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Lincoln Continental

In aller Ruhe

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt wieder einen Lincoln Continental. Und dann auch gleich noch die «bad news»: Das neue Luxus-Modell von Ford wird vorerst nur in den USA und China verkauft werden. Ob es nach Europa kommt, ist eher zu bezweifeln – was auch ein bisschen daran liegen könnte, dass der Lincoln Continental in Europa niemals das Standing hatte wie in den Vereinigten Staaten. Dabei – wunderbare Wagen waren das, einst (wir servieren doch auch gleich noch den grossartigen Rückblick, hier).

Wir haben die Continental-Studie (Bild unten) vom vergangenen Jahr geliebt, sie war so ein bisschen das Beste, was wir seit vielen Jahren von Lincoln gesehen hatten. Und wir haben gelächelt über die kläglichen Versuche von Bentley, sich gegen die Bezeichnung Continental zu wehren.

Aber da hatten die Engländer wohl noch ein wenig Angst, dass sich Lincoln wirklich ins oberste Luxussegment vorwagen könnte. Dem ist nun aber nicht so: Zwar verweist Lincoln beim neuen Continental auf die glorreiche Geschichte von «beauty and luxury», doch man will sich beim neuen Modell mehr auf den Menschen konzentrieren, dem Käufer massgeschneiderte Lösungen bieten, ein Fahrzeug offerieren, das den neuen Begriff «quiet luxury» verkörpert. Man könnte es vielleicht auch Understatement nennen – ein feiner Zug in dieser Auto-Welt, in der die meisten Premium-Modelle in erster Linie protzen wollen. Interessant ist dabei aber sicher auch, dass Ford mit der Vignale-Linie in diesem «personal luxury»-Bereich ja unterdessen ein wenig Erfahrung gesammelt hat (siehe Test Ford Mondeo Vignale).

Leider wissen wir noch nicht besonders viel vom neuen Lincoln, keine Aussenmasse, kein Gewicht. Wir sehen aber eine klassische Limousine, die vorne etwas von Jaguar hat – und hinten eine gewisse Ähnlichkeit mit Audi. Der neue Conti bleibt trotzdem schön eigenständig, sehr konservativ in der Gestaltung, leider nicht ganz so wunderschön wie die Studie, aber doch: cool, clean, sober. Was auch zu «quiet luxury» passt.

Innen gibt es selbstverständlich alles an Infotainment- und über Assistenzsystem, was man sich derzeit nur vorstellen kann; die Aufzählung würde den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Man weiss auch, dass der neue Lincoln einen vollkommen neuen Motor erhalten wird, einen 3-Liter-V6 mit 400 PS. Lincoln verzichtet dabei auf die bei Ford übliche Bezeichnung EcoBoost, wir lassen uns also gern überraschen, was diese Maschine alles kann und soll.

Die ersten Lincoln Continental sollen noch in diesem Jahr auf die Strasse kommen. Aber eben, leider nicht bei uns. Dafür haben wir mehr Ford in unserem Archiv. Und ausserdem, wie erwähnt, die ausführliche Historie der Contis.

3s Kommentare

  1. Wenigstens formmässig wird Tesla schon kopiert.
    Gratulation an den Herrn Musk.
    Gewichtsmässig ebenfalls.

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