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Ford Torino GT

Der Vergessene

Anfangs, also 1968, da war der Ford Torino einfach nur ein besser ausgestatteter Fairlane. Dann, ab Modelljahr 1970, durfte der Torino der Chef sein, der Fairlane hauchte so langsam sein Leben aus. Für diesen Modelljahrgang wurde ein komplett neues Fahrzeug entwickelt, das Design von Bill Shenk orientierte sich nicht nur sanft an der «Coke Bottle»-Corvette – die man in Dearborn durchaus als Konkurrenz für den Torino sah. Denn da gab es das Top-Modell, den Torino GT 429 Super Cobra Jet, und der war absolut beachtenswert.

Unter der Haube arbeitete nämlich der 7-Liter-V8, auch bekannt als Series 385, den es entweder als Cobra Jet oder dann als Super Cobra Jet gab. Ersterer wurde mit 370 PS angegeben, der SCJ hatte auf dem Papier nicht viel mehr, 375 PS. Die aber eher als etwa 450 PS gelten durften, doch man war in jenen Jahren etwas vorsichtig mit Leistungsangaben, auch deshalb, weil sonst die Versicherungen noch teurer geworden wären. So ein Torino GT 429 SCJ, den es nur als zweitürige SportsRoof-Version zu kaufen gab, liess sich mit dem manuellen 4-Gang-Getriebe in weniger als 6 Sekunden von 0 auf 100 hauen, und das war eine gute Ansage, da hatten eigentlich alle Mustang aus dem gleichen Hause das Nachsehen. Auch der Tankwart hatte Freude, so ein Paket an 780-CFM-Holley-Vergasern hatte einen zünftigen Durst.

Die Torino werden etwas unterschätzt. Auch von den Sammlern vergessen. Was daran liegt, dass sie sehr erfolgreich waren, mehr als 230’000 Stück konnten 1970 abgesetzt werden. Das waren selbstverständlich nicht alles 429 Super Cobra Jet, und auch von diesen gab es noch einige, die seltener waren, etwa den, den wir hier zeigen, denn dieser hatte als Option noch die zusätzliche RamAir-Belüftung. Und wir haben mehr Ford im Archiv.

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