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Ford-Neuheiten 2019

Die tun was

Ford war einer der vielen Hersteller, der auf dem Salon von Genf durch Abwesenheit nicht auffiel. Nun zeigen die Amerikaner, wie sie sich vorstellen, dass ihre neuen Produkte doch noch den Weg an die Öffentlichkeit finden: die Neuheiten sollen von der Fach-Presse in die Welt hinaus getragen werden. Das Rad haben sie damit irgendwie nicht neu erfunden. Auf einer Show in Amsterdam zeigte Ford heute den Journalisten alles, was eigentlich nach Genf gehört hätte. Das hat sicher den Vorteil, dass massiv Kosten gespart werden können. Und doch: den potentiellen Kunden, also jenen Menschen, die sich all diesen neuen Ford kaufen sollen, fehlt jetzt das Messe-Erlebnis, sie können die Fahrzeuge weder sehen noch riechen noch berühren, sie können sich nicht in den neuen Kuga setzen und auch den neuen Explorer nicht anfassen. Es wird sich weisen müssen, ob diese «neuen» Formen der Präsentation auch wirklich die Wirkung haben, die sich in diesem Fall Ford davon verspricht. Wir wagen es zu bezweifeln.

Wieauchimmer: Ford hat da den Hammer ausgepackt. Ein ganz neuer Kuga (schon wieder?), der Explorer als zusätzliches SUV für Europa – und ganz, ganz viel Strom. Als bestes Beispiel für die komplette Elektrifizierung der Marke mag gleich der Kuga gelten, den es als Mild-Hybrid (mit 48-V-Bordsystem), selbstladenden Hybrid und auch noch als Plug-in-Hybrid (50 Kilometer rein elektrische Reichweite) geben wird (und mit Benziner und Diesel auch noch). Und das alles gibt es nicht irgendwann in ferner Zukunft, sondern noch in diesem Jahr. Der Kunde darf mit Hilfe des Händlers nun rechnen, welche Version sich für ihn am besten rechnet. Grösser ist er übrigens auch noch geworden, der neue Kuga – und hat jetzt (leider?) diese Augen, die man schon vom Fiesta und Focus kennt; innen wurde wieder einmal mächtig aufgeräumt.

Auch ziemlich überraschend kommt als zusätzliches SUV der Explorer nach Europa, ein mächtiges Teil, das bisher dem amerikanischen Markt vorbehalten war. Der Siebensitzer, der mit Premium-Ansprüchen antritt, wird nur als Plug-in-Hybrid angeboten, 450 PS Systemleistung, 40 Kilometer rein elektrische Reichweite. Ob es dafür wirklich einen Markt gibt, wird wohl stark vom Preis abhängen.

Ansonsten, wie schon erwähnt: ganz viel Strom – und alles schon bald (oder zumindest in absehbarer Zeit). Den Mondeo Kombi gibt es als Hybrid, Fiesta und Focus kommen als Mild-Hybrid (also 48-V-Bordsystem, der 1-Liter-Dreizylinder wird auf 155 PS «aufgeladen»), der Tourneo und der Transit Custom dürfen ebenfalls als PHEV antreten, und ab 2021 wird Ford einen komplett elektrischen Transit anbieten können. Ja, da darf man den alten Slogan wieder einmal verwenden: Ford, die tun wirklich was.

Mehr Ford haben wir in unserem Archiv.

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