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Facelift Mercedes EQS

Wishdotcom

Was macht man, wenn sich die Seife nicht so gut verkauft? Wir kennen uns jetzt in der Seifenoper nicht so gut aus, aber wahrscheinlich könnte es etwas bringen, wenn man sie etwas stärker parfumiert. Genau das macht Mercedes jetzt mit seinem EQS. Die Seife flutscht beim weitem nicht so gut aus den Händlerhinterhöfen wie erwartet, also legt man jetzt noch ein zusätzliches Duftkissen rein. Kriegt man bei Wishdotcom für 0,79 Euro, wenn man sie im Maxi-Six-Pack bestellt. Das passt dann auch zum Stern, in südlichen Ländern trifft man öfter auf diese Strich/8-2’752’000-Kilometer-Taxi, die auch mit solchen Finessen aufgehübscht sind. Und einem Wackelkopf-Buddha. Und handgemalten Fussball-Wimpeln. Dort sieht man manchmal sogar die Frottee-Wäsche an den Kopfstützen, die Mami aus alten Badetüchern massgeschneidert hat, die im EQS jetzt Economy Plus suggerieren dürfen.

Räucherstäbchen wären vielleicht auch noch was. Kommen dann wohl noch. Duftnote: Türkische Verrichtungsbox. Was es aber jetzt schon gibt: Den 2-Euro-Fusskeil, auf dem der hintere Passagier seine veganen Wildleder-Loafer ausruhen kann. Man hat noch selten eine billigere Lösung gesehen, nicht einmal Dacia würde sich das getrauen. Aber man muss beim Daimler jetzt halt auf jeden Cent achten, man gibt dem EQS eine grössere Batterie zum gleichen Preis wie vorher, da kann nicht zu grob aufrüsten an anderer Stelle. Andererseits kostet das endlich erhältliche Executive-Gestühl sicher einen guten Zuschlag. Womit der Shareholder, der sich solches (samt EQS) aus der Dividende leisten kann, dann wieder beruhigt schlafen kann.

Und, ganz wichtig: Der Stern hängt jetzt nicht mehr (im eh nicht benötigten Kühlergrill), sondern steht. Aufrecht! Das kann man nun deuten, wie man will. Spannendere Fahrzeuge haben wir in unserem Archiv.

6 Kommentare

  1. maxi moll maxi moll

    Tip : V E R S C H R O T T E N..:)
    Guten Tag!
    Es macht keinen Sinn, wenn Sie wegen dem Teil einen Herzinfarkt
    bekommen, oder das ganze Gips-marketing der Firma net mehr verstehen.
    Das Ding wird für DIE MÄRKTE gebaut, die nie verstehen werden, was der Spirit
    von Monza, Spa, und was auch immer in good old BETTER EUROPE ist.
    In dieser Firma sitzen aal glatte Font-value-entscheider, die der kalten und leichig
    toten Zielgruppe von.. bis entscheiden.
    Das Auto ist so tot wie ein kalter vergessener Donnerstag im Jura, wo keiner den dunklen Tann betritt, weil man es nicht mehr macht.
    Ein Mercedes ist, wenn er lebt, mein alter SL-300. Der eh wenig schöne und spröde
    1994er iger. Handgenschalten. Null Klumpert ( In Ö ist das Nutzloses) und ich mag keine Cabrios. Manchmal. Und der original Patina Kübel macht halt. der 6 Zylinder ist
    ohne Sound, da egal, und folgt. An mir rauschen 1000 te Mülltonen vorbei.
    Der ganze Strom eines Bundeslandes.. oder 1000 mal 2 Tonnen. egal.
    Ein Renault 5 elo. DER. Meine Frau hat einen. Der begeistert. aber sonnst.
    Abends steht der 300Sl neben einem 916 Gtv 3.0 l.. 1998.. Porsche 912 ( Unterbau 2,9 caymann..2010) RESTOBRUTALE. Biogrün. Ein Lotus Esprit, der wird auf 1978 S1 weiss James Bond zurück gebaut. Ein seltener Austin. eine Ente.. mit BMW v8 und Allrad.. ( damit kann man)( ich will net) ein Nissan Pigup.. ein zerlegter Ferrari 812..
    ich hab eine Designidee die ist kantig und BERTONE und 200 Kilo leichter..
    Und geht 6 Gang manuell mit 800Ps?

    WIR SIND FOSILE. BITTE MACHEN SIE WEITER. EIN HARTER ABER HERZLICHER
    RADICAL MAG FAN 🙂
    Und es lebe der Rost die Patina, null Antennen kein Melde-rechner ala Tesla-DDR-stasi. DAS NULL UND NIX.
    DAS LAND
    DIE NEBENSTRASSE
    DAS METALL DAS GUMMI DER BENZINGERUCH
    Das Lokal
    Freunde
    Erinnerungen
    Leben.. out

    LEBEN maxi

  2. Matthias Matthias

    Na, Klasse! Darauf haben wir alle gewartet, e n d l i c h mal wieder ein Quantensprung in Sachen Design von der Marke mit dem Stern. Oder eine Realsatire auf Rädern? Welcher Designchef, welcher Vorstand lässt so was durchgehen? Jedes asiatische E-Mobil-Startup haut inzwischen als Premiere optisch interessantere Autos raus. Sollte man eigentlich wissen – Konkurrenzbeobachtung und so… Oder hat man das nicht nötig, weil man immer noch glaubt: „Wo wir sind, ist vorne“? Der Ford Mondeo wurde bei seinem Erscheinen als gesichtslos und rundgelutscht verlacht – allzu voreilig, denn damals wusste noch keiner: Es würde viel, viel schlimmer kommen. Nein, nicht von Ford. Von der Marke, die mal mit die besten Autos weltweit baute. Das ist schwer auszuhalten. Mercedes ist eine Marke im freien Fall, ein inzwischen peinlicher Abklatsch alter Grösse, zehrt noch vom Glanz alter Tage, aber die Zuckungen werden immer schwächer. Optisch vollig austauschbar, jedes kleinstädtische Zahnarzt-Behandlungszimmer hat ein gemütlicheres Ambiente als das Benz-Cockpit – dazu ist das Vehikel klanglich völlig lautlos, weckt als Gesamtpaket noch weniger Emotionen als ein paar ausgelatschte Gummistiefel. Was bitte soll denn da „premium“ sein? Da sehe ich schwarz, nicht nur beim Blick auf den Lack… Ja, und: Sind die Sitze so mies, dass es Kissen braucht, um bei mangelnder natürlicher Po-Polsterung eine längere Fahrt schmerzfrei zu überstehen? Vielleicht haben wir auch den Zweck der gelochten Polster übersehen. Darunter steckt eine via biometrische Handy-App mit dem Bordcomputer gekoppelte Schweiss-und-Pups-Absauganlage, damit störende Emissionen der Fahrgäste sofort erkannt eleminiert werden und keine Körpergeräusche und -gerüche die Reise in die glorreiche Zukunft stören. Insider munkeln: Man kann das Gebläse auch umschalten. Dann werden Tannenduft oder das stylishe Aroma „Sylter Strand mit Seehafergras und Fischbrötchenbude“ aus den Löchern geblasen und in die Nasen gejagt. Eh, das ist Lifestyle und individuelles Mobilitätserlebnis – Leute, so sieht Fortschritt aus! Man muss gar nicht mehr fahren, um sein Auto geniessen zu können – eine plüschweiche, samtzarte Lounge, hier sitzt man lieber als im Wohnzimmer. Wer will denn heute noch auf den Strassen unterwegs sein bei all den Staus und Klein-Gretas Klimakleber-Comedytruppen, die man unterwegs antrifft? Die Dolby-Surround-Anlage liefert zum Dämmerschlaf den Soundteppich „300 SL“ – und die eine oder andere Träne der Rührung mag da wohl aus den Augenwinkeln rollen, war halt schon eine geile Zeit damals, als Autos noch Autos waren… Weil die deutschen Hersteller das Thema E-Mobilität gründlich verschlafen haben, sieht das Benz-Interieur irgendwie auch aus wie ein Schlafwagenabteil. Wundert mich nicht wirklich. Man muss nur genau hinsehen, dann macht das unter dem Strich doch Sinn. Angenehme Ruhe, träumt süss, ihr Stuttgarter Sternenanbeter – am besten von alten Zeiten, die Musik spielt längst woanders…

    • Peter Ruch Peter Ruch

      wunderbar – Sie können bei uns anfangen )

  3. Matthias Matthias

    … ja, das überlege ich mir mal. Im Juli dieses Jahres gehe ich als Lehrer und Dozent in Frühpension, und die frei gewordene Zeit will ja irgendwie gefüllt sein. Sie hören von mir!

  4. peter peter

    mensch… lese eure web seite echt gerne… aber was auch immer euer scheffe mit mercedes hat kann und darf die allgemeinheit nicht interessieren!! etwas objektivität bei einem kleinen prozentsplit mit eigener journalistenmeinung darf schon angenommen werden. danke
    p.s. und vielleicht mal ein „objektiver“ artikel was denn daimler so falsch gemacht hat oder dem journalisten nicht gegönnt hat…………!!!!!!!!!!!!!

    • Peter Ruch Peter Ruch

      es gibt hier keinen scheff, weil: solo. aber dieser hat so seine gründe, zum beispiel: das beste oder nichts. es geht dem berichterstatter – als journalismus würde ich das hier niemals bezeichnen – auch beim besten willen nicht darum, ob ihm etwas «gegönnt» wird, er kann sich jederzeit selber helfen (notfalls mietet er halt so ein dings, was auch schon passiert ist). und dann wuesste ich gern irgendeinen grund, warum ich denn «objektiv» sein sollte – was genau hab ich denn davon?

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