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Wartburg 353 W – Duo

Ost-Bomber

Er stand (im Westen) immer etwas im Schatten des schnuckligen Trabant, der Wartburg 353. Dabei wurden zwischen 1966 und 1989 mehr als 1,2 Millionen Exemplare gebaut; es gab zwar mal eine Auffrischung zwischendurch (1975, 353 W) mit ein paar PS mehr (50 statt 45), doch eigentlich blieb das Fahrzeug mehr als 20 Jahre lang quasi unverändert, 2-Zylinder-2-Takter mit einem Liter Hubraum, rundum Einzelradaufhängung, etwas über 900 Kilo schwer – und mit diesem grossartigen Kofferraum mit über 500 Liter Volumen.

Gut, gerade sportlich waren auch 50 Pferdchen nicht. Doch da gab es dann tatsächlich ein Gruppe-B-Auto des Wartburg (das Reglement war nicht einfach Gruppe B, es gab Anhänge, der Wartburg durfte in B9 starten), mit drei Zylindern (weiterhin im Zweitakt) und 1147 cm3 – und satten 105 PS. Das ging dann wohl schon ziemlich anständig; es entstand aber trotzdem nur ein Stück (siehe oben). Weil man aber in Eisenach eh schon am Basteln war, entstand gleich noch eine spezielle Konstruktion: der Duo. Und man ahnt es: zwei Motoren. Die zweite Maschine wurde auf der Rückbank eingebaut, war also quasi ein zusätzlicher Mittelmotor. Logisch, zwei Getriebe, logisch: Allradantrieb. Doch auch hier: ein Einzelstück. Gefunden haben wir das Ding auf dem wartburgrallyearchiv.de, gute Seite.

Wir haben ja da noch mehr dieser zweimotorigen Fahrzeuge, klar, Citroën 2CV Sahara, dazu Alfasud Bimotore 4×4, Lancia Trevi Bimotore, Golf/Ibiza. Und anderes schräges Zeug: Die Aussergewöhnlichen.

1 kommentar

  1. Christian M. Christian M.

    Bitte spendiert auch dem normalen Wartburg 353 einen dritten Zylinder. Es tut ja förmlich weh, wenn man hier liest, dass im Wartburg der aus dem Trabant bekannte Zweizylinder-Motor verbaut worden sein soll.

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