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102.00 – 2000 Berlina

Der Amerikaner

Die 1900er waren Mitte der 50er Jahre ja keine solchen mehr, der Hubraum lag unterdessen bei 1975 cm3. Der 1957 in Turin vorgestellte Nachfolger mit der internen Bezeichnung 102.00 – 2000 Berlina erhielt dann also nur die richtige Bezeichnung, die Maschine war die gleiche, mit 105 PS wurde auch die Leistung nur sanft nach oben korrigiert (hauptsächlich durch eine höhere Verdichtung von 8,25:1). Ausserdem gab es ein Fünfgang-Getriebe. Der Wagen wurde allerdings schwer, wog 1,4 Tonnen – was er seinen ausladenden Formen zu verdanken hatte (Radstand: 2,72 Meter; Länge: 4,72 Meter; Breite: 1,70 Meter; Höhe: 1,51 Meter). Alfa Romeo folgte mit der 2000 Berlina mehr als sonst der Mode der Zeit, eben: Grösse. Und dazu auch noch Heckflossen. Für den Wagen, der sechs Personen befördern konnte, wurde kaum Werbung gemacht, er sollte einer ausgesuchten Kundschaft vorbehalten bleiben, vor allem der Staat und Firmen gehörten zu den Käufern des 2,5 Millionen Lire teuren Wagens. Bis 1959 wurden nur gerade 2893 (oder: 2927?) Exemplare gebaut – und 320 davon gingen als motorisierte Plattformen nach Brasilien (ein höchst spannendes Kapitel, Alfa Romeo in Brasilien, da würden wir gerne mehr dazu wissen – die Fabrica Nacional de Motores (FNM) in Rio de Janeiro baute den 2000er (zuerst mit 2,15 Liter, später auch mit 2,3 Liter Hubraum) bis weit in die 70er Jahre).

Der 2000 Spider (102.04) und das Coupé Sprint (102.05) folgen dann andernorts; ab 1971 gab es ja dann noch einmal eine 2000 Berlina (105.12), die beschreiben wir sicher auch noch. Mehr Alfa haben wir in unserem Archiv.

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