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Aston Martin V8 Sportsman Estate

Zwillinge für Brüder

Also, falls man nun nicht ganz so bewandert ist in der Geschichte von Aston Martin: Nach dem DB6 kam der DBS (ab 1967), dann der V8 (ab 1972), danach der Virage (ab 1990) und schliesslich wieder der V8 (ab 1996). Dieser zweite V8 war optisch eigentlich ein Virage Vantage (ab 1993), einfach ohne dessen feisten Antrieb (5,3-Liter-V8 mit zwei Kompressoren, 550 PS), sondern einfach brav mit 350 Pferdchen ausgestattet, von denen viele noch in der Viergang-Automatik von Chrysler versandeten. Selbstverständlich gab es diese zweite Baureihe namens V8 auch als Vantage (557 PS mit zwei Eaton-Kompressoren) und dann auch noch als Vantage V600 (608 PS) und schliesslich noch als Vantage Le Mans. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich nur ganz intime Kenner der Marke mit all diesen Feinheiten auskennen wollen; wir gehen dann da mal noch in die Details, sowohl bei den Virage wie auch bei den V8. Doch hier wollen wir uns zuerst einmal um drei Einzelstücke kümmern.

Der V8 wurde auf dem Genfer Salon im Frühling 1996 vorgestellt. Und gleich damals und dort kamen zwei Brüder aus der Schweiz auf die Idee, dass sie den neuen Aston gerne hätten – und zwar als klassischen, zweitürigen Shooting Brake. Im Juli 1996 wurden zwei fabrikneue, linksgelenkte V8 mit den Chassisnummer 79007 und 79008 ausgeliefert – um gleich wieder ins Werk zurückzukehren. Dort fand zwischen September 1996 und Dezember 1997 der Umbau der Zwillinge für die beiden Brüder statt – und zwar ausschliesslich im Heckbereich. Ob die beiden Sportsman Estate getauften, in British Racing Green lackierten Fahrzeuge (plus ein weiteres Exemplar, das erst später entstand) nun zu den gelungensten Kombinationskraftwagen von Aston Martin gehören, das darf der Betrachter ganz allein für sich entscheiden.

Ja, wir haben mehr Aston Martin: hier.

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