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BMW i8

Eine Einordnung

Die Wurzeln

BMW selbst sprach immer vom „Sportwagen der Zukunft“, doch so ein bisschen war der Steckerhybrid auch ein Griff in die Vergangenheit. Eine Erinnerung an die ganz ganz großen Modelle, die Aushängeschilder, die BMWs legendären Ruf festigten. Doch eigentlich gibt es da nur einen: den BMW M1.

Natürlich gelten auch 507 oder Z8, im ganz weiten Sinne überhaupt auch die Neue Klasse, die die Freude am Fahren überhaupt erst neu definierte.

Das Design

Es ist immer noch atemberaubend. Und in jedem Fall polarisierend. Eine perfekte Mischung aus Modernismus, diesem verruchten Hauch unerreichbarer Supercar-Attitüde und einer überraschenden Zurückhaltung. Denn beim BMW i8 folgt die Form zuallererst der Funktion. So ist das schwebende Dach allein der besseren Luftströmung geschuldet, wie auch all die Überlappungen und Hinterschneidungen der anderen Karosserieteile. Und überhaupt: der Ford GT sieht gut zehn Jahre später eigentlich genau gleich aus, was die funktionalen Details angeht. Und im Profil würde jedes Dreijährige einen i8 zeichnen, wenn man es einen Sportwagen malen lassen würde.

Die Technik

Wo fangen wir an? Sicher beim Motor, also: beim richtigen. B38K15T0 steht bei BMW für den Benziner aus dem Baukasten mit drei Zylindern, 1500 Kubik in der Top-Ausbaustufe in Ur-Revision. Sicher, das Triebwerk tut mit 75PS auch im Basis-Mini seinen Dienst, aber das ist egal. Denn im i8 fetzt der 231PS und 320Nm-Kraftzwerg richtig. Dazu kommt der 143PS/105kW Elektromotor an der Vorderachse. Er darf über ein Zweigang-Getriebe im Kraftfluss mittun, während der Verbrenner deren sechs zur Verfügung hat. In Summe sind es 374PS und 570Nm. Rein elektrisch schafften wir es übrigens 54km weit, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130km/h. Geladen werden die 11kWh Batteriekapazität bestenfalls über den 3,7kW-Stromanschluss am vorderen Kotflügel. Bei Bedarf wird natürlich auch vom E-Motor vorne rekuperiert. Spannende Option: im Sport-Modus schuftet der Starter-Generator des Dreizylinders Sonderschichten und hält die Batterie für maximale Performance-Einlagen bei bis zu 75% Ladestand (auch wenn man sie vorher leergefahren hat schafft er das überraschend zügig!). Das Ergebnis sind dann natürlich nicht mehr die 5,4 Liter/100km, die wir im Schnitt verbraucht haben. Aber die 4,5 Sekunden auf 100km/h packt man im Sport-Modus jederzeit.

Die Wirkung

Die Vorhaltungen sind endlos. Zu wenig Charakter, hässlich, zu schwach, zu teuer, zuviel Fake. Dem allen können wir nicht zustimmen. Der BMW i8 ist nicht nur aufregend anzuschauen, er fährt auch so. Athletisch, präzise, eben genau so wie ein BMW fahren muss. Doch das erklären wir besser noch einmal genauer, denn man wird es uns eh nicht glauben, bis man selbst einen gefahren ist.

Es ist dies Teil 2/3.

Den ersten Teil finden sie hier,
den dritten Teil dann bald.

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