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VLF Force 1 V10

Lustige Spielchen

Das dürfte noch lustig werden. Auf 100 Millionen Dollar Schadenersatz hat Henrik Fisker Aston Martin verklagt. Weil Aston Martin im Vorfeld der Präsentation des jüngsten (von so vielen) Fisker-Kindern verlauten liess, dass der VLF Force 1 – welch dämlicher Name – dem DB10 aus dem neuen James-Bond-Streifen «Spectre» etwas gar ähnlich sehe. Nun, Henrik Fisker hat ja gefühlt alle Aston-Modelle des letzten Jahrzehnts in ihre Form gebracht (es war zwar nur der DB9, doch sie sehen ja eh alle gleich aus, siehe etwa: Aston Martin Vantage V12S) – und dass ausgerechnet die Engländer ihm derart grob und auch buchstäblich an den Karren gefahren sind, hat ihn wohl getroffen. Oder vielleicht auch nicht, vielleicht war das auch nur ein PR-Konzert, schön im gemeinsamen Orchester, bisserl Werbung für Bond und den DB10, bisserl Platz in den Klatschspalten für Fisker? Ein Schelm, wer da Böses denkt.

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Wie auch immer, der Aston-Fisker-VLF Force 1 wurde nun in Detroit auf der NAIAS doch enthüllt – und er präsentierte sich mit einigen Überraschungen. Nicht so sehr, dass er gut aussieht (Fisker kann was, das ist bekannt), auch nicht so sehr, dass er auf der aktuellen Viper basiert (das war schon im Vorfeld bekannt gewesen) und mit einem gepimpten 8,4-Liter-V10 mit satten 745 PS antritt. Aber das VFL aus einem schrägen Team besteht, neben Fisker auch Unternehmer Gilbert Villareal, Rennfahrer Ben Keating – und Bob Lutz. Der gebürtige Schweizer ist unterdessen 84, unterdessen bei der gefühlten 212. Neugründung mit dabei – und irgendwie war er ja auch der Erfinder der originalen Viper, damals, Anfang der 90er Jahre. Es schliessen sich also hier ganz viele Kreise.

Der VLF Force V10 also. 4,55 Meter lang, 2,02 Meter breit und 1,24 Meter hoch. Die Karosse ist aus Kohlefaserlaminat gefertigt, was das Viper-Gewicht auf 1538 Kilo drückt. Wie erwähnt: 745 PS, dazu 928 Nm maximales Drehmoment. Über 350 km/h will der «american supercar», wie ihn Fisker bezeichnet, rennen, in knapp über 3 Sekunden auf 100 km/h kommen. Geschaltet wird wahlweise über ein manuelles 6-Gang-Getriebe oder eine Automatik mit ebensovielen Gängen. Der Einstiegspreis beträgt stolze 268’500 Dollar. Eine erste Serie soll auf 50 Exemplare limitiert sein.

VLF baut übrigens auch den einstigen Fisker Karma weiter, der jetzt Destino heisst und vom Corvette-LS9-Motor mit 647 PS angetrieben wird. Nix mehr Hybrid-Gedöns, und das ist gut so. Die 229’000 Dollar Basispreis sind aber eher – absurd?

Mehr Exoten gibt es in unserem Archiv.

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