Zurückgebaut
Für die Saison 1970 stellte Abarth noch einmal um: Beim SE018 wanderte der Motor wieder ganz nach hinten, also hinter die Hinterachse. Das hatte verschiedene Gründe, der wichtigste war wohl: Carlo Abarth konnte sich nie so recht mit dem Mittelmotor-Konzept anfreunden, das war ihm zu kompliziert (und wohl einfach auch: zu teuer). Mit dem «Millino», also dem «kleinen Tausender» wurde alles wieder einfacher, das war auch die Idee von Abarth, er wollte junge Piloten, die im Kart und bei den Tourenwagen schon Erfahrungen gesammelt hatten, mit dem SE018 die Möglichkeit bieten, «seriösen» Rennsport zu betreiben. Dass dies mit dem «Millino» möglich war, bewies Werkspilot Johannes Ortner gleich beim ersten Auftritt, er holte den Gesamtsieg beim Bergrennen Castione Baratti – Neviano Arduini.


Noch besser machte es das Fahrzeug, das wir hier zeigen, Chassis-Nummer SE018-X001/O. In den Händen von Mario Barone und Maurizio Campaini schaffte dieser «Millino» den Klassensieg und den 14. Gesamtrang bei der Targa Florio im Mai 1971. Aber es war halt schon auch gutes Material: Der Vierzylinder mit 982 cm3 Hubraum kam auf beachtliche 120 PS bei 8200/min, das Leergewicht betrug nur gerade 400 Kilo. Barone fuhr noch ein paar weitere Rennen, gab den Wagen dann zurück an Osella (welche damals schon die Rennsport-Aktivitäten von Abarth übernommen hatten). Dort erhielt SE018-X001/O einen neuen Motor – und wurde bis 1978 bei Rennen eingesetzt.



























Broad Arrow versteigert den kleinen Italiener online bei der Frühlingsauktion Global Icons. Erwartet werden. 150’000 bis 180’000 Euro, geboten wird extremer Fahrspass und grosser Lärm. Eine Sammlung unserer (vielen) Abarth-Stories gibt es: hier.


Geil!
Die schönsten 400 Kilo, die meine Augen erfreuen..
Zum Vergleich. die Cupra Raval Kiste. 1 6 0 0 Kilo.
in Worten : Eintausend sechshundert Kilo…
die kleine fette Sau.
Hätte so sein müssen:
900 kilo
70kw
13.900 Euro.
Was saufen die in den Autokonzernen?
Hallo Norbert,
die saufen nix mehr, ist zu prollig, die schnupfen…
Danke für die tollen Bilder zu einem, wieder einmal, herrlichen Abarth-Auto.
Das charakteristische „Auspuffgewürm“ ;-), Weber-Doppelvergaser, zwei oben liegende Nockenwellen, Pirelli-Cinturato-Reifen mit dem zeitgenössischem Profil, offene Schaltkulisse, die Schläuche für die Bremsenbelüftung, usw. einfach super.
Es ist auch schon, dass man an dem Fahrzeug die Spuren der Zeit und des Gebrauchs sieht.