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Alfa Romeo G1

Wundersame Vermehrung

Man darf den Alfa Romeo G1 als den allerersten seiner Art und der Marke bezeichnen. Ja, klar, A.L.F.A. wurde schon früher gegründet, und noch vorher gab es die Darraq-Fabrik in Portello; ab 1915 war dann Nicola Romeo mit von der Partie. Der G1 nun war das erste Fahrzeug, das nach dem 1. Weltkrieg neu konstruiert wurde – und den Namen Alfa Romeo (ohne Bindestrich) trug. Die Konstruktion stammte von Giuseppe Merosi, ein gewisser Enzo Ferrari war auch noch irgendwie beteiligt – und der 6,3-Liter-Reihensechszylinder mit beachtlichen 70 PS war irgendwie nicht das, was die Welt damals brauchte. Das Benzin war teuer in Italien, die Steuern auf Luxus-Produkte absurd hoch – und obwohl der G1 gleich sein erstes (und einziges Rennen), die Coppa del Garda, gewinnen konnte, war er in Italien unverkäuflich. Es heisst, dass deshalb sämtliche 50 oder 51 oder auch 52 Stück nach Australien verschifft wurden. Bis vor kurzem war man allgemein der Überzeugung, dass nur ein einziges G1-Exemplar überlebt hat, in Neuseeland, eine mächtige Limousine. Radstand, übrigens: 3,4 Meter.

Und jetzt, quasi über Nacht, geschieht die wundersame Vermehrung. Am 18./19.1. 2018 kommt auf der Auktion von RM Sotheby’s in Phoenix ein weiterer G1, offensichtlich ein Rennwagen, zur Versteigerung. Noch hält sich das Auktionshaus zurück mit Informationen; wir bleiben aber dran, das interessiert uns jetzt schon sehr, wie solches immer wieder geschehen kann. Dürfen wir jetzt schon eine kleine Wette vorschlagen – es handelt sich um den Sieger der Coppa del Garda…

Alle unsere Alfa-Geschichten sammeln wir in unserem Alfa-Romeo-Lexikon.

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