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RUF CTR2

Die logische Folge

Nachdem der CTR, besser bekannt als «Yellowbird», schnell zur Legende geworden war, brauchte RUF selbstverständlich auch auf Basis des 1994 eingeführten 911/993 einen ähnliches Modell. Doch diesmal ging man in Pfaffenhausen noch ein gutes Stück weiter, der CTR2 unterschied sich schon optisch ziemlich deutlich vom Basis-911-Turbo, erhielt Kevlar-Teile, eine leichte Verbreiterung, eine etwas andere Dachlinie, spezielle Rückspiegel – und vor allem einen anderen Heckflügel, der nicht nur für Abtrieb sorgen musste, sondern aerodynamisch optimiert war und zusätzliche Luft zu den zwei Turbo brachte. Selbstverständlich gab es grössere Bremsen, einen integrierten Käfig, Recaro-Sitze – und auch Wunsch sogar Allradantrieb.

Für Vortrieb sorgte ein 3,6-Liter-Boxer, wie er auch im Porsche 962 für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans verbaut war. In einer ersten Ausbaustufe kam der CTR2 damit auch 520 PS und 685 Nm, später waren es dann sogar 580 PS. So rannte der Ruf-Porsche in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 und war theoretisch 354 km/h schnell – bei seiner Einführung 1995 war der CTR2 das schnellste Serien-Fahrzeug der Welt. Wahrscheinlich wurden 16 CTR2 gebaut, dazu kamen noch 12 Sport-Versionen, wie sie Ruf 1997 für das Bergrennen auf Pikes Peak verwendete, dann mit 702 PS – Steve Beddor kam mit dem damit auf den 2. Rang, obwohl sein Gerät komplett «street legal» blieb.

Das Fahrzeug, das wir hier zeigen, trägt die Chassis-Nummer W09BD0364WPR06010 und wurde erst 1998 nach den Spezialwünschen eines eher kleinlichen Kunden gefertigt. Das Fahrzeug kostete damals wohl etwa 400’000 d-Mark – und wird von Broad Arrow in Monterey 2024 angeboten. Schätzpreis: 2,2 bis 2,5 Millionen Dollar!

Wir versuchen eine Übersicht über die Porsche von RUF, hier.

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