Was wir so finden
Klar, Ferrari, McLaren, Mercedes, auch Brabham – es gibt so einige legendäre Namen in der Formel 1. Aber es gibt halt auch die Kleinen, die es auch mal versuchen wollten, nur ein paar Jahre das Geld hatten, dann wieder verschwanden. Aber sie dürfen hier auch einen Platz haben – wenn wir schöne Bilder finden.
1979: Fittipaldi F6/A



Auktion: RM Sotheby’s, Monaco 2026, Schätzpreis 500’000 bis 700’000 Euro. 80 wird er Ende 2026, der Brasilianer Emerson Fittipaldi – seine letzten Rennen bestritt der 7fache Vater, 2fache Formel-1-Weltmeister (1972 auf Lotus, 1974 auf McLaren) und 2fache Indy-500-Sieger (1989 – grossartig, 1993), da war er bald 70. Ende 1973 beschloss er zusammen mit seinem älteren Bruder Wilson (der auch 35 Formel-1-Rennen bestritten hatte), ein eigenes Formel-1-Team zu gründen, im Oktober 1974 wurde das erste Auto vorgestellt, der von Richard Davila konstruierte Copersucar FD01, mit dem sich Wilson dann erfolglos durch die Saison 1975 mühte. 1976 kam dann auch Emerson ins unterdessen als Fittipaldi Automotive bezeichnete Team, aber die ganz grossen Erfolge blieben aus, ein zweiter Platz in Brasilien 1978 war der grösste Erfolg. Anfang 1983 wurden die Tore geschlossen. Der hier gezeigte Fittipaldi F6/A wurde 1979 ursprünglich als F6 vom früheren Lotus-Designer Ralph Bellamy konstruiert, musste aber von den ehemaligen Ferrari-Ingenieuren Giacomo Caliri und Luigi Marmioli im Laufe der Saison zum F6/A verbessert werden. Für Punkte reichte es trotzdem nicht.

























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1984: Toleman TG183B



Auktion: RM Sotheby’s, Monaco 2026, Schätzpreis 2,8 bis 3,8 Millionen Euro. Die Gebrüder Ted und Robert Toleman waren Erben eines Transport-Unternehmens, das Geld sprudelte. In den 70er Jahren begannen sie, Rennen zu fahren, auch gegeneinander. Robert verunglückte 1976 tödlich, Ted hatte beim Training zu den 24 Stunden von Le Mans 1978 einen schweren Unfall, der ihn zum Rücktritt zwang. Dafür gründete er ein Renn-Team, zuerst in der Formel 2, aber 1981 in der Formel 1. Mit Rory Byrne und John Gentry hatte Toleman zwei grossartige Konstrukteure an Bord, in Zusammenarbeit mit Brian Hart entstand ein 1,5-Liter-Turbo. 1983 gab es erste Punkte – und 1984 kam Ayrton Senna ins Team. Der TG183B (ein etwas verbesserter TG183, von dem fünf Chassis entstanden) war aber nicht wirklich konkurrenzfähig. Trotzdem holte Senna schon im zweiten Rennen (Kyalami) Punkte, auch in Belgien wurde er 6.; danach war die Karriere von TG183B schon vorbei, es folgte der TG184 (und das legendäre Rennen von Senna in Monaco). Ende 1985 wurde Toleman – 70 Rennen, 57 Starts, eine Pole-Position, zwei schnellste Runden – an Benetton verkauft. Und im Jahr 2000 verkaufte Benetton an Renault.

























Da kommt sicher noch viel mehr. Und noch mehr gibt es im Archiv.


Mein Gott, wie cool war die Formel 1 damals. Ok, ich war damals Teenager, aber trotzdem.
Die Formel 1 ist cool seit beginn und wird cool sein bis alles andere nicht
mehr ist..
dieses ewige rumm Gejammere..
Mein Lieblings-Zwergenteam: Copersucar. Wegen dem Namen. Der mich als Kind schon faszinierte, als er in den Sammelblättern einer Tageszeitung zur Saison 1976 oder 77 (Niki Nazionale war da schon Weltmeister) aufschien. Und immerhin: Fittipaldi, hallo!?
kommt )
Wer erinnert sich noch an Osella? Der Teamchef hieß, glaube ich, auch Enzo…
Carlo A. „schenkte“ damals (1979) seine Rennabteilung Osella – Fiat war not amused.
Er hiess Vincenzo, kurz: Enzo. Und Osella übernahm schon 1971…
Danke, wieder was gelernt. Aber 1971 war ich noch zu jung um da alles mitzukriegen. Was ich allerdings mitbekommen habe war, dass meine Mutter Formel 1-narrisch war und ist. Ich hab`s erst so richtig mitbekommen als Niki Lauda 1975 Weltmeister wurde.
Zu den Kleinen fällt mir noch Walter Wolf Racing ein, die 1977 mit Jody Scheckter ein Knallerjahr hatten und den 2. Platz in der WM eingenommen hat.
Irgendwie entstanden aus Hesketh und Williams und Herr Dallara hatte auch die Finger irgendwie drin.
Walter Wolf war in Interviews immer sehr cool. Er nahm alles irgendwie lässiger als andere und nannte Cosworth immer „Cosmot“.
ohja, der Herr ist unbedingt eine Geschichte wert. Er hatte ja da auch noch den einen oder anderen Lambo.
… ah ja, die Wolf-Countach, da war er Fan.