kameras bestehen, aber schon bei leichtem Nieselregen ihren Dienst quittieren. In die so viel Elektronik und hochsensible Displays verbaut sind, dass sie nur noch als Sondermüll entsorgt werden können. Das Auto ist der vielleicht letzte Hort unserer ganz persönlichen Individualität, für den müssen wir gefälligst auch selber Verantwortung übernehmen, diese nicht auf ein paar Sensoren oder einen Zentralrechner abschieben. Und was mit den gesammelten Daten geschieht, das wissen wir ja auch nicht.

Ja, wir (als Kunden) können uns dagegen wehren. Indem wir all den Müll einfach nicht kaufen.

21 Kommentare

  1. Beat walti Beat walti

    Gut gebrüllt Löwe!👍👍👍

  2. Ikebana Ikebana

    Danke für diesen herrlich ehrlichen Kommentar!

  3. Martin Sesak Martin Sesak

    Genau aus dem Grund habe ich mich seit vorletztem Jahr vom Neuwagenkauf verabschiedet.
    Meinen M2 Competition Schalter werde ich ebenso als Firmenwagen weiterfahren, wie alle anderen privaten noch älteren Autos, die ich noch habe und weiter hegen und pflegen werde.
    Ich kaufe, wenn überhaupt noch, Gebrauchte ohne Firlefanz.

  4. Roland Roland

    Danke für diesen Beitrag.
    Ich denke, die Autofahrer kann man grob in 2 Lager aufteilen.
    Die, die Spaß am Fahren haben, selbst entscheiden und reagieren wollen und für die das Navi das maximale Hilfsmittel im Auto ist. Dazu gehöre ich, aber leider eine aussterbende Spezies.
    Die anderen wollen immer mehr Assistenten, Connectivität, Bildschirme, etc. Immer weniger selbst entscheiden, hin zum autonomen Fahren. Diese werden aber immer mehr und das wird sich leider durchsetzen.
    Ich freue mich auf jede Fahrt in meinem 911er, der einfach nur gefahren werden will und hoffe, er hält noch mindestens 20 Jahre durch.

  5. Jan Jan

    Danke für diesen Artikel, jede Zeile erhält von mir 100% Zustimmung!
    Die Hersteller sind williger Helfer dabei, jede Freude am Fahren aus den Autos zu entfernen. Mit der Konzentration auf Digitalisierung, Automatisierung, Infotainment, KI und „Software-Abos“ geben die europäischen Hersteller freiwillig Ihre Vormachtstellung auf.

  6. Marc Grosjean Marc Grosjean

    Ich singe ganz leise ein Loblied auf meine beiden zugelassenen w124er in der Garage.

  7. Beat Beat

    Oh, wow, welche Deutlichkeit! Vielen Dank dafür! Es gab einmal Zeiten, da hat man sich auf neue vier Räder gefreut. Heute ist es bald eher ein Drücken davor, die nötige Ersatzbeschaffung vorzunehmen. Weil am Kunden vorbei gebaut. Mir graut schon jetzt…

  8. Matthias Matthias

    Kennen Sie den Film „Moderne Zeiten“ von Charlie Chaplin? Anschauen lohnt sich unbedingt. Der Mensch wird zum wehrlosen Opfer einer gnadenlosen Maschinisierung. Hat er sich erst einmal ausgeliefert, gibt es kein Entrinnen mehr. Die Maschine gibt den Takt vor, der Mensch funktioniert und werkelt im vorgetakteten Rhytmus. Das nannte man damals Fortschritt. Das heutige Mensch-IT-Verhältnis bildet dieses Szenario 90 Jahre später 1:1 ab. Mich erschreckt, wie viele Leute im Alltag ihren Verstand abschalten und in der Art von schwer Süchtigen lustvoll die Wirklichkeit gegen diverse digitale Erlebnisse und Parallelwelten eintauschen. Wundern wir uns nicht, dass auch das Auto davon betroffen ist. Was Peter Ruch schreibt, ist wahrscheinlich erst der Anfang einer Dystopie – den Leuten einzureden, alles werde sicherer, schöner und bequemer, hallo, deinen Verstand brauchst du doch nicht, denn Denken macht Mühe und müde! Narkotisiert trotteln die Leute dann den neusten Trends nach. Ich gönne es ihnen von Herzen, jeder möge sein Paradies dort finden, wo er glücklich wird. Der automobile Trend zur rollenden Spielekonsole und zum 24/7-Spassgefährten dürfte unaufhaltsam sein, weil er einen technisch-gesellschaftlichen Trend wiederspiegelt. Da gibt es keine Hoffnung auf Umkehr, allenfalls die Option, sich den schlimmsten Auswüchsen zu verweigern. Schauen Sie nach dem Film „Moderne Zeiten“ noch den Film „Fahrenheit 451“: Bücher sind verboten, wer noch Literatur konsumieren will, muss das heimlich und im Kreise Gleichgesinnter tun. Das bedeutet für das Verhältnis zum Auto (wenn man sich nicht anpassen will): Verweigerung ist wohl der einzige Weg, sich der grassierenden Mega-Modernisierung zu entziehen. Oder: Neben dem digitalen Alltags-Tesla noch einen analogen Youngtimer fahren. Kosten nicht die Welt und hilft enorm, regelmässig die Sinne auf der Strasse zu schärfen und das Bewusstsein für die Fortbewegung auf vier Rädern zu kalibrieren.

  9. Arnim Arnim

    Stimmt, ja und Danke! Nachdem mir unlängst von einem (Miet-) Auto das parken an einer Stelle verweigert wurde, weil der Assistent völlig grundlos meinte, das ginge dort nicht, war bei mir auch Schluss mit lustig. Vier Räder, ein Lenkrad, ausreichend Schub, Sicherheit wie Nachhaltigkeit auf der Höhe der Zeit und, last not least, wenig Verbrauch, auch was den benötigten Platz angeht, das reicht dann vollkommen. Nur in einem Punkt muss ich wiedersprechen: die ‚ganz grossen Emotionen‘ weckten in meiner Auto-Vita meine beiden Käfer-Cabriolets von ’63 und ’77 – leider tempi passati ….

  10. Stefan Stefan

    Sehr gut beschrieben, und leider sehr realistisch. Die digitale Entmündigung wird fortschreiten. Ich erlaube mir ebenfalls einen Buchtipp: „Quality Land“ von Marc-Uwe Kling. Quasi die Fortsetzung der im vorherigen Kommentar empfohlenen Bücher plus „1984“. Schön zu lesen, auch wenn das Lachen bisweilen im Hals steckenbleibt.

  11. edi wyss edi wyss

    Guten Tag Peter

    Bevor wir an der künstlichen Intelligenz arbeiten,
    sollten wir lieber die natürliche Verblödung in den Griff bekommen.

    Gruss Edi

  12. Marcel Marcel

    Guten Tag Herr Ruch
    Vielen Dank für einmal mehr einen mir aus dem Herzen sprechenden Artikel!!!
    Seit Jahren lese ich das Radical und geniesse Ihre von spitzer Feder geschriebenen Artikel. Obwohl ich sehr wahrscheinlich wegen unserem Hauptauto nicht zu Lesegruppe gehören sollte. =>Schade gibt es praktisch keine Tests von neu Wagen mehr. Aber die PR Abteilungen wollen halt nur Lob für Ihre Produkte.
    Ich stehe im Moment vor der Entscheidung das bestehende Fahrzeug ein 14-jähriger Q5 zu ersetzen (säuft Öl, Simmerringe sind am A…). Der Audi hat uns seit 2010 problemlos in die Berge und auch sonst überall hin gebracht. Wir würden das Auto noch Jahre weiterfahren,. Noch kein Navi und sonstige Elektrodinger die kaputt gehen können. Als Navi dienten viele Jahre diverse TomTom’s und seit es günstige Flatrate Handytarife gibt ist das Mobile Phone das Navi. Ja, und falls dies einen Aussetzer hat, gibt es noch die guten alten Strassenkarte…,

    Hoffentlich dürfen wir noch viele Jahre das, der oder den (mein Deutsch ist nicht so gut) Radical geniessen.
    Beste Grüsse
    Marcel

  13. Christian Christian

    Chapeau Herr Ruch, ein super Artikel und mir aus der Seele geschrieben!

    Ja, ein E-Auto, von mir aus, 10000 Euro teuer (jawohl 10000 Euro sind für mansche Menschen viel Geld), 130 Km/h schnell und 150Km echte Reichweite – reicht für die Stadt und die Umgebung und den tägliche Kurzstreckenbedarf. Es wird immer ein Zweit oder besserer Drittwagen bleiben.

    Ebenfalls ja zum Ende der Bevormundung und zur Nervung des Fahrers durch sogenannte „Assistenten“ und blödes Gepiepse. Wer Auto fährt hat sich gefälligst auf das Fahren zu konzentrieren – nicht umsonst hängt in den öffentlichen Bussen das Schild „Während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen“ – Warum wohl? Wer ohne „Assis“ nicht Autofahren kann oder will soll es bleiben lassen und sich mkit den „Öffis“ herumfahren lassen – vielleicht werden die Straßen dann freier und Autofahren macht dann wieder Spass.

    Und Ja, Ende der Bevormundung durch grüne Politiker und deren Adlaten! Wenn die keine Freude am Auto haben dann sollen Sie diese aber gefälligst denen die Freude lassen, die sie daran haben und die sich diese Freude auch was kosten lassen. Ich nötige keinen Grünen, der nicht Autofahren will oder kann, zum Autofahren und daher sollen die mich im Umkehrschluss auch in Ruhe lassen!

    Und zu guter Letzt, ja die ganze Elektronik im Auto soll uns nicht helfen, sondern überwachen! Schluss damit, wir in Deutschland haben zweimal genung Überwachung erlebt und jedesmal gings gigantisch schief. Auch wenn`s banal ist, Hubraum ist durch nichts zu ersetzten außer durch noch mehr Hubraum und Freitheit ist durch nichts zu ersetzen als durch Freiheit – und da es außer im Natur- und Tierbereich keine Inetelligenz gibt, gibt es auch keine „künstliche Intelligenz“ – ganz einfach.

    Weiter so Herr Ruch, Sie sind derzeit der Einzige Aufrechte Motorjournalist (in Deutschland ist die Presse ja wie bei Herr Dr. G. bereits gleichgeschaltet, leider)

    • Geggi Geggi

      Aha, der Grünenbashingman hat sich hierher verirrt.
      Die Grünen sind also verantwortlich für die ganzen Pflichtassistenten und Digitalisierung im Auto?
      Da kannst nur den Kopf schütteln.

  14. Ciro Ciro

    Hui, soviel Emotionen wegen teils sinnvoller und teils sicherlich unnötiger Gadgets? Na gut, kommt ja offensichtlich an.

    Frage mich aber, ob wir da gleich die totale Verblödung der Menschen ausrufen müssen (habe sehr gut verstanden, dass selbstverständlich nur die anderen Idioten sind, gell)? Hier geht es doch um eine der schönsten Investitionen, die es im Kapitalismus gibt, Da brauchen wir doch kein Dichotomie: Wir-sind-die-Guten und die sind Idioten-die-Gadgets-brauchen-weil-sie-nicht-fahren-können.

    Es ist doch ganz einfach: Wer digitale gadgets haben will, der bestellt sich ein Auto mit all den Hyper-AI-Features. Es gibt es aber keinen KAUFZWANG!

    Noch immer können wir noch wunderschöne und alltagstaugliche Klassiker zu jedem Budget kaufen und fahren. Und das wird auch so bleiben, weil es ein ziemlicher großer Markt ist. Lasst uns darüber diskutieren und daran erfreuen und mit unseren Klassikern die Straßen schöner machen.

    Cheers und eine schöne Ausfahrt dieses Wochenende 😎

    • Roland Hierl Roland Hierl

      Naja, mancher benötigt halt für den Alltag oder Beruf ein neues Auto. Und da gibt es eben schon einen „Kaufzwang“, wie du es nennst.
      Lane Assist, Geschwindigkeitswarner,etc. sind Pflicht und serienmäßig verbaut. Und komm mir jetzt nicht mit, die kann man ja abschalten. Nach jedem Neustart sind sie wieder an und du musst in irgendein Untermenü zum deaktivieren. Und das bei jedem Start.
      Liebe Grüße

  15. Gerd Triverio Gerd Triverio

    Genau! Punktlandung! Leider werden die entscheidenden „Volksvertreter“ diesen Artikel eher nicht lesen. Schade. Bitte erzählt uns zukünftig noch mehr über die Borniertheit der Automobilhersteller. Steter Tropfen ……. -Man darf die Hoffnung nicht aufgeben.

    Grüsse von geri einem Oldie Enthusiasten

  16. Christian Christian

    Ich kann schon ganz gut Vergleiche ziehen, glaube ich, denn ich fahre als Oldie den Dino, von dem es hier einen Bericht gibt. Und ich darf auch hin und wieder moderne Autos fahren – also auch sehr Neue, auch Vollelektrische, usw.! Und komisch, ich komme mit meinem Oldie auch immer an und vor allem, ohne Servolenkung, in Parklücken (rückwärts) die von den modernen Assis „als ungeeignet-weil angeblich zu klein“ angesehen werden. Das einzige, was vielleicht nicht mehr zeitgemäß ist, ist der Verbrauch. Gut, Kraft kommt eben von Kraftstoff, hihi.
    Nur, zuerst wird digitalisiert, dann überwacht und am Ende verboten. Originalton Frau v.d.Layen, wir wollen keine kubanischen Verhältnisse in der EU – also, Oldis verbieten, dann müssen die „Deppen“ mit den „vollüberwachten Spielkonsolen“ fahren, ob sie wollen oder nicht! Wehret des Anfängen!!!
    In der Schweiz wird es anders sein, denn dort regiert ja noch einigermassen die Vernunft und es gibt ein fuktionierendes Korrektiv. In Dummland wäre Herr Ruch mit dem Artikel „schon unten durch“ – bei mir sind Sie ganz oben und ganz weit vorn! Bitte weiter so!

  17. Matthias Matthias

    Schön zu lesen, was in kurzer Zeit alles an Kommentaren zusammengekommen ist. Herr Ruch hat offenbar einen empfindlichen Nerv getroffen. Wenn Menschen als Labor-Versuchsmäuse für digitale Grössenphantasien der Autoingenieure herhalten müssen, wird es ungemütlich. Warum gibt es in modernen Autos keinen „Off“-Schalter, der auf Befehl des Fahrers alle Gimmick- und Assitenz-Funktionen ausser ABS, ESP und Navi ausschaltet? Das wäre ein Weg zurück zum selbstbestimmten, mündigen Autofahren. Digitale Assistenzsysteme wiegen den Fahrer in der Gewissheit, dass die Nanny an Bord schon alles richtig macht. Und sorgen für ein fatal falsches Sicherheitsgefühl. Wie viele Fahrer haben schon Probleme gehabt, die Angaben ihres Navis mit gesundem Menschenverstand zu deuten und sind mit ihrem Sattelschlepper auf engen, unbefestigten Nebenstrassen gestrandet? Wie viele Piloten des Audi Ur-quattro haben ignoriert, dass auch mit 4×4-Technik die Gesetze der Physik gelten und sind deswegen verunfallt? Auffällig viele! Unkritische Fortschrittsgläubigkeit und blindes Vertrauen in die Digitalisierung sind eine gefährliche Mischung. Bitte mehr Artikel zu diesem Thema – hier braut sich was zusammen!

  18. Rolf Rolf

    Alles richtig, wird aber nichts helfen, wenn ich mich so umhöre in meiner Umgebung.
    Da freut sich der Nachbar über seinen als dreijährigen gekauften Passat Kombi, „der hat alles drin!“.
    Ja, der hat auch hinten schwarze Scheiben und damit man bei Dämmerung oder Dunkelheit noch rückwärts einparken kann, hat er eine Kamera.
    Und wer ist noch in der Lage selbstständig das Licht einzuschalten? Kaum einer, wie man bei Nebel sieht und die meisten nur mit den Tagfahrlichtern unterwegs sind, weil es zu hell ist, dass der Lichtsensor reagiert.
    Und das sind jetzt noch die harmlosen Extras.
    Aber die Journaille erklärt uns, dass wir alles mögliche und unmögliche brauchen und alle wollen alles haben.
    Und vieles funktioniert auch noch schlecht in den günstigeren Autos.
    Im Mercedes funktioniert der Abstandsregel-Tempomat sehr gut, im Ford Focus miserabel.
    Es wurde ja auch längst erwiesen, dass Piloten, die im Autopilot fliegen, aber immerzu alles überwachen müssen und darauf warten, ob etwas passiert, im Stress sind.
    Autonomes fahren in der Verantwortung des Fahrers dürfte wohl Vollstress bedeuten.
    Ich hasse diese zerrenden Lenkräder und permanent vor sich hin piepsenden Autos.
    Meine Frau hat sich aus gegebenem Anlass gerade einen Fiat 500 Basis für ein Jahr geleast. Der hat eine Klimaanlage und Apple Carplay, mehr braucht kein Mensch und man kann ihn, wörtlich, in aller Ruhe einparken. Den Platz dafür findet man auch.

  19. Martin Schröder Martin Schröder

    Aktuell habe ich eine 245er B-Klasse mit Dieselmotor. Von der Funktionalität und dem Raumangebot in der Tat sehr praktisch und gut. Was aber äußerst nervt, ist die unzuverlässige Elektronik in diesem Auto (und das ist noch nicht einmal eines dieser neumodischen motorisierten Handys).
    Da war der Ölstandssensor kaputt, aber laut quäxend wurde mir im Display angezeigt, daß der Ölstand zu niedrig wäre. Klassisch analog mit dem Ölpeilstab gemessen, war dieser aber genau da, wo er sein muß, nur die Elektronik war halt defekt.
    Im Display wie im Radio wird mir die Sommerzeit angezeigt. Leider läßt sich in diesem Auto die Zeit nicht manuell einstellen, sondern kommt vom GPS. Was’n das für ’nen Scheiß? Gut daß ich eine mechanische Armbanduhr habe, die mich mit der richtigen Zeit versorgt.
    Mein nächstes Auto wird komplett elektronikfrei, denn eine GUT GEMACHTE Mechanik ist mir 1000 mal lieber als jede Elektronik, zumal man da auch selbst etwas reparieren kann. Es kommt mir eine Citroen Ente in’s Haus. Was nicht dran ist, kann auch nicht kaputtgehen. Damit sind die Abenteurer in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts um die Welt und bis nach Timbuktu gefahren (und sogar angekommen).
    einen Neuwagen kaufe ich definitiv nie mehr!

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