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Toyota Prius – 2

Verlässlich

Wir bleiben noch ein wenig auf der Suche nach der Erklärung des Phänomens Toyota Prius. Ja, es interessiert uns tatsächlich, weshalb der Japaner eine Fan-Gemeinde hat, die ihren Wagen über alles schätzt, ihn gar nicht mehr hergeben will. Mit Kurt Koller, dem Geschäftsführer der ProTaxi AG, einem der grössten Taxi-Unternehmen im Raum Zürich, fanden wir einen Gesprächspartner, der gleich ein paar wichtige Argumente für den Vorreiter der Hybrid-Technik vorzuweisen hat.

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radical: Herr Koller, wie viele Taxi sind bei Ihnen im Einsatz?

Kurt Koller: Wir haben 80 Taxis, und davon sind 80 Prozent Toyota.

radical: Und wie lange verwenden Sie schon Toyota Prius?

Koller: Wir haben den Prius seit 10 Jahren im Einsatz. Unterdessen fahren wir fast ausschliesslich die Prius-Kombi.

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radical: Und, sind Sie zufrieden?

Koller: Ja, sehr. Ein gutes Flughafen-Taxi macht pro Jahr 80’000 bis 100’000 Kilometer. Bei uns sind die Fahrzeuge mindestens fünf Jahre im Einsatz, da kann dann gut einmal eine halbe Million Kilometer zusammenkommen. Wobei: bei den ersten Prius, die wir hatten, stand der Kilometerzähler jeweils nach 299’000 Kilometer still, das war ein interessantes Phänomen.

radical: Und was schätzen Sie am Toyota Prius am meisten?

Koller: Die Fahrzeuge sind unglaublich zuverlässig. Abgesehen von den üblichen Schäden, die bei Unfällen und beim Parkieren entstehen, hatten und haben wir nie Probleme mit den Fahrzeugen. Auch schätzen wir, dass der Unterhalt deutlich günstiger ist als bei anderen Fahrzeugen, die Bremsen, zum Beispiel, müssen wir deutlich weniger ersetzen. Und auch der Verbrauch ist sehr gut, er liegt über Land so zwischen 5 und 6 Litern – und in der Stadt, wo der Verbrauch bei anderen Autos jeweils rapide ansteigt, kommen unsere Toyota mit 4 Litern aus. Es gibt neben der extremen Zuverlässigkeit auch kein Fahrzeug, dass sich für uns wirtschaftlich besser rechnen würde.

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radical: Und warum fahren Sie den Prius+?

Koller: Wir haben ihn am Anfang als Siebensitzer verwendet, doch das funktionierte nicht so gut. Heute fahren wir ihn als Fünfplätzer – und die Gäste haben Freude am grossen Kofferraum.

radical: Nun ist der Prius aber wohl nicht das Fahrzeug, um den Taxi-Fahrer-Nachwuchs anzulocken.

Koller (lacht): Das hat mit dem Prius nichts zu zun. Es ist für allgemein schwierig mit dem Nachwuchs – die gesetzlichen Vorgaben sind einfach zu hoch. Wir finden auch kaum mehr Studenten, die im Nebenjob Taxi fahren wollen. Aber am Prius liegt das wohl nicht.

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Mehr Toyota haben wir in unserem Archiv.

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