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Ford S-Max

Bleibender Eindruck

Als Ford den S-Max 2006 auf den Markt brachte, war er damals eine wirklich einzigartige Mischung aus Mini-Van und Limousine (abgesehen vielleicht von der zu Recht wenig erfolgreichen R-Klasse von Mercedes, die 2005 auf den Markt gekommen war). Technisch war der S-Max der Zwillingsbruder des Galaxy, einfach: flacher, sportlicher, schicker. Und er bot trotzdem bis zu sieben Personen sowie noch reichlich Gepäck auch reichlich Platz, die zweite und dritte Sitzreihe liessen sich komplett im Kofferraumboden versenken, was einst noch nicht selbstverständlich war. Das Konzept wurde gut aufgenommen, der S-Max verkaufte sich in manchen Märkten, etwa der Schweiz, deutlich besser als der Galaxy. Dies auch deshalb, weil er von den Flottenkunden gut aufgenommen wurde – und weil er halt eben auch ein schönes Mass an Fahrfreude bieten konnte. Auch der eilige Familienvater konnte durchaus ein wenig Spass kaufen mit dem grossen Ford.

Lange hat es gedauert, jetzt kommt endlich die zweite Generation des S-Max. Konkurrenten hat der Ford so ganz direkt weiterhin keine – sicher auch ein Grund für seine Väter, am aussergewöhnlichen Konzept (und der technischen Verwandschaft mit dem ebenfalls neuen Galaxy) nichts zu verändern. Und so kann der Nachfolger dort ansetzen, wo schon der Vorgänger punkten konnte: viel Platz, sehr ansprechendes Fahrverhalten, gutes Design. Die in die Jahre gekommene Form des S-Max haben die Ford-Designer mit nur wenigen Veränderungen und selbstverständlich den nötigen Anpassungen an die Designsprache des Hauses wieder bestens hingekriegt, der S-Max wirkt modern – und doch angenehm unaufdringlich. Natürlich wurden auch innen die entsprechenden Anpassungen gemacht, alles wurde leichter, hochwertiger, sogar: schöner. Im Vergleich zur Konkurrenz gibt es aber bei Ford im Interieur immer noch ein wenig gar viele Knöpfchen und Schalter, obwohl der Trend da ja eigentlich in eine andere Richtung weist. Doch ergonomisch ergibt das alles schon Sinn, man weiss, was man hat – und wo es ist. Anständige Sitze, eine gute Sitzposition, nicht zu hoch.

In den vergangenen Jahren hat Ford extrem aufgerüstet, was die Assistenz-Systeme betrifft. 16 sollen es sein im neuen S-Max, die Aufzählung würde langweilig werden und den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Erwähnt sein muss aber der Adaptive Speed Limiter, der die Geschwindigkeit den Information von Verkehrszeichen und dem Navigationssystem anpassen kann: man fährt dann also 50, wo 50 angezeigt ist. Lobenswert ist, dass Ford manche dieser vielen Systeme in den serienmässigen Lieferumfang packt, während sie bei anderen Herstellern oft nur gegen Aufpreis zu haben sind.

Am besten zum grundsätzlich eher sportlichen Charakter des S-Max passt der neue 2-Liter-EcoBoost-Benziner mit stolzen 240 PS, gekoppelt an ein Automatikgetriebe. Derart angetrieben, wird der S-Max zu einem ausgesprochen souveränen Reisewagen, mit dem auch Fahrten über längere Strecken zur Freude werden. Die Fahrwerksabstimmung hat schon immer zu den grössten Stärken der Ford-Ingenieure gehört, und auch im S-Max zeigen sie mit einer feinen Mischung zwischen Komfort und Sportlichkeit ihre ganze Kompetenz. So ein S-Max ist auch einer flotten Passfahrt alles andere als abgeneigt – und transportiert doch auch die Schwiegereltern ganz bequem zum Sonntags-Brunch. Aussergewöhnlich: die Ruhe, die im S-Max herrscht. Da hat Ford einen grossen Fortschritt erreicht. Der wichtigste Fortschritt allerdings, ganz besonders für den Schweizer Markt: der S-Max ist jetzt auch als 4×4 erhältlich.

Mit einem Basispreis von 34600 Franken ist der S-Max in der Summe seiner Qualitäten ein sehr gutes Angebot. Und auch mit dem stärksten Diesel (2-Liter, 210 PS) sowie dem gerade so sehr gelobten 240-PS-Benziner steigt der Kaufpreis auch bei sehr kompletter Ausstattung nicht über 50000 Franken. Da darf man Ford durchaus ein Kränzchen binden.

Mehr Ford gibt es in unserem Archiv.

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