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Opel GT X Experimental

Deutsch, nahbar – aufregend?

Mit dem GT X Experimental, sagt Opel, zeige man die Zukunft der Marke. Ganz besonders die neue Designsprache sei an diesem SUV zu sehen, heisst es, man werde auf unnötige Elemente verzichten, es komme zukünftig zu einer visuellen Entschlackung. Innen sieht man das gut, es ist Licht, es gibt das «Pure Panel», einen riesigen Bildschirm. Und tatsächlich fällt auf, dass die Studie doch eher klein ist, 4.06 Meter lang, das sind im SUV-Segment eher so Bonsai-Masse. Und der GT X Experimental rollt auf 17-Zöllern – es wäre sinnvoll, wenn sich daraus ein Trend entwickeln würde. Was uns die PSA-Tochter Opel sagen will damit, dass diese Design-Fingerübung die zentralen Markenwerte ausdrücken will, also: deutsch, nahbar, aufregend, das muss man nicht verstehen – es geht ja immer auch um Marketing, und da sucht man anscheinend den Fokus auf den Kunden. Da drängt sich dann die Frage auf: auf wen denn sonst?

Selbstverständlich ist das gute Stück ein E-Automobil, 50-kWh-Batterie, induktives Laden – und genau da wird es interessant, denn man darf ja auch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Da ist etwa das Versprechen, dass es bei allen Opel-Modellen bis 2024 mindestens eine elektrifizierte Variante geben wird – spät werden sie also kommen, aber immerhin, sie kommen. Und dann ist da auch noch der «Plan X»: Bis 2021 sollen 40 Prozent aller verkauften Opel SUV sein. Ob man sich jetzt darüber freuen soll, ist eine andere Frage. Und nein, autonomes Fahren schafft diese Studie nicht auch noch, da regiert endlich wieder einmal die Vernunft.

Mehr Opel haben wir in unserem Archiv.

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