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Formel 1: Ferrari

Über die Jahre

1951: Ferrari 375 F1
Fahrer: Alberto Ascari, Luigi Villoresi, Piero Taruffi, José Froilan Gonzalez, Chico Landi
Konstrukteur: Aurelio Lampredi
Motor: V12 (60 Grad), 4493,73 cm3, 350 PS bei 7000/min; 4-Gang-Getriebe, manuell
Gewicht: 850 Kilo. Radstand: 2320 mm
10 Rennen, beste Platzierungen: 1. Rang Ascari (Deutschland, Italien), Froilan (England)

1950 versuchte es Ferrari mit dem 275 F1 (3,3 Liter Hubraum), doch das brachte nichts. Erst, als Lampredi seinen 4,5-Liter-V12 einbaute (ab Belgien 1951), konnten die Ferrari mit den Alfa Romeo mithalten. Der Argentinier Froilan schaffte den ersten Formel-1-Sieg für Ferrari am 14. Juli 1951 in Silverstone, Ascari gewann mit genau diesem Fahrzeug, das wir oben zeigen, #5, den für Ferrari so wichtigen Grossen Preis von Italien in Monza (es folgten vier weitere Ferrari auf den Plätzen). Dieses Fahrezug war Bestandteil der Sammlung von Bernie Ecclestone.

1955: Ferrari 555 Supersqualo

Fahrer: Eugenio Castellotti, Mike Hawthorn, Nino Farina, Maurice Trintignant, Piero Taruffi, Harry Schell
Konstrukteure: Aurelio Lampredi
Motor: V4, 2417,33 cm3, ca. 250 PS; 4-Gang-Getriebe, manuell.
Gewicht: 590 Kilo. Radstand: 2160 mm.
5 Rennen, beste Platzierungen: 3. Farina (Belgien), 3. Castellotti (Italien)

Dazu haben wir noch eine schöne Story, hier.

1978: Ferrari 312T3
Fahrer: Carlos Reutemann, Gilles Villeneuve, Jody Scheckter (1979)
Konstrukteure: Mauro Forghieri
Motor: V12 (180 Grad), 2991,8 cm3, 510 PS bei 12200/min; 5-Gang-Getriebe, manuell.
Gewicht: 580 Kilo. Radstand: 2560 mm.
16 Rennen, 58 Punkte (1978), beste Platzierungen: 1. Reutemann (Long Beach, Brands Hatch), 1. Villeneuve (Kanada)

Ferrari schaffte mit dem 312T3 in der Saison 1978 zwar den zweiten Platz in der Weltmeisterschaft, doch war chancenlos gegen die Lotus 79 von Ronnie Peterson und Mario Andretti (die auch chancenlos gewesen wären gegen den «Staubsauger», den Brabham BT46B, doch der wurde ja schnell wieder verboten). Niki Lauda hatte Ferrari verlassen, dafür kam ein unbekannter Kanadier ins Team: Gilles Villeneuve. Insgesamt drei Siege holte die Scuderia, aber der T3 war ansonsten eher unzuverlässig. Das Fahrzeug oben trägt die Chassis-Nummer #036, wurde bei fünf Rennen eingesetzt, beste Platzierung war ein 7. Rang von Reutemann in den Niederlanden. RM Sotheby’s versteigert diesen 312T3 in Monaco 2026, geschätzt wird er auf 4,5 bis 5,5 Millionen Euro.

1988: Ferrari 639
Nur Entwicklungsfahrzeug

Zu diesem Fahrzeug (Chassis #106): Steht zum Verkauf bei Simon Furlonger, mit diesen Angaben: «The only Tipo 639 in private hands and the second of two factory prototypes, Chassis #106 was developed to test Ferrari’s all-new Tipo 035 3.5-litre V12 engine. More significantly, the 639 was the first F1 car to feature the iconic ‘paddle shifters’ that are now commonplace among modern race and road cars. This vehicle was retained by the Ferrari factory from 1988 until April 1999, at which point it entered private ownership. The car has since benefitted from diligent care, with extensive works carried out by Ferrari Classiche, and remains fully driveable, with recent outings at Goodwood and Silverstone.»

1989: Ferrari 640 F1
Fahrer: Nigel Mansell, Gerhard Berger
Konstrukteure: John Barnard, Enrique Scalabroni, Henri Durand, Jean-Jacques His
Motor: V12 (65 Grad), 3498 cm3, 660 PS bei 13000/min; halbautomatisches 7-Gang-Getriebe
Gewicht: 510 Kilo. Radstand: 2830 mm.
16 Rennen, 59 Punkte, beste Platzierungen: 1. Rang Nigel Mansell (Brasilien, Ungarn), Gerhard Berger (Portugal)

Zu diesem Fahrzeug (Chassis #110): Steht zum Verkauf bei Simon Furlonger, mit diesen Angaben: «Driven by Gerhard Berger during the 1989 season in the Canadian, German, British, Mexican and American Grand Prix, this was the first Formula 1 car to use a paddle-shift transmission in the World Championship. Following its retirement from racing, Chassis #110 was initially employed as a static display vehicle before being returned for complete restoration, during which time it was awarded Ferrari Classiche certification, and has recently been reunited with Berger for display laps at the 2024 Goodwood Members Meeting.»

1991: Ferrari 642
Fahrer: Alain Prost, Jean Alesi
Konstrukteure: Steve Nichols, Jean-Claude Migeot
Motor: V12 (65 Grad), 3497 cm3, 710-725 PS bei 13800-14500/min; 7-Gang-Getriebe, halbautomatisch.
Gewicht: 505 Kilo. Radstand: 2830 mm.
6 Rennen, 55,5 Punkte, beste Platzierungen: 2. Platz Prost (USA)

Es war halt wieder einmal eine Fehleinschätzung von Ferrari. Nachdem man mit dem 641 in der Saison 1990 die Titel nur knapp verpasst hatte, war man in Maranello überzeugt, dass eine Weiterentwicklung ausreichen würde (was dazu führte, dass unter anderem Chef-Designer Enrique Scalabroni kündigte). Zwar konnte Ferrari mit Alain Prost und Jean Alesi zwei schnelle Franzosen verpflichten, dazu Steve Nichols von McLaren abwerben, doch der 642 war einfach zu wenig gegen die neuen Gerätschaften von McLaren und Williams. Prost schaffte es beim ersten Rennen in Phoenix zwar noch auf den zweiten Rang, doch schon nach dem sechsten Rennen (Mexiko, Doppelausfall) wurde der 642er in Pension geschickt. Fünf Exemplare wurden gebaut, das Fahrzeug, das wir oben zeigen, trägt die Chassis-Nummer #125 – und kam nie zum Einsatz. RM Sotheby’s versteigert #126 in Monaco 2026, erwartet werden zwischen 3 und 4 Millionen Euro.

1992: Ferrari F92A

Fahrer: Jean Alesi, Ivan Capelli, Nicola Larini

Konstrukteure: Steve Nichols, Jean-Claude Migeot, Paolo Massai

Motor: V12 (65 Grad), 3497 cm3, 735 PS bei 14800/min; zuerst 6-, dann 7-Gang-Getriebe, halbautomatisch.

Gewicht: 505 Kilo. Radstand: 2860 mm.

16 Rennen, 21 Punkte, beste Platzierungen: 3. Platz Alesi (Spanien, Kanada)

Ferrari schenkte dieses Fahrzeug nach Ende der Saison 1992 Jean Alesi. Der wiederum hat es im Januar 2026 von Artcurial in Paris für 2,9 Millionen Dollar versteigern lassen. Die ganze Geschichte gibt es unten in den Kommentaren.

Eine Übersicht über die einzelnen Modelle von Ferrari finden Sie hier. Mehr spannende Automobile haben wir im Archiv.

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