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TVR

Jetzt: ernsthaft

Vor einigen Monaten hatte «radical» angekündigt, dass die englische Marke TVR vielleicht ein Comeback erleben könnte. Damals bestanden noch so ein bisschen Zweifel, ob das wirklich etwas werden kann, denn man hat gerade aus England in den vergangenen Jahren viel gehört und gelesen, wenn es um Wiedergeburten von Traditionsmarken ging – zumeist waren es vor allem wilde Fantasien. Und auch TVR hat ja keine ruhmreiche Geschichte in dieser Beziehung, der letzte Versuch des russischen Investors Nikolai Smolensky ging vor rund 10 Jahren komplett daneben.

Kurz vor Weihnachten nun hat nun aber das Team rund um den neuen Investor und Chef Les Edgar den Fans nun aber ein schönes Geschenk gemacht: ein erstes Bild, wie der neue TVR aussehen wird. Oder: kann. Und dazu gab es auch noch jede Menge Informationen, aus denen man durchaus schliessen kann, dass er der neuen Crew sehr ernst ist. Zwar weiss man weiterhin nicht, was so ein neuer TVR kosten wird und leisten kann, doch wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen liest, so tönt das alles sehr gut.

Sicher ist: die Gestaltung von Plattform und Optik liegt in den Händen von Gordon Murray. Der ehemalige Formel-1-Konstrukteur und Entwickler des legendären McLaren F1 hat mit «iStream Carbon» ein neues Verfahren für die Verabeitung von Karbon entwickelt, das eine sehr flexible und vor allem viel günstigere Verarbeitung des hochwertigen Materials ermöglicht. Das bedeutet, dass das ganze Chassis sowie grosse Teile des Fahrwerks und der Karosserie aus diesem eigentlich sehr teuren Verbundstoff bestehen werden, der Preis des Fahrzeugs aber trotzdem einigermassen vernünftig bleiben kann. Edgar nennt, wie erwähnt, keine Zahlen, aber das Ziel ist, den neuen TVR im Bereich eines Porsche 911 anbieten zu können. Murray liess verlauten, dass er beim Gewicht einen neuen und vor allem klaren Bestwert anstrebt, was wohl bedeutet, dass der neue TVR irgendwo im Bereich von 1000 Kilo liegen kann.

Auch in Sachen Antrieb gibt es gute Neuigkeiten. Die Motorenentwicklung liegt bei Cosworth, dem einst so legendären Lieferanten der 3-Liter-Formel-1-Maschinen – und bei ersten Leistungsmessung auf dem Prüfstand hat das neue Triebwerk gleich einmal den Dynamometer gesprengt. V8 ist klar, wir gehen von 4 Liter Hubraum und Doppelturbo aus – und liegen wohl nicht falsch in der Annahme, dass es mehr als 500 PS sein werden, die da auf die Hinterachse wirken werden. Das würde dann ein Leistungsgewicht von unter 2 kg/PS ergeben – davon können Ferrari, Lamborghini, Porsche & Co. nur träumen.

Noch ist TVR allerdings auf der Suche nach einem geeigneten Produktionsstandort. Doch Les Edgar hat versprochen, noch vor dem Genfer Salon, der Anfang März seine Tore öffnet, weitere Informationen zu liefern, dann auch etwas zum Preis erzählen – und zu den Fahrleistungen. Bestellen kann man den neuen TVR übrigens schon.

Weitere Exoten haben wir in unserem Archiv.

2s Kommentare

  1. TVR war auf der Insel einst der einzig ernstzunehmende Konkurrent von dieser Automarke da oben in Grün. Damals hatten sie noch eine Chance- heute mit diesem übermächtigen Frachter aller Glückseligkeiten kaum noch mehr.

  2. […] vorwärts gehen, wie man in der englischen Presse lesen kann (und manchmal auch bei uns, siehe: hier). Noch in diesem Jahr, 70 Jahre nach der Firmengründung, soll das neue Modell auf den Markt […]

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