Hups…
Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass wir noch gar nie etwas zum Gordon Murray Automotive T.33 geschrieben haben. Naja, es waren schwierige Zeiten im vergangenen Jahr. Aber weil heute um 18 Uhr der neue GMA T.33 Spider vorgestellt wird, wollen wir das hier nachholen, das Coupé doch auch noch zeigen.
Der GMA T.50 ist mit allen seinen Derivaten längst ausverkauft, der Preis von ab drei Millionen Franken war für die Kundschaft mehr Antrieb als abschreckend. Die ersten Exemplare sind bereits ausgeliefert worden, einfach zur Erinnerung: 4-Liter-V12, selbstverständlich frei saugend (bei bis zu 12’100/min), mit Boost 700 PS für nur 986 Kilo.
Der T.33 war dann der zweite Streich von Gordon Murray Automotive – und ein Schnäppchen, der Basispreis liegt bei nur 1,37 Millionen Pfund. Selbstverständlich sind auch vom Coupé alle verkauft. Der T.33 dreht, mit der gleichen Maschine, nur bis 11’500/min und muss mit 615 PS auskommen, während das Gewicht auf doch 1090 Kilo steigt. Man könnte meinen: ein Rückschritt. Doch Gordon Murray, schon immer auch ein grandioser Selbstdarsteller, nutzte einfach die Gunst der Stunde, machte den T.50 als T.33 etwas alltagstauglicher, friedlicher, komfortabler. Wichtigster Unterschied: Die Pilotin sitzt nicht in der Mitte, sondern schön brav links, der T.33 ist ein klassischer Zweiplätzer. Die Fahrleistungen bleiben aber immer noch jenseits von allem, was es sonst für Geld zu kaufen gibt.
Geschaltet wird über ein manuelles Sechsgang-Getriebe in Fahrabstufung – was so viel heisst wie, dass die Höchstgeschwindigkeit im sechsten Gang erreicht wird, der ohne Rücksicht auf Verbrauchswerte knackig kurz übersetzt ist. Wer seinen GMA T.33 häufig auf der Langstrecke nutzt, der kann auch eine Overdrive-Übersetzung ordern. Oder gar zum automatisierten Schaltgetriebe mit Paddel-Bedienung am Lenkrad greifen. Dazu gibt es aber wohl einen Satz warme Ohren vom grossen Meister, Gordon Murray will das sicher nicht, muss aber wohl, weil sonst die amerikanischen Millionärsgattinnen nicht beglückt werden können.
Und vor allem geht es darum, dass dem grandiosen 4-Liter-V12, der bei Cosworth gebaut wird, dank dem T.33 noch einmal 300 weitere Exemplare beschert werden. 300, er ist doch wie der T.50 auf 100 Stück limitiert? Das ist relativ, denn es kommt eben noch ein Spider. Heute um 18 Uhr. Dann wird auch unser grosses Interview mit Gordon Murray online sein.
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H I M M E L…
danke 🙂