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Aston Martin DBS Superleggera

Heavy Metal

Eigentlich passt es ja: als der DBS von Aston Martin 1967 auf den Markt kam, da wirkte er neben dem weiterhin gebauten DB6 doch ziemlich, wir wollen freundlich bleiben – plump. Man erinnert sich: der DB6 war die letzte Entwicklungsstufe des von der italienischen Carrozzeria Touring entworfenen DB4, er trug noch die Bezeichnung Superleggera (obwohl er es nicht mehr war), und der DBS sollte damals einen weiteren Neuanfang in der Aston-Martin-Geschichte darstellen. Was nur so mässig gut gelang, oder vielmehr: gar nicht. Es gab dann ab 2008 wieder einen DBS, doch der war irgendwie weder Fisch noch Vogel, und wurde schon 2012 ganz still wieder beerdigt. Trotzdem versucht es Aston Martin jetzt wieder mit dieser Bezeichnung DBS, hängt hinten auch noch ein Superleggera an – was ja auch Sinn macht bei einem Fahrzeug, das 1,7 Tonnen wiegt.

Eigentlich hatte Aston Martin doch versprochen, keine «Babuschkas» mehr auf den Markt zu bringen (siehe: Fahrbericht Aston Martin Vantage), nicht mehr wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten die immer gleichen Modelle mehrfach zu klonen und ganz einfach neu zu benennen. Aber jetzt tun sie es doch schon wieder (wir ersparen uns jetzt hier weitere Bemerkungen zu den jüngsten Sondermodellen wie dem DB11 AMR & Co.), denn der DBS Superleggera ist ein gepimpter DB11, etwas flacher, immerhin deutlich aggressiver im Styling, mit einem Frontgrill, der auch von Audi, Lexus oder Weber sein könnte. Und, dies ist erfreulich: er ist frisch motorisiert. Den Antrieb übernimmt der bekannte V12, 5,2 Liter Hubraum, über zwei Turbos auf stolze 725 PS und 900 Nm maximales Drehmoment (zwischen 1800 und 5000/min!) aufgeblasen. Damit sprintet der DBS Superleggera in 3,4 Sekunden auf 100 sowie auf eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h. Geschaltet wird über die bekannte 8-Gang-Automatik von ZF.

Eigentlich erscheint der Aston Martin DBS Superleggera als Top-Modell der Marke mit einem Grundpreis von 225’000 Pfund im Vergleich zu den ganz wenigen Konkurrenten verhältnismässig fair eingepreist. Doch die Liste der Sonderausstattungen ist unglaublich lang, so muss den Engländer niemand bestellen. Besonders nettes Gedöns: das Markenemblem aus purem Gold.

Mehr Aston Martin haben wir in unserem Archiv.

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