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Ferrari Testarossa «Monospecchio»

Begehrenswerter

Es gibt doch immer auch um: die Details. Zum Ferrari Testarossa, seiner Geschichte hatten wir ja schon etwas geschrieben, hier nachzulesen. Doch es gibt da ja auch immer noch Unterscheide in Sachen Begehrlichkeit. Als der Testarossa als Nachfolger des 512 BBi am Vorabend des Pariser Salons 1984 im berühmt-berüchtigten Nachtclub «Lido» dem geneigten Publikum vorgestellt wurde, da sah er nämlich noch etwas anders aus als 1991 dann, als seine Produktion auslief. Die ersten Exemplare, wahrscheinlich etwa 300, sind in der Fachwelt bekannt als «Monospecchio» oder «flying mirror». Damit ist dann auch gleich klar, um was es sich beim angesprochenen Detail handelt: den hoch oben an der A-Säule angebrachten Rückspiegel. Spätestens ab 1987 wanderte das Teil nach unten, erhielt aufgrund der amerikanischen Gesetzesvorlagen auch bald schon einmal ein Brüderchen auf der anderen Seite des Wagens.

Nein, besser sahen die Testarossa mit den Ohren nicht aus. Es ist deshalb auch verständlich, dass die «Monospecchio» ein paar Tausender höher gehandelt werden als die neueren Modelle. Wobei da halt auch zu bemerken ist, dass alle Testarossa zu den erschwinglicheren klassischen Ferrari gehören – der «flying mirror», den wir hier zeigen, ging kürzlich bei RM Sotheby’s für noch vernünftige 151’250 Dollar an einen neuen Besitzer. Dazu muss man wissen, dass der Testarossa neu (im Jahre 1989) in den USA satte 181’000 Dollar kostete, sprich: noch nicht einmal auf seinem Neupreis-Niveau gehandelt wird. Da gehört die 80er-Jahre-Stilikone zu den wenigen Ferrari, bei denen dies der Fall ist. Was auch daran liegt, dass er mit 7177 produzierten Fahrzeugen halt zu den erfolgreichsten Ferrari-Modellen überhaupt gehört. Wir prophezeien ihm aber eine goldene Zukunft – weil er in kundigen Händen auch jede Menge Fahrspass macht. Und mit dem «Monospecchio» halt auch noch richtig gut aussieht.

Mehr, viel mehr Ferrari haben wir in unserem Archiv. Und eine Zusammenfassung all unserer Beiträge zu #70jahreferrari gibt es auf www.radical-classics.com.

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