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Buch der Woche (2)

Der Keil aus Arese

Bereits 1974 überraschte Alfa Romeo die Freunde sportlicher Fahrzeuge mit dem GTV, der nicht nur über einige der schönsten Motoren aller Zeiten verfügte, sondern auch mit einem Transaxle-Antrieb für eine ausgeglichene Achslast-Verteilung sorgte. Dazu schuf Giorgetto Giugiaro eine scharf gezeichnete Karosserie, die bis heute nicht unmodisch geworden ist. Kurz gesagt: Der GTV geriet zu einem beeindruckenden Coupé, dass sich bis in die späten 80er Jahre mit Form und Technik am Markt und auch auf den Rennstrecken bewähren konnte. Und eigentlich hat der Keil aus Arese nie einen wirklichen Nachfolger gefunden.

Einmal mehr hat Umberto Di Paolo – der für sein 2017 erschienenes Buch über das Werk Arese einen Buchpreis von Auto Bild Klassik und der Motorworld erhalten hat – die Archive im ehemaligen Alfa-Werk in Arese durchgearbeitet und ein 240 Seiten dickes Werk über den GTV, seine diversen Varianten und die im Motorsport eingesetzten Modelle erarbeitet. Di Paolo hat dabei auch etliche bislang unveröffentlichte Bilder entdeckt, die die Story dieses Coupés noch besser begreifen lassen. Ein hochinteressantes Buch über ein großartiges Coupé, dass leider langsam in Vergessenheit gerät. Zu danken wäre auch dem Heel-Verlag, der in den vergangenen Jahren etliche Alfa Romeo-Bücher aus Italien nach Deutschland gebracht hat – wahrscheinlich werden keine beeindruckenden Stückzahlen verkauft werden. Umso schöner, dass nun auch dieses Buch in deutscher Sprache verfügbar ist.

Umberto Di Paolo, Alfetta Coupé GT/GTV/GTV6, Heel-Verlag, 39,95 Euro. Wir haben selbstverständlich auch schon etwas über die Alfetta geschrieben, allerdings nur über die Berlina. Und wir sind weiterhin auf der Suche nach einem guten Stück, das zum Verkauf steht. Wir bedanken uns bei Jürgen Lewandowski für diesen Buchtip.

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