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Der nullte Ferrari Luce

Für einen guten Zweck

Es gab in den letzten Wochen ja das eine und auch andere PR-Desaster bei Ferrari. Die Präsentation des Luce lief völlig aus dem Ruder, mit so viel Gegenwind hatte Maranello wohl nicht gerechnet. Und auch der «Manuale» wurde mit reichlich Spott und Häme überzogen, das ist man sich bei den Italienern in dieser Form nicht gewohnt. Da musste man sich dann wohl kurzfristig etwas einfallen lassen – und weil «Charity» in den USA immer zieht, wird nun der nullte Luce, Chassisnummer ZFF21BUA8T0338000, bei RM Sotheby’s in Monterey für einen guten Zweck versteigert. Für uns ist das die Gelegenheit, ein paar zusätzliche Bilder zu zeigen, damit man sich ein besseres Bild vom Lutscher machen kann.

Spannendere Automobile haben wir im Archiv.

25 Kommentare

  1. Max Max

    Mit schwarzem Hintergrund kommen die Frontlöcher besonders gut zur Geltung.

    Aber allen Unkern zum Geleit, der Wagen ist bereits komplett ausverkauft.

    • Alpscruiser Alpscruiser

      Natürlich sind alle verkauft. Wer weiterhin Zugang zu Sondermodellen oder als Kunde angesehen bleiben will muss die Lusche kaufen.

      • Max Max

        Müssen müssen die Chinesen gar nichts. Aber den Luce wollen sie anscheinend:

        „Ferraris Pkw-Absatz in China ist zuletzt stark gesunken. Die Verkäufe fielen von 1.500 im Jahr 2022 auf 900 Fahrzeuge im Jahr 2025. Der Luxusautobauer leidet dort unter einer Nachfrageschwäche. Ein aktuelles Highlight ist jedoch das Elektroauto „Luce“. Es startete in China mit einem Preis von 3,988 Millionen Yuan (rund 515.000 Euro) und war dort sofort ausverkauft.“

  2. hugoservatius hugoservatius

    1.
    Ich liebe Ferraris seit ich denken kann, natürlich die grandiosen 250 und 275, vor allem die schlichten, grandiosen Viersitzer bis zum Scaglietti, auch die kleinen Mittelmotorferraris vom Dino bis zum 355, 360 und 430 waren mir zu groß, fahren sich aber großartig.

    2.
    Alles, was danach kam, finde ich ziemlich schrecklich, besonders furchtbar der Purosangue – mit Blut habe ich es eh‘ nicht so und „reines Blut“ ist mir viel zu nahe an Blut und Boden.
    Dazu kommt der höchst unangenehme Auftritt der Marke, ähnlich wie der von Rolex,
    Da möchte man? – nein, vielleicht nicht man, aber jedenfalls ich – eigentlich nicht Kunde sein…

    Aber:
    3.
    Bin ich wahrscheinlich einer von fünf Menschen weltweit, die den Luce ziemlich gut finden.
    Vielleicht nicht als Ferrari, aber als Elektroauto. Und sogar als Elektroferrari.
    Warum?
    Er schaut nicht aus wie eine intergalaktische Kampfmaschine, er ist nicht aggressiv, er ist völlig anders, er hat das schönste Ferrari-Interieur seit dem 328, er hat die gesamte verschwitzte Italianata und den albernen Machismo abgelegt, er ist cool, er spricht eine völlig andere Zielgruppe an, er ist erstmals seit langer Zeit ein Ferrari, in dem man sich ohne Trophy-Woman und aufgepumpte Muskeln wohl fühlen kann.
    Und natürlich ist er ein Ferrari, der keinesfalls rot sein sollte, der nicht mehr brüllt und kreischt, sondern singt und surrt und pfeift, vielleicht ist er tatsächlich „the thinking Man’s“ Ferrari.

    Und auf den Photos weiter oben sieht er aus meiner Sicht ziemlich gut aus!

    • Marc Grosjean Marc Grosjean

      Besser kann man es nicht sagen. Ich stimme, als Nummer 6, vollkommen zu.

      Ich mag diese einfache und klare Formensprache,/Linien die benötigt keinen Machismo und eine wohltuende Erscheinung im so uniformen SUV-Brei.

      Vielleicht wird er ja noch ein richtiger Ferrari.

      • Hömal Hömal

        Hm. Also meinem Empfinden nach gab es eine ganze Fülle von Sportwagen, die ganz ohne OMG-artige Designsprache unglaublich attraktiv waren. Auch und gerade bei Ferrari, die sich meiner Meinung nach diesbezüglich immer deutlich von Lamborghini unterschieden.

        Für mich beschreibt das Wort „Themenverfehlung“ das Design des Luce am besten. Für sich allein gesehen ist es gar nicht so übel. Aber es passt für mich einfach nicht. Nicht zu Ferrari. Und nicht zu einem Supersportwagen. Man hätte Ferraris Designsprache sehr gut auf eine neues Level heben können, die das Neue und Andere des Luce unterstreicht anstatt das alles in die Tonne zu treten für eine viel zu beliebigen Gestaltung. Besonders an der Front. Das ganze Design weckt bei mir schale Erinnerungen an den unseligen Subaru SVX, der auch kein Heuler war.

        Aber gut, vieleicht denkt man in Maranello ja auch weiter als wir Europäer es gewohnt sind. Wenn man damit China als wichtigen Markt zurückerobern kann, dann hat Ferrari trotzdem ein paar Dinge ziemlich richtig gemacht. Auch wenn wir in Europa die Nase rümpfen. Erinnert mich ein wenig an das brachiale Design beim BMW X7. Das in Europa nicht gut ankam, während es in den viel wichtigeren Absatzmärkten wie China, Nahost oder den USA sehr gut den Geschmack traf.

    • Alpscruiser Alpscruiser

      Das ein Elektro Ferrari keinen bekannten Formen folgen muss da es bis dato noch keinen gab unterstütze ich. Die Front gefällt mir langsam gut. Aber das Cerankochfeld hinten ist schrecklich.
      Außerdem ist die Technik komplett veraltet und dafür noch komplett überteuert.

      • Hömal Hömal

        Was genau an der Technik des Luce ist ihrer Meinung nach „komplett veraltet“?

        • Alpscruiser Alpscruiser

          Einfach mal die Technischen Daten mit denen des (auch furchtbaren aber nicht mal halb so teuren) OMG GT 4-Türer Coupé 63 vergleichen.
          Die Lusche ist eine Frechheit!

  3. Rolf Rolf

    Mir ist klar, dass die Hersteller verkaufen müssen.
    Wenn die Märkte andere als Europa sind, dann muss deren Geschmack getroffen werden und wenn in China Elektro besser zieht als V12, dann ist das so.

    Ich finde ihn nicht richtig hässlich, aber es kommt so wenig rüber, wie bei einem Leapmotor, Ferrari ist hier gar nichts. Die Proportionen sind Van/SUV. Ferrari?
    OK, nach dem Blutigen stehen sie ja auch Schlange.

    Der Cayenne hat Porsche gerettet, aber ich fand ihn immer unpassend, zur Marke und als Geländewagen, der er nicht war und nur so aussehen wollte.

    Eben fuhr hier eine Kolonne eines Oldtimerausflugs an mir vorbei.
    Natürlich 911er, viele Mercedes, ein Indy und auch etwas Älteres, den ich nicht erkannte. Jedenfalls strahlten alle Teilnehmer und ich auch.

  4. Matthias Matthias

    Ja, der Luce… Was bitte an diesem Auto soll Begeisterung wecken?

    Die Uhr im Cockpit erinnert frappierend an das Design der berühmten schwarzen BRAUN-Reisewecker.

    Die hinteren Selbstmördertüren sind dagegen stilistisch sehr, sehr antik.

    Die weissen Fünfamrm-Felgen – unübersehbar OZ-Racing-Optik aus der Rallyewelt der Neunzigerjahre.

    Vier runde Heckleuchten, auch das kennt man zu genüge von früheren Modellen.

    Das Interieur riecht nach einem rollenden i-pad. Hey, wie trendy ist das doch!

    Dazu eine kleine Portion Flugzeug-Cockpit-Folklore dank der Schalter in der Decke, dezent orange illuminiert. Da ist man aufgrund der Summe der stilistischen Geschmacksverirrungen visuell bereits im „SOS“-Modus, ohne die betreffende Taste gedrückt zu haben.

    Dieser SOS-Hinweis auf die Hilflosigkeit der Ferrari-Oberen in gestalterischen Dingen wirkt wie ein stummer Hilfeschrei. Ferrari klammert sich an traditionelle Motive und hat seine formale Eigenständigkeit in der Welt der E-Mobilität noch lange nicht gefunden. Ein Mix aus altbekannten Stilzitaten, mehr nicht. Offenbar tut man sich schwer damit, eine innovative Formsprache zu finden.

    Vielleicht wird es ja beim nächsten Anlauf besser. Sofern es die Finanzen zulassen, weitere E-Modelle zu entwerfen und zu produzieren… Der Luce sieht aus, als ob Ferrari bereits von BYD geschluckt worden wäre und die Chinesen eine neue Karosse über ihr Durchschnitts-Einheits-Chassis gestülpt hätten.

    Es tut weh, so etwas zu erleben, aber nach Jahrzehnten voller gelungener Entwürfe ist dieser Ferrari gestalterisch ein Flop.

    • hugoservatius hugoservatius

      Welche gelungen Entwürfe in den letzten 20 Jahren denn???
      Nach dem zu großen, aber sauberen 430 kamen intergalaktische Kampfmaschinen für Fitnessstudiobesitzer und sonstige Randgruppen, aber kein einziges sauberes, klares Design!
      Ich besaß und besitze eine Reihe Autos auf Ferrari-Niveau, aber seit dem – zu großen – Scaglietti ist der Luce der erste Ferrari, den ich mir vorstellen könnte, zu besitzen.
      Dunkelgrau-Metallic, mit silbernen Felgen und cognacfarbenem Interieur, ohne schwarze Scheiben und einem seriösen Kontrollschild, das wäre ein moderner Ferrari, den sogar meine Frau akzeptieren würde.
      Und sie hat das Geld…

      • Rolf Rolf

        Lieber Hugo, sie machen es einem nicht leicht …..
        Vertrauend auf ihr geschultes Auge, sehe ich mir den Luce immer wieder an …. und kann ihnen leider nicht folgen.
        In den letzten 20 Jahren, fallen mir F8, Roma und mit Abstrichen Portofino ein, die man ansehen konnte. Leider sind diese mit absurder Turbo-Leistung „gesegnet“, die nur durch Regelelektronik beherrschbar ist.
        Immer wieder taucht ein viel zu hohes Heck auf, ein F12 stand mal vor mir und ich war entsetzt, darunter leidet auch der Portofino ein wenig.
        Es ist die Marke, die noch Strahlkraft hat, aber sicher in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich wahrgenommen wird.
        Google KI ist interessant, z.B. wie Rolex in Deutschland und in Italien wahrgenommen wird, ganz unterschiedlich.
        Die Größe ist relativ. Ein Ghibli mit 4,6 m x 1,79 m war in den Siebzigern ein mächtiger Bolide neben den 1,55 m breiten Alltagsautos. Nur war er extrem flach und sehr zierlich, das relativierte die große Grundfläche.
        Aber beim Luce, da kommt nix rüber, vielleicht weil ich kein chinesischer Neureicher bin? 😉

  5. Matthias Matthias

    Gewiss, Hugo. Natürlich waren nich a l l e Ferraris der letzten Jahrzehnte absolute Design-Hits. Aber es war so gut wie immer erkennbar, aus welchem Hause die Autos kamen, auch ohne das Firmenemblem zur Hilfe zu nehmen. Der Luce hat diese DNA nicht mehr. Das finde ich schade. Ein Recycling von alten Design-Ideen ist meines Erachtens nicht innovativ.

    Vielleicht möchte man auch die werte Kundschaft nicht mit einem zu grossen gestalterischen Quantensprung erschrecken. Der Luce richt für mich nach MAJA. most advanded, yet aceptable. Raymond-Loewy-Mentalität des 21. Jahrhunderts. Vielleicht ist das Maranellos geheimes Erfolgsrezept und der nächste E-Ferrari reisst uns dann alle vom Hocker?

    Vielleicht können Sie aus eigener Erfahrung am Steuer bald mehr darüber berichten, ob der elektrische Ferrari Sie als Fahrer elektrisiert. Hoffen wir, dass die Gattin Ihren Geschmack hinsichtlich Sportwagen teilt und die Sponsorengelder weiter fliessen lässt. Auf dass die heimische Garage auch weiterhin gut gefüllt bleibt 😉 … mit oder ohne Luce …

    • Hömal Hömal

      „Raymond-Loewy-Mentalität des 21. Jahrhunderts.“

      Danke für diesen genialen Satz. Besser kann man es nicht ausdrücken.

    • hugoservatius hugoservatius

      >> Vielleicht können Sie aus eigener Erfahrung am Steuer bald mehr darüber berichten, ob der elektrische Ferrari Sie als Fahrer elektrisiert. Hoffen wir, dass die Gattin Ihren Geschmack hinsichtlich Sportwagen teilt und die Sponsorengelder weiter fliessen lässt. Auf dass die heimische Garage auch weiterhin gut gefüllt bleibt ???? … mit oder ohne Luce … <<

      Der Bericht über das Fahrgefühl folgt, noch hat der örtliche Händler keinen Vorführwagen!
      Allerdings bin ich ob des Unvermögens meiner Vorfahren und der übergroßen Sparsamkeit meiner Frau leider in der mißlichen Lage, das Fahrzeug bis auf weiteres nicht erwerben zu können, auch gibt es tatsächlich einen Ferrari, den ich noch sehr viel lieber in meiner Garage sehen würde, einen 365 GT4 2+2 bzw. 400i oder auch 412…

      Und:
      Meine Frau ist der (absolut nachvollziehbaren) Meinung, daß wir nicht etwa genug, sondern definitiv zu viele Fahrzeuge unser Eigen nennen.
      Aber:
      Geschmacklich gibt es eigentlich keine Probleme, allerdings war sie nicht wirklich glücklich mit dem Quattroporte V, den wir einige Jahre besaßen, sie störten die meist wenig freundlichen Blicke der anderen Verkehrsteilnehmer. Und die Giulia GT mit dem offenen Auspuff und den offenen Ansaugtrichtern fand sie definitiv zu laut, was wiederum definitiv richtig war. So beendete ich vor einiger Zeit meine Italienische Phase und widme mich den Engländern und den Boxermotoren.

  6. Christian Christian

    Firmen wie Ferrari, Porsche, Alfa, Maserati, Lotus und Co, definieren sich über gewonnene Autorennen und die Technik und das vor einer mehr als 80-jährigen Geschichte. Das bedeutet, diese Marken haben eine Geschichte – wenn man will Kultur – und die Europäische Kundschaft hat diese Geschichte miterlebt, mitgestaltet und mitgelitten.
    Ferrari startete 1947 mit einem 12-Zylinder, wenn auch noch eher Hubraumschwach, aber die Geschichte nahm ihren Lauf. Lägendär die Aussagen vom „Alten“: Ich baue Motoren und hänge Räder dran. Aerodynamik ist was für diejenigen, die keine leistungsfähigen Motoren bauen können, usw. Und, diese Firmen entstanden als Rennställe und der Verkauf von „Straßenautos“ war das notwendige Übel um den Rennsport finanzieren zu können.
    Die anderen Firmen sprangen auf das Konzept auf und so Entwickelte sich das alles immer weiter. Es gab dann auch eine gewisse ungeschriebene Abstufung, 2 Zylinder sind für die armen Schlucker, 4 Zylinder für die Gutbürgerlichen, mit 6 Zylinder warst du dann schon eher oben und ganz, ganz oben die 8- und 12-Zylinder Autos. Wir in Westeuropa und in den USA wuchsen so auf. Hinter dem eisernen Vorhang gabs nur verordnete Mangelware (nicht für Parteibonzen) aber sie schielten neidvoll über den Zaun.
    Jetzt die Geschichte auf der E-Seite. Der Elektromotor ist in seinem Grundaufbau seit über 120 Jahren zu Tode Fertigkonstruiert – es gab noch einen Sprung nach Vorne, als in den 1050er Jahren die Isolationsmaterialien auf Kunstharzbasis entwickelt wurden und damit die Temperaturempfindlichkeit in den Griff bekommen wurde.
    Dann die Komponente Steuerung. Hier kam es Ende der 1970er Jahre zum Durchbruch der elektronischen, verlustfreien Steuerung. Damit konnten die Motoren stufenlos und ohne elektrische Verluste betrieben werden.
    Dann, als letzte große Komponente die Battreie oder Akku. Auch hier, der letzte großes Sprung war die Lithium-Inonen-Battrie wobei der Sprung rein physikalisch jetzt nicht so groß ist wie beispielsweise bei der Steuerung. Der Akku hat ein immer noch ganz schlechtes Energiegehalt/Gewichtsverhältnis.
    Wo sind jetzt bei E-Auto die über Jahrzehnte gewachsenen technischen Alleinstellungsmerkmale? Wir haben Bauteile, die jeder aus vorhandenen Beständen zukaufen und verbauen kann. Baut Ferrari einen E-Motor, eine eigene Steuerung oder einen Akku? Beim Verbrenner bauten die einen Leichtmetall 12-Ender wie sonst eben kaum eine andere Marke. Bauen sie eine Eigene Steuerung, einen eigenen Akku?
    Also, sie bauen ein E-Auto aus Komponenten oder gar einer kompletten Antriebseinheit/Bodengruppe inkl. Batterie, die niemals bei Ferrari in Maranello gefertigt wurde und die sich nicht grundlegend vom Einheitsbrei der anderen Hersteller abhebt.
    Das E-Auto „leidet“ vor allem am Akku. Zu wenig Leistungsfähig und viel zu schwer für einen Sportwagen. Ergo muss das schwere Trumm unter den Boden um das Fahrverhalten nicht zu schlecht werden lassen – damit wird das Auto höher und das passt halt optisch nicht zum Sportwagen, der immer schon flacher war und immer flacher wurde. Damit wird es für das Design, an das wir uns über Jahrzente gewöhnt haben immer schwerer etwas Ansehnliches auf die Straße zu stellen.
    Dann der Name – Luce – Licht? Wie hießen Ferrari bisher? Ja, entweder der Inhalt eines Zylinders, die Kombi aus Zylinder und Hubraum (alles sehr technisch) oder eben „Kosenamen“ wie Daytona, Tour de France, Testarossa. Was kam in letzter Zeit. Auch da riss der Faden schon früher, Purosangue – Reines Blut, na ja, dann Enzo (es gibt viele, die in Italien so heißen), Roma, usw., liest sich wie die Speisekarte in der Pizzeria, es hat mich dann auch nicht mehr interressiert (Name und Auto).
    Zusammenfassung:
    Rennerfolge elektrisch betriebener Ferraris? Keine!
    Technische Komponenten, die sich von allen anderen Herstellern unterscheiden? Keine!
    Eine atemberaubende Formensprache (Scalietti zum Drake: Für so viel Geld können wir auch eine schöne Form machen!) Keine!
    Der Preis? Ja, teuer wie eh und je, das können die anderen Hersteller auch. Also, auch kein Kaufargument.
    Also was ist das Ding da? Die x-te Version des E-Autos nach bekanntem Konzept mit ein paar Logos drauf, die man in jedem Zubehörhandel kaufen kann.
    Meinetwegen, wenn`s sich so leichter in China verkaufen lässt, dann sollens das Ding dort verkaufen.
    Und noch etwas. Mir ist der viersitzige, untermotorisierte Mondial doch lieber als das Licht.
    Wie sähe mein imaginärer elektrischer Ferrari aus:
    Absoluter Leichtbau, Kohlefaser wo es nur geht. Flach, nur zwei Sitze, Batterien seitlich in den Flanken wie beim D50 Lancia/Ferrari, Einstieg von Vorne wie beim Modulo/Lancia Statos Zero und nur soviel Batteriegewicht wie unbedingt nötig dafür aber 300 km/h schnell. Und das ganze als „Spassauto“ für ein paar kurze aber knackige Ausfahrten. Für die Langstrecke dann lieber einen Verbrenner. Das E-auto als Ergänzung. Der Name: Fulmine – Blitz!
    Und jetzt könnt ihr mich steinigen….

    • Rolf Rolf

      Wieso steinigen? Bis auf den Modulo-Einstieg, der bei Regen eher nachteilig wäre, gehe ich mit. Langstrecke ginge auch elektrisch, dann halt eher mit einem EX90 oder so.

    • eric eric

      christian for president!

  7. Matthias Matthias

    Fulminante Idee, Christian! Warum kommen hochbezahlte Profi-Designer nicht auf Ideen in dieser Richtung? Das wäre doch mal ein Lichtblick – im wörtlichen Sinne von Luce 2.0 …

  8. peter stefen peter stefen

    Denkts mal anders!

    Was haben wir für ein Zeitalter?
    TRASH SOZIAL AUFFALL bisserl deppert.
    Dann ist das Ding genau wie der AMG Merc zu sehen.
    Man will den Apple Dodeln in Sillikon Valley reindrücken.

    Das ganze ist eiskalte Absicht.
    Und weil es denen so etwas von wurscht ist ( bis auf jene in der Fabrik in Maranello,
    die erwischt wurden uind eingeteilt)- also ist das so.
    Wozu man eine Auto mit einem Auto verpacken muss und so gar keine
    Elleganz und Verve hin bekommt, ist so groovey.
    Es gab einen hausinternen Entwurf ( den hab ich gesehen) da klappt dir und dein
    Herz beginnt zu schlagen.

    Das ist bald wieder weg.
    Und Chinesen?

    Die kleben ja Gold AUF ihre Limos , bevor sie beim Parteifüher arschkriechen
    gehen. Das der Markt.
    Und dann brauchst eine sog designer der das Interrioer vom Testarossa kopiert,
    und amn feiert das ab.

    EINE BELEIDIGUNG ALLER DESIGNER, JEDES JE GELEBTEN ITALIENERS MIT
    HERZBLUT. egal

    Und eig heisst unser Zeitalter : ARSCHLOCHZEITALTER. mit etwas oranger
    Hautcreme, lügen und betrügen wie die Mafia, als neues Prädikat, wenn
    Politiker, unfähige Manager und Leute die im Vornahmen Elon tragen, und dermassen PHANTASIELOS und DEBIEL sind, das das Auto schon wurscht ist.

    Mein oller 308 GTB, der jault wie ein HUnd in der Garre, in der Nacht.
    ER tut mir leid.
    Und der ENZZO– de r rottiert mit 24.000 rpm im Grab.

    ops.. da hängen die fetten Plastikbrüste von der BEZZOS HUte verz zweitfrau
    aus dem INternet..

    Die Karre ist MÜLL

  9. Matthias Matthias

    Hallo Peter Stef(f?)en, ein Insider, der Einblick hat in geheime, Ferrari-interne-Designentwürfe und auch noch mit Worten jongliert, dass einem ganz schwindlig wird- diese Kombination ist wohl ziemlich einzigartig! Wo haben Sie diesen tollen Slam-Poetry-Text her? Selbst geschrieben? Oder hat KI geholfen? Egal. Kompliment! Klingt nach Dada, also voll retro! Das sollte Ihre Chancen in der Szene boostern. Bewerben Sie sich doch für das nächste Arosa-Humor-Festival. Dort erwarten Sie vermutlich mehr Kenner dieser Materie als hier, die Ihr Talent zu schätzen wissen.

  10. GS GS

    Das iCar, das Apple nie gebaut hat.

  11. Martin Gülich Martin Gülich

    So viele Buchstaben, Worte, Tastenklirren, Erregung.

    All PR is good PR.

    Aber der König hat dennoch heute Lumpen an.

    Immerhin hab‘ ich das Reinigungsset für das helle Leder schon da.
    Wenn es das weisse PVC in meinem Model 3 reinigt wird es dereinst auch weißes Echt-Leder aus Italien vom Grauschleier der Geschichte oder feinem Wüstenstaub befreien können..

    Allein, die Phantasie, dieses weisse Leder im Luce manuell zu bearbeiten, da regt sich nichts.
    Keine Pulserhöhung. Keine feuchten Handteller. Kein Ferrari.

  12. WJB WJB

    Nach den bisherigen Verrissen zum Luce haben mich die Bilder hier länger verweilen lassen. Je länger hinschaue, desto mehr finde ich das Design gelungen. Nur hätte ichbrs nicht mit einem Ferrari assoziiert. Aber wahrscheinlich genau ist das die Intention.

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