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Fiat Abarth 1000 TCR Radiale

Köpfchen…

Am Vorabend der Frankfurter IAA 1965 präsentierte Abarth – nicht zuletzt in der Folge einer im Februar desselben Jahres von der FIA im Anhang J vorgenommenen Reglements-Änderung für Tourenwagen und GT-Fahrzeuge – einen komplett überarbeiteten Motor für die Tourenwagenklasse I bis 1000 ccm in der neu geschaffenen Gruppe 5. Das Zauberwort hiess «Radiale» – und mit dem bei Abarth völlig neu konzipierten Querstrom-Zylinderkopf sowie der mittlerweile doppelten Weber-40-DCOE2-Bestückung waren mit einem Schlag Motorleistungen jenseits der 110 PS überhaupt kein Problem mehr für den kleinen 1-Liter-Motor (der unterdessen gar nichts mehr mit dem Fiat-Basis-Triebwerk zu tun hatte). Im grösseren Stil eingesetzt wurden die Fiat Abarth 1000 TCR Radiale erstaunlicherweise aber erst ab 1968 – und von Anfang an erwies sich der neue Radiale-Motor mit Siegen beim 500-km-Rennen am Nürburgring oder den 4 Stunden des Jolly-Club in Monza als überaus standfest.

Abarth hatte für die Rennsaison 1968 auch noch eine neue Hinterachse konstruiert, die es ermöglichte, den Radiale-Motor deutlich tiefer unten zu montieren. Weil man aber nicht ganz sicher war, ob diese Konstruktion auch wirklich dem Reglement entsprach, baute man die Wagen noch einmal komplett um – Ärger mit den Renn-Behörden hatten die Italiener ja schon genug. Für den Europameister-Titel in der Tourenwagen-Klasse 1 reichte es trotzdem nicht: Zwar dominierten «Pam» (Marsilio Pasotti) und Albert B. Goodemans die Rennen fast nach Belieben, doch sie schossen sich auch gegenseitig ab – und John Handley auf einem Mini Cooper S konnte profitieren.

Bilder: ©Bildermeister. Ausserdem: 70 Jahre Abarth – die Übersicht. Und: das Buch.

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